Zwischen SV Winzendorf und ATSV Wöllersdorf-Steinabrückl entwickelte sich in der 2. Klasse Steinfeld ein intensives Duell, das den Heimtrainer auch nach Abpfiff noch bewegte. Mario Modad spricht von harter Abwehrarbeit, einem unglücklichen Rückschlag und großem Kampfgeist bis zum Schluss. Seine Aussagen zeichnen das Bild eines Teams, das aufgrund einiger Ausfälle rotierte, defensiv kompakt stand und sich dank eines überragenden Keepers sowie später Momente ein wichtiges Remis erarbeitete.

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Winzendorf stand zunächst tief unter Beschuss. „Vor allem in der ersten Halbzeit hatte Wöllersdorf einige Chancen, die wir aufgrund der hervorragenden Arbeit unseres Tormanns gut verteidigt haben. Deshalb war das Unentschieden zur Pause eher glücklich.“ Besonders heikel wurden die Szenen, in denen der Gegner frei vor dem Tor auftauchte: „In diesen Eins-gegen-eins-Situationen hat unser Simon Haas wirklich überragend gehalten.“ Die Konsequenz: Trotz anhaltenden Drucks blieb es zur Halbzeit beim 0:0 – eine Zwischenbilanz, die der Reaktionsschnelligkeit und Nervenstärke des Schlussmanns geschuldet war.
Nach Wiederanpfiff kippte das Momentum zunächst gegen Winzendorf. In der 55. Minute stellte Matthias Weber für den Gast auf 0:1. Winzendorf blieb beharrlich, legte zu und belohnte sich spät: In der 87. Minute traf Lennart Schügerl zum 1:1. „In der zweiten Halbzeit haben wir uns durch sehr viel Einsatz und Leistungsbereitschaft nach einem unglücklichen Gegentor zurückgekämpft und uns den Punkt verdient. Chancen hatte Wöllersdorf mehr“, fasste Modad zusammen. Der Zähler gewinnt dadurch zusätzlich an Wert.
Auch die Rahmenbedingungen prägten den Abend. „Wir hatten leider einige Ausfälle. Dadurch mussten wir in der Stammelf rotieren, und die gesamte Mannschaft hat sich von Anfang bis Schluss hervorragend an unseren Matchplan gehalten und alles am Platz gelassen. Darauf bin ich sehr stolz“, betonte Modad. Zum Gegner meinte er: „Überrascht hat mich nichts. Wir wussten, dass Wöllersdorf mit viel individueller Qualität kommt, und haben uns darauf eingestellt.“ Die Personallage bleibt angespannt: Raphael Politschnig hat sich schwer verletzt und fällt bis zum Sommer aus; zugleich setzt Winzendorf auf junge Kräfte, um die Lücken zu schließen – mit spürbar positivem Grundton. Über allem stand jedoch die Einzelleistung zwischen den Pfosten. Modad legte sich fest: „Der Mann des Spiels ist ganz klar unser Torwart.“ Dieser Tenor bündelt die Dramaturgie des Spiels: früher Druck, starke Eins-gegen-eins-Paraden und der späte Ausgleich, der den kollektiven Einsatz krönte.