Im Schlagerspiel der 2. Klasse Steinfeld traf der SC Lanzenkirchen auf Tabellenführer USC Wampersdorf – am Ende stand ein klares 0:3. Die Gäste führten bereits zur Pause und legten in der Schlussphase doppelt nach, weil sie ihren Plan über 90 Minuten konsequent durchzogen. Obmann Thomas Rittenbacher sprach von einem echten Spitzenspiel: „Tabellenführer gegen die Mannschaft der Stunde.“ Sein Fazit fiel eindeutig aus: „Wir waren taktisch wahnsinnig diszipliniert, sehr konzentriert und haben im richtigen Moment die Tore gemacht.“
Wampersdorf erwischte den besseren Start, blieb ruhig am Ball und ließ kaum etwas zu. Thomas Rittenbacher erklärte den frühen Zugriff so: „Wir waren von Haus aus sehr gut eingestellt und sehr konzentriert.“ Das 1:0 fiel nach 36 Minuten aus einer Standardsituation – und genau dort stand der Torjäger, wo er stehen muss. „Beim 1:0, aus einem Standard, stand Lukas Erben goldrichtig“, sagte der Obmann. Mit dem 0:1 ging es in die Kabinen, Wampersdorf hatte das Spiel weitgehend im Griff, ohne ins Risiko zu gehen. Nach der Pause blieben die Gäste geduldig, warteten auf die Lücke – und schlugen spät eiskalt zu. Das 2:0 durch Michael Högerl (79.) war „wunderschön herausgespielt nach Ballgewinn von Michael Högerl, im Top-Zusammenspiel mit Uysal, der den Stanglpass spielte“. Den Schlusspunkt setzte Dominik Erben in Minute 85: „Ein wirkliches Traumtor – mit einem schönen Volley unter die Latte.“
Aus Sicht von Rittenbacher war der Schlüssel, dass Wampersdorf vom ersten Moment an den Matchplan lebte. „Wir haben Lanzenkirchen von der ersten Minute an kaum Luft zur Entfaltung gegeben, ihre schnellen und starken Spieler sehr gut im Griff gehabt und nach Ballgewinnen unser Kombinationsspiel aufziehen können“, sagte er. Die Balance zwischen Kompaktheit und Umschalten passte durchgehend: „Das war von der ersten bis zur neunzigsten Minute eine sehr konzentrierte, gute Mannschaftsleistung – von allen Akteuren am Platz und auch von den Einwechselspielern.“ Gerade die Tiefe im Kader hob er hervor: „Durch die Einwechselspieler haben wir null Qualität verloren, wir konnten sogar noch zulegen.“ Den Unterschied an diesem Abend fasste er zusammen: „Einerseits die Kaderbreite, andererseits der unbedingte Wille – und dass wir nicht vom Plan abgegangen sind, kein Harakiri, sondern konsequent unser Spiel.“
Bei allem Jubel über das 0:3 blieb der Respekt für den Gegner groß. „Lanzenkirchen war, wie erwartet, eine sehr spielstarke Mannschaft. Man hat gesehen, dass sie die letzten Wochen einen sehr guten Lauf hatten und das spielerisch lösen wollten“, erklärte Rittenbacher. Sein Team habe das aber „sehr gut unterbinden“ können. Wichtig war ihm auch die Art, wie dieses Spitzenspiel geführt wurde: „Es war eine sehr, sehr faire Partie von beiden Seiten.“ Ein Sonderlob ging an den Unparteiischen: „Er hat von der ersten Minute an eine gute Linie vorgegeben, sie bis zum Schluss durchgezogen und sich nicht in den Vordergrund gestellt.“ Mit dem Auswärtssieg unterstreicht Wampersdorf seine Rolle an der Tabellenspitze. Der Plan ist klar: an der Disziplin festhalten, die Breite nutzen – und in den kommenden Wochen genauso konsequent auftreten.