In der 2. Klasse Steinfeld hat der ATSV Wöllersdorf-Steinabrückl bei der SG Ortmann/Oed-Waldegg II mit 5:1 gewonnen. Nach einer druckvollen Startphase der Gastgeber legten die Gäste vor der Pause viermal nach und fixierten damit Platz drei. Trainer Thomas Schönleitner sprach von „dreißig bis vierzig richtig guten Minuten“ und einem verdienten Sieg. Musa Camara traf doppelt, Michal Ulrich, Emilian Popovic und Marko Lukic legten nach, Jonas Bauer verkürzte spät für die Hausherren.

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Wöllersdorf brauchte ein paar Minuten, um in die Gänge zu kommen. „Wir hatten die ersten fünfzehn Minuten keinen Zugriff“, erklärte Thomas Schönleitner. Die Gastgeber liefen hoch an, setzten frühe Akzente – „Oed ist hoch angelaufen, hat gut gepresst“ –, doch der erste Stich saß auf der anderen Seite: Musa Camara brach in Minute 23 den Bann. Damit hatten die Gäste die Partie im Griff und blieben eiskalt. Michal Ulrich erhöhte in der 32. Minute auf 0:2, nur drei Minuten später legte Emilian Popovic das 0:3 nach. „Das 3:0 war sensationell rausgespielt – über einen tiefen Pass in der Mitte, vorher super durchkombiniert“, lobte der Coach die Entstehung. Noch vor der Pause schlug Camara erneut zu (43.) – 0:4 und ein deutliches Halbzeitpolster. „In Summe waren die Tore alle schön rausgespielt“, sagte Schönleitner und sprach von einem „definitiv verdienten Sieg“ aufgrund der klaren Chancen.
Nach dem Seitenwechsel nahm die Partie sichtbar Tempo heraus. „Aufgrund der Hitze waren auf beiden Seiten sehr, sehr wenige Chancen“, schilderte der Coach. Die Spielgemeinschaft versuchte zwar, zurückzukommen, „aber da haben wir wenig zugelassen“. Wöllersdorf stand kompakt, verpasste im Umschalten jedoch die letzte Schärfe: „Im Umschaltspiel waren wir nicht so gefährlich, weil wir es einfach nicht gut fertig gespielt haben.“ In der Schlussphase durfte der Gastgeber noch einmal jubeln – Jonas Bauer stellte in Minute 85 auf 1:4. Den Deckel machte in der Nachspielzeit Marko Lukic drauf (90+2) und besiegelte das 1:5. Auch zum Schiedsrichterteam fand Schönleitner ruhige Worte: „Der Schiedsrichter hat sein Bestes gemacht. Es war eine intensive, aber faire Partie.“
Im Rückblick hob Schönleitner vor allem die mannschaftliche Geschlossenheit hervor: „Die größte Stärke war die Qualität der Mannschaft und das Kollektiv.“ Sein Team habe „dreißig bis vierzig richtig gute Minuten“ gehabt, den Rest sauber verteidigt – und das große Ziel erreicht: „Wir wollten uns tabellarisch unter die Top drei verbessern. Das ist uns Gott sei Dank gelungen.“ Kritik sparte er sich für einen anderen Tag: „Ich will heute nicht über Verbesserungspotenzial sprechen, sondern die Mannschaft loben. Die Burschen haben in dieser Saison immer das Herz am Platz gelassen.“ Zum Saisonende sagt der Trainer Danke: „Ich möchte mich bei David Zeis bedanken, unserem sportlichen Leiter – wir haben super zusammengearbeitet. Danke auch an die komplette U23 und die KM, die immer alles getan haben.“ Persönlich schlägt er ein neues Kapitel auf: „Ich gehe mit meinen Co-Trainern nach Wiener Neustadt zu KM II in die Gebietsliga – Fortuna Wiener Neustadt SC KM II.“ Für Wöllersdorf hat er nur beste Wünsche: „Ich hoffe, dass die Jungs nächstes Jahr wieder richtig Gas geben.“