In der 2. Klasse Steinfeld hat SV Admira Wr. Neustadt am Freitagabend gegen SC Theresienfeld klar mit 5:0 gewonnen. Der deutliche Heimsieg stand aus Sicht von Trainer Lukas Grandl vor allem auf einem starken Beginn. Seine Mannschaft machte früh Druck, ging rasch 2:0 in Führung und schuf sich damit eine Grundlage, von der aus sie die Partie über weite Strecken auf ihre Seite ziehen konnte.

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Grandl hatte nach dem Schlusspfiff schnell erklärt, warum seine Mannschaft an diesem Abend so klar als Sieger vom Platz ging. „Wir sind relativ gut ins Spiel gekommen, haben gleich am Anfang sehr viel Druck entwickelt und viel Ballbesitz gehabt“, sagte der Trainer. Genau dieser Einstieg spiegelte sich auch im Spielstand wider. Nikola Frljuzec traf bereits in der 7. Minute zum 1:0 und legte in der 15. Minute gleich das 2:0 nach. Damit war jene Sicherheit da, die Grandl auf dem Feld gespürt hatte. Bis etwa zur 30. Minute, so seine Einschätzung, hatte die Admira das Spiel im Griff. Erst danach wurde die Partie etwas unruhiger. Grandl sprach von einer „ein bisschen fahrigen“ Phase, in der der klare Rhythmus aus den ersten Minuten nicht mehr ganz gehalten werden konnte. Am 2:0 zur Pause änderte das aber nichts.
Ganz so einseitig wie in der Anfangsphase ging es nach dem Seitenwechsel nicht weiter. Grandl sah Theresienfeld in den ersten Minuten der zweiten Hälfte deutlich aktiver. „Nach der Pause waren sie in der ersten Viertelstunde wirklich am Drücker“. Zwar blieb es nach seiner Einschätzung bei ein, zwei Halbchancen, dennoch war das Spiel noch nicht endgültig erledigt. Grandl ordnete das sehr offen ein: „Wenn wir da das 2:1 kriegen, glaube ich schon, dass es noch spannend geworden wäre.“ Den Moment, in dem diese Unsicherheit verschwand, lieferte wieder Frljuzec. Mit seinem dritten Treffer des Abends stellte er in der 56. Minute auf 3:0. „Mit dem 3:0 war eigentlich der Deckel drauf“, sagte der Admira-Coach. Als dann Berke Berberoglu in der 66. Minute die Rote Karte sah, war die Richtung endgültig vorgegeben. Mehmet Tunc erhöhte in der 75. Minute auf 4:0, ehe Marco Lohr in der 90. Minute den Schlusspunkt zum 5:0 setzte.
Dass der Sieg am Ende so deutlich ausfiel, wollte Grandl trotzdem nicht nur mit dem Ergebnis an sich erklärt wissen. Für ihn lag der Schlüssel klar im Auftreten seiner Mannschaft zu Beginn. „Die erste Viertelstunde war sehr wichtig für uns. Wir haben gewusst, dass wir unser Spiel umsetzen müssen und den Gegner in die eigene Hälfte gedrückt“, sagte er. Diese Phase war für ihn der eigentliche Grundstein. Gleichzeitig achtete der Trainer darauf, den Gegner nicht kleinzureden. Theresienfeld habe es „nicht schlecht gemacht“, meinte Grandl und verwies auch darauf, dass die Gäste in den ersten Runden einige Ausfälle gehabt hätten. Gerade deshalb sei es wichtig gewesen, dass seine Mannschaft die kniffligere Phase nach der Pause ohne Gegentor überstand. Im Großen und Ganzen habe man die Situationen „gut gemeistert“, lautete sein Fazit zu einem Abend, an dem Admira zwar klar überlegen war, aber nicht durchgehend völlig unbehelligt blieb.
So zufrieden Grandl mit dem Ergebnis war, so klar sprach er auch die Dinge an, die ihm noch nicht gefallen haben. „Wir brauchen ein bisschen mehr Klarheit im Spiel und mehr Ballbesitzphasen mit Ballsicherheit.“ Damit lieferte er trotz eines 5:0 gleich die nächste Aufgabenliste mit. Zur Schiedsrichterleistung sagt der Trainer von Admira: „Der Schiedsrichter war sehr okay“ und ergänzte, dass es insgesamt nicht viele strittige Szenen gegeben habe. Für die Admira bedeutet der zweite Sieg im zweiten Spiel nun auch Platz eins in der Tabelle der 2. Klasse Steinfeld. Der Auftritt war deutlich, aber die Aussagen des Trainers zeigen ebenso klar: Zufrieden ja, satt noch lange nicht.