In der 2. Klasse Steinfeld holte die SVg. Pottendorf gegen den ATSV Wöllersdorf-Steinabrückl einen wichtigen 2:1-Heimerfolg. Pottendorf führte durch Nail Hakkan, kurz vor der Pause glich Naziru Ahamadu aus, ehe Mateo Blazevic nach dem Seitenwechsel zum Sieg traf. Trainer Ivan Brandic sprach von einem fairen, schnellen Spiel und lobte vor allem seine Mannschaft: "Mit dieser Einstellung sind wir sehr schwer zu schlagen."

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Beide Teams mussten Ausfälle verkraften, bei Pottendorf sprangen unmittelbar vor dem Anpfiff noch zwei Spieler ab. Trotzdem legten die Hausherren einen konzentrierten Auftritt hin. "Es war ein gutes, faires Spiel, temporeich. Wir haben unsere taktischen Vorgaben gut erfüllt und den Gegner über 90 Minuten eigentlich nicht ins Spiel kommen lassen", sagte Ivan Brandic. Früh zahlte sich die Arbeit an den ruhenden Bällen aus: In Minute 22 segelte ein Freistoß an die zweite Stange, der Ball wurde zurückgelegt und Nail Hakkan köpfte zum 1:0 ein. Wöllersdorf blieb jedoch dran und traf kurz vor dem Pausenpfiff durch Naziru Ahamadu (43.) zum 1:1. Mit diesem Spielstand ging es in einer intensiven, aber fair geführten Partie in die Kabinen, in der Pottendorf sichtbar mehr vom Spiel hatte.
Nach Wiederbeginn blieb Pottendorf das aktivere Team. Der Matchplan stand auf hohem Anlaufen und engem Verteidigen der Räume. "Wir haben hoch gepresst und Wöllersdorf keinen Platz zum Spielen gegeben. Sie mussten oft lange Bälle schlagen und da hatten wir die Lufthoheit. So kamen wir schnell zu Ballgewinnen", erklärte Brandic. In der 58. Minute folgte der Moment, der das Spiel entschied: Der Heim-Keeper brachte den Ball nach Ballgewinn schnell über rechts ins Spiel, Nail Hakkan setzte sich außen energisch durch und steckte perfekt in die Tiefe auf Mateo Blazevic. Der Stürmer blieb eiskalt und hob den Ball über den Torhüter zum 2:1 – ein sauber vorgetragener Konter, den Brandic unter der Woche genau so eingefordert hatte. "Wir wussten, dass Wöllersdorf bei Standards Probleme hat, aber auch Umschalten war ein Thema. Beides hat heute gegriffen."
Den Ausschlag gab für den Pottendorfer Trainer nicht eine einzelne Szene, sondern das Gesamtpaket. "Es war die geschlossene Mannschaftsleistung – elf plus vier Ersatzspieler, die reingekommen sind, alle haben das Herz am Feld gelassen", betonte Brandic. Zugleich fand er respektvolle Worte für den Gegner: "Wöllersdorf hat über neunzig Minuten gebissen und sich nicht aufgegeben, der Trainer hat sich gut auf uns eingestellt. Aber mit unserem Auftreten zu Hause gab es diesmal nichts zu holen." Zum Unparteiischen äußerte er sich ausgewogen: "Der Schiedsrichter war bemüht, es war insgesamt sehr fair. Ein paar Abseitsentscheidungen gegen uns hätten aus unserer Sicht nicht sein müssen – und am Ende hätten sie nach einem Pressschlag vielleicht auch Elfmeter bekommen können. Da hatten wir Glück." Nach schwierigen letzten vier Spielen sei der Heimsieg doppelt wichtig gewesen. Pottendorf steht laut aktueller Tabelle bei 28 Punkten auf Rang sieben, Wöllersdorf im Spitzenfeld. Der Blick geht nach vorn: "Wir haben jetzt eine Woche Pause, lecken unsere Wunden und wollen dann die letzten fünf Spiele alle gewinnen."