Deutliche Worte nach einem klaren Ergebnis: In der 21. Runde der 2. Klasse Steinfeld unterlag der SC Theresienfeld dem SC Lichtenwörth mit 2:6. Die Heimelf legte zwar früh vor, doch noch vor der Pause drehte Lichtenwörth das Spiel und legte nach dem Seitenwechsel eiskalt nach. Obmann Semir Ramic sprach von einem rabenschwarzen Tag und machte fehlenden Biss aus: "Uns hat heute der Siegeswille gefehlt."

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Theresienfeld erwischte den besseren Start und ging in Minute 13 durch Semih Kaya mit 1:0 in Führung. Die Anfangsphase passte ins Bild, das Semir Ramic zeichnete: "Es hat mit dem schnellen 1:0 und guten Ballbesitzphasen begonnen." Doch Lichtenwörth antwortete prompt. Erwin Hujdurovic stellte in der 19. Minute auf 1:1, kurz darauf drehte Marcel Hödl das Spiel auf 1:2 (29.). Als Michael Bayer zehn Minuten später auf 1:3 erhöhte (40.), schien der Gast auf Kurs. Kurz vor dem Pausenpfiff meldete sich Theresienfeld mit dem 2:3 von Sinan Kaya zurück (43.) und hielt sich damit im Spiel. Trotzdem klang bei Ramic bereits Ernüchterung mit: "Nach Ausgleich und Führung für Lichtenwörth haben wir das Spiel abgegeben und waren danach kaum mehr vorhanden." Zur Halbzeit lag die Heimelf 2:3 zurück – ein Ergebnis, das den Verlauf der ersten 45 Minuten gut einfing.
Lichtenwörth kam aus der Kabine mit klarer Marschroute und nutzte die Räume, die sich boten. In der 61. Minute schnürte Marcel Hödl seinen Doppelpack zum 2:4, sieben Minuten später legte Andreas Stingl das 2:5 nach (68.). Spätestens mit Hödls drittem Treffer zum 2:6 in der 76. Minute war die Partie entschieden. Ramic beschrieb genau diese Phase als Knackpunkt: "Die schnellen Kontertore in der zweiten Halbzeit haben wir bekommen, danach war die Motivation nicht mehr so hoch, das Spiel zu drehen." Seine Analyse fiel schonungslos aus: "Lichtenwörth hat die Kontersituationen effektiv genutzt. Wir hatten kein Gegenmittel und keine Lösungen nach vorne." Aus den ordentlichen Momenten zu Beginn war nichts mehr übrig; Theresienfeld lief hinterher, Lichtenwörth blieb ruhig und setzte die Nadelstiche im richtigen Moment.
Nach dem Schlusspfiff blieb Semir Ramic konsequent selbstkritisch, ohne dem Gegner etwas wegzunehmen. "Der Gegner war sehr effektiv in den Kontersituationen, ist sehr tief gestanden und hat das trocken runtergespielt", sagte der Obmann und gratulierte damit indirekt zu einem starken Auswärtsauftritt. Herausragend aus Gästesicht: der Dreierpack von Marcel Hödl, flankiert von den Treffern von Erwin Hujdurovic, Michael Bayer und Andreas Stingl. Positives? "Nein, heute kann man nichts Positives aus dem Spiel mitnehmen." Auch zum Unparteiischen fand Ramic klare Worte: "Der Schiedsrichter hatte das Spiel sehr gut unter Kontrolle und hat kaum etwas falsch eingeschätzt." In der Tabelle bewegt sich Theresienfeld laut letzter Aktualisierung mit 29 Punkten im Vorderfeld, Lichtenwörth hält bei 23. Jetzt heißt es aufarbeiten, Köpfe heben und im nächsten Spiel wieder Biss zeigen.