Zum Abschluss eines heißen Fußballabends in der 2. Klasse Steinfeld feierte der SV Admira Wr. Neustadt beim SC Lichtenwörth einen torreichen 6:3-Auswärtssieg. Nach einem offenen Schlagabtausch und einem 2:3 zur Pause legte die Admira nach dem Seitenwechsel rasch nach und brachte die Partie mit viel Wucht und mannschaftlicher Geschlossenheit nach Hause. Trainer Petar Rankic sprach von schweren Bedingungen und einem reifen Auftritt seiner Burschen. „Nach dem 4:2 ist der Gegner komplett niedergegangen“, ordnete er den Schlüsselmoment nüchtern ein – und fand zugleich warme Worte für sein Team.

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Die Partie nahm sofort Fahrt auf. Lichtenwörth erwischte den besseren Start und ging schon in Minute 4 durch Erwin Hujdurovic mit 1:0 in Führung. Die Admira ließ sich davon nicht schrecken, glich in der 12. Minute per Thomas Langer aus, ehe Lichtenwörth nur zwei Minuten später durch Marvin Tschirk das 2:1 nachlegte. Wieder fand die Admira eine Antwort: Langer stellte in der 27. Minute auf 2:2, noch vor der Pause drehte Roman Pieler das Spiel mit dem 2:3 (40.). Rankic beschrieb die Phase so: „Für beide Mannschaften war es sehr schwer, es war sehr heiß. Wir hatten schon früh eine gute Chance, haben sie nicht gemacht, sind zweimal in Rückstand geraten – und haben trotzdem weiter Fußball gespielt.“ Das 2:3 zur Halbzeit gab seinen Jungs spürbar Sicherheit für das, was danach kam.
Aus der Kabine kam die Admira mit klaren Aktionen und mehr Ballbesitz. Pieler erhöhte in der 51. Minute auf 2:4, damit war die Richtung endgültig vorgegeben. „Ich hatte schon um die 30. Minute das Gefühl, dass es kippt. Nach dem 2:2 ist es in unsere Richtung gegangen – und nach dem 4:2 ist der Gegner komplett niedergegangen“, erklärte Rankic. Seine Offensive blieb am Drücker: Matija Boskovic traf zum 2:5 (78.), Mehmet Tunc legte das 2:6 nach (88.). Lichtenwörths Michael Bayer betrieb in der Nachspielzeit mit dem 3:6 Ergebniskosmetik (90.). Trotz sechs eigener Treffer wollte Rankic die Chancenverwertung nicht überhöhen: „Alle sechs Tore waren schön, sauber herausgespielt. Wir hatten insgesamt sogar noch drei, vier hundertprozentige, die wir nicht genutzt haben.“ Der Tenor: kontrollierter Auftritt, geduldige Antworten auf Rückstände und dann eiskalt, als die Räume größer wurden.
Den Schlüssel zum Erfolg sah Rankic weniger in Einzelaktionen als im Miteinander. „Heute hat wieder ein Team gespielt. Auch nach dem 0:1 oder 1:2 haben wir einfach weiter Fußball gespielt. Jeder ist für den anderen gelaufen, jeder hat den anderen motiviert“, sagte der Coach. Zum Gegner fand er respektvolle Worte, aber auch eine klare Einordnung: „Vorne haben sie zwei sehr starke Spieler, ich glaube die 17 und die 9. Im Mittelfeld arbeiten ein paar Junge gut mit. Hinten sind sie etwas langsam, insgesamt eine durchschnittliche Mannschaft in der Zweiten.“ Ein Extra-Lob bekam der Unparteiische: „Der Schiedsrichter hat sehr gut gepfiffen und war trotz der Hitze auf jedem Meter dabei.“ Besonders emotional wurde es nach dem Schlusspfiff: Rankic sprach davon, dass ein Spieler sein letztes Match absolviert habe. „Er war für uns ein super Mittelfeldspieler. Wir müssen jetzt einen richtigen Sechser finden, um ihn zu ersetzen. Meine Burschen haben heute auch für ihn gespielt – und ich bin froh über diesen positiven Abschluss.“