In der 2. Klasse Steinfeld hat sich SVg. Pottendorf mit einem 5:2-Auswärtssieg bei SC Lanzenkirchen den zweiten Platz gesichert. Trainer Ivan Brandic sprach nach dem Schlusspfiff von einem „Pflichtsieg“ und führte den Erfolg vor allem auf den größeren Willen zurück. Gegen ein formstarkes Heimteam lag Pottendorf zur Pause 2:0 vorne, musste den Ausgleich hinnehmen und zog die Partie am Ende doch noch klar auf seine Seite.

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Dass Pottendorf in Lanzenkirchen nichts dem Zufall überlassen wollte, machte Ivan Brandic gleich deutlich. „Das Spiel war ein Pflichtsieg für uns. Wir wollten unbedingt Vizemeister werden“, sagte der Trainer nach dem Schlusspfiff. Gleichzeitig betonte er, wie hoch er den Gegner einschätzte. Lanzenkirchen sei „die stärkste Mannschaft der Rückrunde“ gewesen, mit vielen Toren und wenigen Gegentreffern. Umso entschlossener trat Pottendorf auf. Brandic sah seine Mannschaft von Beginn an aggressiv in den Zweikämpfen, hoch im Pressing und immer wieder in guten Abschlusspositionen. Belohnt wurde das in der 35. Minute, als Mateo Blazevic nach Ballgewinn von Nail Hakkan und einer Flanke von rechts das 0:1 erzielte. Nur vier Minuten später legte Pottendorf nach. Über die linke Seite bereitete Ilir Zimberi die Aktion vor, am Ende sprang nach der Hereingabe von Blazevic ein Eigentor von Ahmed Coskun zum 0:2 heraus.
Mit der Pause war die Partie aber noch lange nicht entschieden. Brandic hatte zwar das Gefühl, dass „der Anfang der Halbzeiten und das Ende der Halbzeiten“ seiner Mannschaft gehörten, dazwischen aber kam Lanzenkirchen immer wieder auf. Genau das zeigte sich nach dem Seitenwechsel. In der 52. Minute verkürzte Aleksandar Stojiljkovic auf 1:2, zehn Minuten später stellte Leo Wolf auf 2:2. Gerade diese Phase ärgerte den Trainer, weil er darin einen Konzentrationsverlust erkannte. „Mitte der zweiten Halbzeit waren wir nicht konzentriert genug“, sagte er offen, dazu sei die große Hitze mit mehr als 30 Grad gekommen. Das Tempo über 90 Minuten hochzuhalten, sei schwer gewesen. Trotzdem verlor Pottendorf laut Brandic nicht den Kopf. Nach einer Systemumstellung und einigen Wechseln „haben wir dann wieder das Zepter übernommen“.
Die Schlussphase gehörte dann wieder klar den Gästen. In der 81. Minute brachte sich Pottendorf erneut in Front. Mateo Blazevic schlug diesmal die Flanke von links, Ivan Brandic kam zum Flugkopfball und traf zum 2:3. Das 2:4 in der 87. Minute war für den Trainer ein weiterer Beleg dafür, wie gut seine Mannschaft an diesem Tag kombiniert hatte. Ilir Zimberi tankte sich durch, Brandic ließ klatschen und Toni Saric schloss mit links ins lange Eck ab. In der Nachspielzeit setzte Pottendorf noch einen drauf. Nach Zuspielen über Mirko Parlov und Brandic sorgte Baris Bozkurt für das 2:5. Brandic sprach vom „krönenden Abschluss“ eines starken Auftritts. Dazu passte, dass mit Markus Lechner, Baris Bozkurt und Jan Stenzel noch drei Spieler in den letzten Minuten auf den Platz kamen.
Für Brandic lag der Unterschied zwischen den beiden Mannschaften am Ende vor allem in der Haltung seiner Elf. „Der Wille. Das hat man gespürt am Spielfeld“, sagte er, und er legte nach: „Wir wollten es einfach mehr.“ Pottendorf habe die Trainingswoche genutzt, um sich gezielt auf Lanzenkirchen vorzubereiten, und vieles davon sei dann auch aufgegangen. Besonders hob er das Kombinationsspiel und die Umsetzung der Vorgaben hervor. „Wir waren fokussiert, ambitioniert, leidenschaftlich und haben alles rausgehauen“, sagte der Trainer. Gleichzeitig verteilte er reichlich Lob an den Gegner. Lanzenkirchen sei „eine Mannschaft, die wirklich gut Fußball spielen kann“, mit starken Außenspielern, einem gefährlichen Angriff um Aleksandar Stojiljkovic und viel Qualität insgesamt. Auch der Schiedsrichter bekam Bestnoten. Brandic sprach von einem ruhigen Unparteiischen, der „alles im Griff hatte“ und ein faires Spiel auf beiden Seiten bestens leitete. So stand am Ende für Pottendorf nicht nur ein 5:2, sondern auch der erhoffte zweite Platz und ein versöhnlicher Schlusspunkt unter einer starken Rückrunde.