Spielberichte

„Wir hätten in der ersten Halbzeit den Sack zumachen müssen“ – Lanzenkirchen gibt Führung noch aus der Hand

SC Lichtenwörth
Lanzenkirchen

In der 2. Klasse Steinfeld trennten sich SC Lichtenwörth und SC Lanzenkirchen 2:2. Aus Sicht der Gäste blieb vor allem die erste Halbzeit hängen: Nach dem frühen 0:1 drehte Lanzenkirchen die Partie durch einen Doppelpack von Maximilian Hanisch, verpasste laut Sportlichem Leiter Gerhard Deibl aber, „den Sack zuzumachen“. Weil Lichtenwörth nach der Pause zurückkam, nahmen die Gäste am Ende dennoch einen Punkt mit.

Fußballspieler in grünem Trikot mit einer Grätsche

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay

Früher Rückschlag, dann dreht Hanisch die Partie

Für Lanzenkirchen begann die Partie mit einem Dämpfer. Schon in der 2. Minute gerieten die Gäste in Rückstand, nachdem es laut Gerhard Deibl „einen kleinen Abstimmungsfehler in der Abwehr“ gegeben hatte und Michael Bayer das 1:0 für Lichtenwörth erzielte. Entscheidend aus Sicht des Sportlichen Leiters war aber, dass seine Mannschaft diesen Start schnell wegsteckte. „Wir haben das 1:0 in der Anfangsphase relativ gut weggesteckt und gleich die passende Antwort parat gehabt“, sagte Deibl. Diese Antwort kam durch Maximilian Hanisch, der in der 16. Minute ausglich und in der 27. Minute gleich noch einmal traf. Damit hatte Lanzenkirchen das Spiel vor der Pause gedreht. Deibl sprach davon, dass seine Mannschaft danach „das Heft in die Hand genommen“ habe, weitere Chancen kreierte und hinten nur noch wenig zuließ. Gerade deshalb blieb bei ihm hängen, dass mehr drinnen gewesen wäre: „Wir hätten das 3:1 oder 4:1 machen können, haben es aber leider verabsäumt.“

Nach dem Ausgleich bleibt es bis zum Schluss offen

Dass Lanzenkirchen die Führung nicht weiter ausbauen konnte, bekam die Mannschaft nach dem Seitenwechsel zu spüren. In der 55. Minute gelang Lichtenwörth durch Sefa Havan der Ausgleich zum 2:2, und damit änderte sich aus Deibls Sicht auch der Charakter der Partie. „Ab diesem Zeitpunkt war es ein offener Schlagabtausch“, sagte er. Beide Teams wollten das Spiel demnach noch auf ihre Seite ziehen, doch ein weiteres Tor fiel nicht mehr. Deibl erklärte das vor allem mit der Arbeit gegen den Ball auf beiden Seiten: „Beide Mannschaften wollten gewinnen, nur beide Abwehren inklusive Torleute ließen es einfach nicht mehr zu, dass ein Tor passiert.“ Gleichzeitig gestand er auch ein, dass sein Team nach der Pause nicht mehr so viele Möglichkeiten herausspielen konnte wie noch in der ersten Halbzeit. „Der Gegner ließ in der zweiten Halbzeit nicht mehr zu, dass wir großartige Chancen kreieren konnten“, meinte Deibl, der Lichtenwörth ausdrücklich für „Entschlossenheit“ und „taktische Diszipliniertheit“ lobte.

Zufrieden mit dem Punkt, obwohl mehr möglich war

So blieb bei Lanzenkirchen nach dem Schlusspfiff ein Gefühl, das zwischen verpasster Chance und ordentlichem Auswärtspunkt lag. Deibl brachte das recht klar auf den Punkt: „Im Großen und Ganzen waren wir am Ende des Tages zufrieden mit diesem Punkt.“ Ganz ausblenden konnte er die starke erste Halbzeit aber nicht, denn genau dort sah er die große Möglichkeit, das Match früher zu entscheiden. „In der ersten Halbzeit hätten wir den Sack zumachen müssen“, sagte er noch einmal deutlich. Dass Lanzenkirchen nach dem frühen 0:1 überhaupt so rasch zurückkam und das Spiel drehte, wertete er dennoch als positiven Aspekt. Dazu kam, dass es laut Deibl ein faires Spiel von beiden Mannschaften war und der Schiedsrichter „relativ wenig Einfluss“ hatte. Mit vier Punkten aus zwei Runden bleibt Lanzenkirchen damit im oberen Bereich der Tabelle, auch wenn die Partie in Lichtenwörth aus Sicht der Gäste wohl länger als ein Spiel in Erinnerung bleiben wird, in dem nach dem Rückstand eigentlich mehr als nur ein Zähler möglich gewesen wäre.

2. Klasse Steinfeld: Lichtenwörth : Lanzenkirchen - 2:2 (1:2)

  • 55
    Sefa Havan 2:2
  • 27
    Maximilian Hanisch 1:2
  • 16
    Maximilian Hanisch 1:1
  • 2
    Michael Bayer 1:0