2. Klasse Steinfeld

Thomas Schönleitner Trainer des ATSV Wöllersdorf „Ich glaube, dass es eine sehr erfolgreiche Hinrunde war“

Thomas Schönleitner liegt mit seiner Mannschaft, dem ATSV Wöllersdorf, nach der Hinrunde auf dem 3. Platz der 2. Klasse Steinfeld. Nach 12 Spielen steht die Mannschaft bei 21 Punkten, nur zwei Zähler hinter dem Tabellenführer Wampersdorf. Mit 28 erzielten Toren schoss das Team unter der Leitung von Schönleitner die meisten Tore der gesamten Liga. Nach einem Kaderumbruch im Zuge der aktuellen Saison, mit 11 Abgängen und ebenso vielen Zugängen, blickt die Mannschaft auf eine erfolgreiche Hinrunde zurück. 

Erste Saisonhälfte 

Über die momentane Gefühlslage innerhalb des Vereins hat Trainer Schönleitner folgendes zu sagen: „Die aktuelle Stimmung ist gut. Ich glaube, dass es eine sehr erfolgreiche Hinrunde war. Wir haben sowohl die positiven als auch die Seiten, wo wir noch etwas zu arbeiten haben, ausgewertet. Die Stimmung im Verein ist gut und wir hoffen, dass die Entwicklung so weiter geht.“ Die Leistungen seiner Mannschaft analysiert er folgendermaßen: „Am Ende muss man auch sagen, dass wir auf die Spiele, wo wir nicht gepunktet haben, also diese drei Niederlagen, besonders hingeschaut haben, was die Gründe dafür waren. Da müssen wir schon noch ein bisschen etwas machen, damit wir diese verhindern können. Ansonsten haben wir uns in vielen Belangen weiterentwickelt, wir sind spielerisch besser geworden, in der Restverteidigung stabiler und haben körperlich sehr zugelegt, also wir sind schon eine sehr fitte Mannschaft. Das alles stimmt uns positiv für die Rückrunde und wir haben schon einen Plan für die Vorbereitung von den Themen, an denen wir arbeiten müssen.“

Offensive Brillianz 

Mit 28 Toren stellt man den besten Angriff der Liga. Der Cheftrainer erklärt, warum seine Mannschaft so viel Torgefahr ausstrahlt: „Erstens würde ich sagen, dass wir die Grundprinzipien geändert haben. Das ist meine Herangehensweise. Wir wollen nicht nur gemeinsam verteidigen, sondern auch angreifen. Wir versuchen, unser Spiel in der Offensive sehr flexibel zu gestalten und auch etwas mit Risiko zu spielen. Das belohnt dich dann oft, wenn du gewisse Situationen anders löst, als es der Gegner erwartet. Ich glaube, das haben wir uns ganz groß nach letztem Jahr draufgeschrieben, dass uns hier viel gefehlt hat. In der Saison davor hatten wir eine der schlechtesten Defensiven und eine der schlechtesten Offensiven der Liga gehabt. Mit dem annähernd gleichen Personal haben wir daran gearbeitet, im letzten Drittel effizienter zu werden.“

Kaderumbruch 

Im Zuge der bisherigen Saison gab es 11 Abgänge und 11 Neuzugänge. Trainer Schönleitner spricht über die Hintergründe: „Ich bin jetzt quasi erst die zweite Saison beim Verein. Ich habe die ganze letzte Saison machen dürfen und wir haben richtungsweisend nach dem Winter gesagt für uns, wo wir hinwollen. Da hat es mehrere Zusammenkünfte und Sitzungen gegeben. Dann hat man gesagt, so wie es jetzt aktuell ist, wollen wir nicht weiter machen. Wir hatten immer wieder eine Thematik, wo Spieler nicht da waren, wenn Verletzungen waren, wussten wir nicht, wer spielt, das war mehrmals der Fall. In der letzten Runde habe sogar ich nochmal spielen müssen, obwohl das nicht mehr geplant war. Danach haben wir um diese Eigenbauspielerbefreiung, die es in Niederösterreich gibt, angesucht. Wir haben geschaut, dass wir den Stamm, den wir davor schon hatten und mit dem wir in die Zukunft gehen könnten, behalten. Wir wollten uns einerseits auf Positionen qualitativ verstärken und andererseits auch den Kader etwas verjüngern. Das ist uns gelungen und deshalb waren Zu- und Abgänge ausgeglichen.“ Über potenzielle weitere Neuverpflichtungen hat er folgendes zu berichten: „Ja, es gibt durchaus Positionen, die man im Winter verstärken möchte. Eben weil wir diese Eigenbauspielerbefreiung haben, war es für uns klar, dass das ein Jahr ist, in dem wir etwas probieren können oder wo wir im Winter schon den ein oder anderen dazu holen oder austauschen, wenn sich etwas ergibt. Schon quasi vorbeugend für die Saison darauf, wo die Eigenbauspielerregelung wieder greift, die wir nach der aktuellen Planung erfüllen können. Deswegen haben wir jetzt im Winter schon auf dem Transfermarkt etwas gemacht. Wir haben gewusst, dass wir durch eine Verletzung in der Mitte noch etwas brauchen, das haben wir gemacht. Wir haben die Augen offen gehalten, ob sich etwas ergibt. Das ist passiert und das ist jetzt auch eigentlich schon fix.“

Wintervorbereitung 

Thomas Schönleitner gibt den Fahrplan für die Wintervorbereitung bekannt: „Wir, also mein Co-Trainer und ich, haben im Sommer begonnen, mit Videoanalyse zu arbeiten. Damit haben wir im Verlauf der Hinrunde nicht nur gruppentaktische Analysen, sondern auch einzelne Analysen der Spieler gemacht. Wir schauen jetzt mittlerweile, dass wir mehr auf dieses GPS-Tracking und so weiter setzen, damit wir Datenanalyse in die 2. Klasse einfließen lassen können. Für jeden Spieler und Verein ist es ein absoluter Mehrwert, weil diese Daten nicht lügen. Im Zuge dessen haben wir uns schon ein paar Themen herausgearbeitet, an denen wir arbeiten wollen. Wir möchten ein paar Spieler individuell in gewissen Themen einfach besser machen und gruppentaktisch haben wir uns auch schon einen klaren Plan auferlegt. Wir wollen das System, das wir im Sommer begonnen haben zu spielen, diese Variabilität von einem 4-2-3-1 auf ein 4-3-3 oder auf ein 3-4-3 zu wechseln, ständig, permanent noch ausarbeiten. Das ist der Plan.“

Zielsetzung für die zweite Saisonhälfte 

Schönleitner definiert seine Ambitionen für die restliche Spielzeit folgendermaßen: „Ja, wir haben ein ganz klares Ziel. Wir haben in der Hinrunde 21 Punkte gemacht und jeder, der etwas mit geschaut hat, weiß, dass wir die Gegentore immer sehr spät bekommen haben. Bis auf ein Spiel gegen Lichtenwörth, das wir verloren haben, weil einerseits Lichtenwörth einen guten und wir einen schlechten Tag gehabt haben. Diese späten Gegentreffer wollen wir abstellen und wenn uns das gelingt, dann glaube ich, dass wir am Ende des Jahres ganz weit vorne in der Tabelle sein können.“