Trainer Alexander Bergmann ordnete den Auswärtsauftritt seiner Mannschaft bei SG Ortmann/Oed-Waldegg II in der 2. Klasse Steinfeld als lange Zeit kontrolliert und aktiv ein. Gegen leidenschaftlich verteidigende Gastgeber betonte er die Präsenz im Pressing und ein klares Chancenplus. Im Fokus stand das Kollektiv. Es entwickelte sich zwischen ASK Ebreichsdorf II und den Hausherren ein physisch intensives Duell, in dem Standardsituationen der Gastgeber immer wieder Nadelstiche setzten und die Konzentration bis zum Schluss gefordert war.

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Bergmanns Zusammenfassung fiel deutlich aus: „Wir waren von der ersten Minute an spielbestimmend und haben das erste Tor erzielt. Danach ist es etwas ruhiger geworden; der Gegner blieb vor allem nach Standards gefährlich – so haben wir auch das Gegentor bekommen. Anschließend haben wir weiter aggressiv vorne angegriffen und waren insgesamt spielbestimmend.“ Seine Elf hatte „um einige Torchancen mehr“ und über weite Strecken auch mehr Ballbesitz; nur nach dem zwischenzeitlichen 3:1 überließen die Gäste den Hausherren kurzzeitig das Spielgerät, bevor sie die Kontrolle wieder anzogen. In der Umsetzung der Idee – hohes, aggressives Anlaufen, mutige Ballgewinne und klare Vertikalität – sah der Trainer sein Team auf Kurs: „Ja, die Mannschaft hat das sehr gut umgesetzt, was wir letzte Woche trainiert und besprochen haben.“
Die Anfangsphase unterstrich das Vorhaben der Gäste: In der 21. Minute brachte Florian Moza sein Team mit 1:0 in Führung. Der Ausgleich resultierte wenig später aus einer Standardsituation der Gastgeber – David Kirchberger traf in Minute 41 zum 1:1. Die Antwort folgte prompt: Noch vor der Pause stellte Moza in der 43. Minute mit seinem zweiten Treffer auf 2:1; mit diesem Zwischenstand ging es in die Kabinen. Nach Wiederbeginn setzten die Gäste das Signal für die Vorentscheidung: Daniel Koller traf in der 59. Minute zum 3:1. Die Hausherren verkürzten durch Florian Hönigsberger in der 73. Minute auf 3:2. In einer Phase, in der Ortmann/Oed-Waldegg für Momente mehr Ballbesitz hatte, zeigten die Gäste Reife und nutzten späte Räume – Delon Zizak entschied die Partie mit einem Doppelpack in der 81. und 84. Minute zum 5:2-Endstand. Die Mischung aus hoher Intensität, Präsenz in den Zweikämpfen und Effizienz vor dem Tor prägte die entscheidenden Momente.
Im körperlichen Bereich ortete Bergmann leichte Vorteile für seine Mannschaft, ohne die Wucht des Gegners kleinzureden: „Wir haben ein bisschen mehr Zweikämpfe gewonnen, aber der Gegner war sehr intensiv und bissig von vorn. Für unsere Verteidigung war es schwer, die Gegenspieler immer wieder abzuschirmen.“ Einzelne Akteure wollte er nicht herausheben – der Auftritt trug klar die Handschrift des Kollektivs. Für die kommenden Wochen sieht Bergmann eine wertvolle Basis, die über das Ergebnis hinausreicht: „Wir nehmen vor allem das Zweikampfverhalten, das Nicht-Aufgeben und die Konzentration bis zum Schluss mit.“ Genau diese Mischung – Kompaktheit, Gier in den Duellen und Geduld in Druckphasen – gab seiner Mannschaft an diesem Tag Sicherheit. Zudem hob er das Chancenplus und die Konstanz im Pressing als Garanten für Kontrolle hervor. Dass der Gegner über Standards stets gefährlich blieb, ordnete er als nützliche Erinnerung ein, auch bei Führungen die Balance zwischen Aggressivität und Absicherung zu halten. So stand am Ende nicht nur ein klarer 5:2-Auswärtssieg, sondern vor allem das Gefühl, die eigenen Prinzipien über weite Strecken verlässlich auf den Platz gebracht zu haben.