In der 2. Klasse Steinfeld blickt ASK Ebreichsdorf II mit gemischten Gefühlen auf die abgelaufene Rückrunde zurück. Trainer Alexander Bergmann spricht offen über Verletzungen, schwankende Leistungen und eine junge Mannschaft, die in engen Phasen noch lernen musste. Trotz personeller Veränderungen im Sommer bleibt sein Grundton ruhig, denn im Umfeld und in der Kabine, so betont der Coach, passt die Stimmung weiterhin.

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Dass Bergmann die letzten Monate nicht beschönigt, wurde im Gespräch schnell deutlich. "Rückblickend haben wir eine sehr unkonstante Rückrunde gehabt, die aber durch Verletzungen und andere Situationen erklärbar war", sagte der Trainer. Dieser Satz beschreibt die Linie der Mannschaft ziemlich treffend. Ebreichsdorf II war im Saisonverlauf nicht durchgehend auf demselben Level unterwegs, obwohl der Start mit Spitzenplätzen in den ersten Runden noch vielversprechend aussah. Später ging es in der Tabelle schrittweise nach hinten, und auch die jüngste Phase unterstreicht das Bild. Gegen SV Zillingdorf, ATSV Wöllersdorf, SVg. Pottendorf und Admira Wr. N. gab es Niederlagen, ehe mit dem 3:2 gegen SC Lichtenwörth wieder ein Erfolg gelang.
Für Bergmann liegt ein wichtiger Punkt nicht nur in nackten Ergebnissen, sondern in der Entwicklung seiner Mannschaft. "Manchmal war auch Pech dabei, und die Jungen haben lernen müssen, Spiele ruhig fertig zu spielen und genauer zu werden", erklärte er. Gerade dieser Hinweis sagt viel über den Weg von Ebreichsdorf II aus. Der Trainer redet nicht von einem grundlegenden Problem, sondern von typischen Schritten, die eine junge Mannschaft gehen muss. Spiele sauber zu Ende zu spielen, in entscheidenden Momenten ruhiger zu bleiben und vor dem Tor oder in den Aktionen genauer zu sein, sind im Unterhaus oft jene Details, die über Punkte entscheiden. Bergmann macht damit klar, dass seine Mannschaft nicht nur an äußeren Umständen zu tragen hatte, sondern auch an Dingen arbeiten muss, die mit Reife und Konstanz zu tun haben.
Bei aller Kritik an der sportlichen Unbeständigkeit stellt Bergmann eines klar: "Die Stimmung ist sehr gut." Das ist für die nächsten Wochen ein wichtiger Punkt, weil personell Bewegung in den Kader kommt. Mit Martin Koller und Daniel Koller stehen laut Trainer "die beiden Koller-Brüder" als fixe Abgänge fest, dazu verlässt auch der Tormann die Mannschaft. Bergmann wollte hier noch nicht mehr vorwegnehmen und formulierte bewusst vorsichtig: "Alles andere muss man noch genau schauen." Immerhin kann er bei der aktuellen Personalsituation Entwarnung geben. "Momentan sind alle Spieler fit und gesund", sagte der Coach. Auch im unmittelbaren Umfeld des Vereins bleibt alles beim Alten, denn strukturelle oder personelle Veränderungen abseits des Kaders gibt es laut Bergmann nicht. Das sorgt dafür, dass die Mannschaft trotz der Abgänge auf einer stabilen Basis weiterarbeiten kann.
Interessant war auch Bergmanns Einschätzung zur Konkurrenz. Auf die Frage, welche Mannschaft ihn in dieser Saison am meisten beeindruckt hat, nannte er ohne Zögern Wampersdorf. "Wampersdorf hat mich durch die kompakte Mannschaftsleistung und die spielerische Klasse beeindruckt", sagte der Trainer. Und er legte gleich nach: "Für mich ist Wampersdorf der verdiente Meister." Auch diese Aussage passt zur nüchternen Art, mit der Bergmann seine eigene Mannschaft einordnet. Er hebt keinen Einzelspieler heraus, er sucht keine Ausreden und verteilt auch keine großen Schlagzeilen. Stattdessen bleibt als Kern seiner Bilanz hängen, dass Ebreichsdorf II an mehr Konstanz arbeiten muss, ohne dass dabei die gute Stimmung verloren geht. Genau dort wird in den kommenden Wochen der Hebel anzusetzen sein.