In der 2. Klasse Pulkau-/Schmidatal hat SV Hausleiten am Sonntag gegen UFC Hanfthal einen klaren 6:1-Heimsieg gefeiert. Für Hanfthal-Trainer Rainer Kampner war die Partie früh entschieden: „Im Prinzip war das Spiel nach zwanzig, zweiundzwanzig Minuten verloren.“ Drei Gegentore in der Anfangsphase, das 0:4 zur Pause und zu wenig Zugriff gegen den Ball gaben aus seiner Sicht die Richtung eines Nachmittags vor, an dem Hausleiten „einfach zu stark“ war.

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Aus Sicht der Gäste nahm das Spiel von Beginn an eine klare Richtung. Kampner sprach von einem „denkbar schlechten“ Start und davon, dass Hanfthal schon sehr früh ins Hintertreffen geraten sei. Beim Stand von 0:0 habe es zwar eine Situation gegeben, die man etwas klarer hätte ausspielen können, mehr wollte der Trainer daraus aber nicht machen. Entscheidend war für ihn vielmehr, dass seine Mannschaft danach innerhalb kurzer Zeit drei Gegentreffer kassierte. Thomas Thyri brachte Hausleiten in der 7. Minute in Führung, Luca Sgarabottolo erhöhte in der 11. Minute auf 2:0 und traf in der 19. Minute auch zum 3:0. „Im Prinzip war das Match gerannt“, sagte Kampner. Noch vor der Pause legten die Gastgeber nach, als Anton Landsiedl in der 30. Minute das 4:0 erzielte und damit schon vor dem Seitenwechsel für eine sehr deutliche Ausgangslage sorgte.
Noch deutlicher wurde Hanfthals Trainer bei der Frage nach den Ursachen der klaren Niederlage. „Das Zweikampfverhalten“, antwortete Kampner sofort und schob eine sehr klare Analyse nach: „Wir waren immer zwei, drei Meter weg vom Gegner und so kannst du nicht Fußball spielen.“ Genau darin lag für ihn der größte Unterschied zwischen den beiden Mannschaften. Während Hausleiten aggressiv und bissig gegen den Ball gearbeitet habe, sei Hanfthal oft nur hinterhergelaufen. Kampner sprach davon, dass seine Elf den Gegner „gewähren“ ließ und selbst „Alibi-Fußball“ spielte. Dazu kam aus seiner Sicht ein viel zu ungenaues Passspiel. Wenn man nach Ballgewinnen zu leichtsinnig werde, den Ball schnell wieder hergebe und gleichzeitig nicht in die Duelle komme, mache man es jedem Gegner einfach. „Hausleiten hat Fußball gespielt und wir trauen uns das einfach nicht zu“, sagte Kampner ungewöhnlich offen.
Nach dem Seitenwechsel gelang Hanfthal immerhin noch ein Treffer. Felix Autrieth verkürzte in der 51. Minute auf 1:4 und brachte den Namen der Gäste zumindest noch auf die Anzeigetafel. Mehr ließ Hausleiten aber nicht zu, stattdessen zogen die Gastgeber in der Schlussphase wieder davon. Dominik Braun stellte in der 73. Minute auf 5:1, Maximilian Männersdorfer setzte in der 90. Minute mit dem 6:1 den Schlusspunkt. Diskussionen abseits des klaren Ergebnisses gab es laut Kampner keine. Den Schiedsrichter beurteilte er mit einem knappen, aber eindeutigen „absolut top“, auch die Partie selbst bezeichnete er als komplett fair. Für Hanfthal bleibt nach diesem Auftritt vor allem Arbeit an den Grundlagen. „Wenn wir das nicht abstellen, tut sich jeder Gegner gegen uns leicht“, sagte Kampner. In der Tabelle bleibt Hanfthal damit vorerst auf Rang sieben, während Hausleiten als Zweiter weiter ganz vorne mitmischt.