In der 2. Klasse Steinfeld setzte sich der ATSV Wöllersdorf-Steinabrückl am Freitag in Runde 21 mit 4:1 gegen ASK Ebreichsdorf II durch. Der Heimsieg trug klar die Handschrift des Matchplans: hohes Anlaufen, konsequente Tiefe und viel Arbeit gegen den Ball. Trainer Thomas Schönleitner sprach von einem verdienten Abend und hob die geschlossene Leistung hervor – ein Auftritt, der früh die Richtung vorgab und bis zum Schluss stabil blieb. Auf dem nassen Geläuf entwickelte sich zudem eine intensive, aber äußerst faire Partie.

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay
Wöllersdorf kam mit Schwung und Überzeugung raus. „Wir waren von Anfang an tonangebend, haben unseren Matchplan durchgezogen“, erklärte Thomas Schönleitner. Die ersten Minuten gehörten allerdings den schnellen Umschaltmomenten der Gäste: „In den ersten 15 Minuten hat Ebreichsdorf versucht, schnell in die Tiefe zu kommen. Wir haben ein paar Momente gebraucht, aber dann waren wir drinnen.“ Danach hatte der ATSV mehr vom Spiel, ließ hinten wenig zu und setzte vorne gezielte Nadelstiche. In Minute 25 stellte Matthias Weber auf 1:0, kurz vor der Pause erhöhte Adam Mihalík in der 44. Minute auf 2:0. Der Trainer ordnete den zweiten Treffer so ein: „Das war nach einem Standard der gewonnene zweite Ball.“ Mit der 2:0-Führung zur Halbzeit war die Richtung klar, der Hausherr kontrollierte das Geschehen und blieb geduldig am Drücker.
Die Geschichte der zweiten Hälfte war die konsequente Fortsetzung dessen, was Wöllersdorf angekündigt hatte. „Die Pressinglinie, wie wir anlaufen wollten – das war der Schlüssel. Wir wollten die letzte Linie attackieren und die Tiefe bespielen“, fasste Schönleitner zusammen. Genau das setzte sein Team um: Räume über die Flügel öffnen, schnell nachschieben und Ebreichsdorf immer wieder zu Entscheidungen zwingen. „Hoch anlaufen, immer wieder für Stress sorgen, die Mitte gut kontrollieren und sofort die Tiefe suchen“, so die Vorgabe, die spürbar griff. Adam Mihalík legte in der 63. Minute das 3:0 nach, Matthias Weber stellte in Minute 76 auf 4:0. Der Coach betonte: „Die Tore waren schön rausgespielt, genauso wollten wir das haben.“ Auch wenn die Gäste nie aufgaben, blieb Wöllersdorf das aktivere Team und nutzte die eigenen Momente eiskalt – ein Erfolg, der in dieser Höhe laut Schönleitner „absolut verdient“ war.
Besonders wichtig war dem Trainer, dass der Sieg auf vielen Schultern lag. „Ich bin stolz auf die geschlossene mannschaftliche Leistung. Auch die Jüngeren auf entscheidenden Positionen haben das gut gemacht“, sagte Schönleitner. „Dieser Faktor Mannschaft ist das Allerwichtigste. Wenn du das Herz am Platz hast und die richtigen Momente nutzt, kannst du Spiele gewinnen.“ Zum Gegner hatte er klare Bilder: „Ich wusste, wie Ebreichsdorf spielen möchte – gern die Tiefe attackieren und über den dritten Mann. Das haben wir in vielen Momenten gut verteidigt.“ Seine Elf blieb präsent in den Zweikämpfen, gewann die wichtigen zweiten Bälle und hielt das Zentrum dicht. Den Schlusspunkt setzten die Gäste erst in der Nachspielzeit: Lawin Hasan verkürzte in Minute 90+2 auf 4:1. An der souveränen Gesamtleistung änderte das nichts. Auf dem nassen Platz blieb es trotz hoher Intensität sehr fair – „Es gab eine gelbe Karte wegen eines taktischen Fouls, der Schiedsrichter hat das gut gemacht.“ Wöllersdorf steht in der Liga oben mit dabei und will den eingeschlagenen Weg in den kommenden Runden fortsetzen.