Spielberichte

Fünf Tore in Piesting: Für Lichtenwörth war die Geschlossenheit der Schlüssel

SC Piesting
SC Lichtenwörth

In der 2. Klasse Steinfeld hat SC Piesting am dritten Spieltag gegen SC Lichtenwörth mit 1:5 verloren. Die Gäste lagen zur Pause mit 2:0 vorne und zogen nach dem Seitenwechsel rasch entscheidend davon. Obmann Rainer Gergela führte den klaren Auswärtssieg vor allem auf die Geschlossenheit seiner Mannschaft zurück: „Die Mannschaft hat immer weitergemacht.“

Torhüter legt sich Ball für Abstoß zurecht

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Frühe Piestinger Chance, dann übernahm Lichtenwörth

Ganz ohne Warnschuss begann der Abend aus Sicht der Gäste nicht. Gergela berichtete, dass Piesting zu Beginn zu einer guten Möglichkeit kam, die Lichtenwörth aber noch vereitelte, „weil einer unserer schnellsten Spieler - Matthias Weiss - mit zurückgesprintet ist und dadurch das Tor verhindert hat“. Danach kippte die Partie laut dem Obmann aber zunehmend in Richtung der Gäste. Lichtenwörth bekam das Spiel besser in den Griff, wurde klarer in den Aktionen und ging früh in Führung. Marcel Hödl traf in der 8. Minute zum 0:1, Sefa Havan legte in der 24. Minute das 0:2 nach. Gergela sagte, man habe die Partie „mit Fortdauer des Spiels eigentlich gut in den Griff bekommen“, räumte aber auch ein, dass sein Team die Kontrolle zwischendurch etwas verlor und in dieser Phase „vielleicht auch das ein oder andere Mal ein wenig glücklich“ war.

Nach der Pause sofort nachgelegt

Entscheidend war dann, dass die Gäste nach der Halbzeit nicht nachließen. Gergela erklärte, dass man die Phase vor der Pause in der Kabine angesprochen habe und danach „wieder mit vollem Engagement aus der Halbzeit gekommen“ sei. Genau das zeigte sich auch am Spielstand. Kurz nach der Pause legte Michael Bayer mit dem 0:3 nach, womit Lichtenwörth den Weg zum Sieg ebnete. Erwin Hujdurovic erhöhte in der 54. Minute auf 0:4, nur drei Minuten später stellte Sefa Havan mit seinem zweiten Treffer des Abends auf 0:5. Damit war die Partie praktisch entschieden. Gergela formulierte es so: „Mit dem 3:0 haben wir dem Gegner dann endgültig die Motivation genommen und dann ist es auch für uns einfacher geworden.“ Dazu kam laut dem Lichtenwörther Obmann auch „ein sehr schöner Weitschuss“ von Erwin Hujdurovic, den er im Rückblick eigens hervorhob. Dass Piesting durch Moritz Lehn in der 89. Minute noch zum 1:5 kam, änderte am Gesamtbild nichts mehr. Der Vorsprung war da längst zu deutlich, und Lichtenwörth hatte das Spiel da längst fest in der Hand.

Nicht einzelne Tore, sondern die Haltung der Mannschaft

Auffällig war in Gergelas Einordnung, dass er den Sieg nicht an einem einzelnen Treffer oder an einem isolierten Moment festmachen wollte. „Es waren jetzt nicht vereinzelte Tore ausschlaggebend, sondern die Einstellung der Mannschaft über die gesamten neunzig Minuten“, sagte der Obmann. Genau darin sah er den größten Unterschied an diesem Abend. Lichtenwörth blieb aus seiner Sicht im Spiel, auch als Piesting zwischenzeitlich gefährlich war, und hatte insgesamt das Gefühl, jederzeit noch zulegen zu können. „Man hat das Gefühl gehabt, dass wir immer ein wenig zulegen können“, sagte Gergela. Dazu passte auch seine Einschätzung des Gegners. Piesting sei „immer eine gefährliche Mannschaft“, weil dort schnelle und erfahrene Spieler auf dem Platz stehen, selbst wenn Ausfälle dazukommen. Umso höher ordnete er die Leistung seiner Mannschaft ein. Gerade weil es in Piesting nicht immer leicht sei und Lichtenwörth dort schon länger keine Punkte mehr geholt habe, sprach er diesmal von einer klaren Überlegenheit „in allen Bereichen“.

Guter Saisonstart, aber noch Arbeit im Detail

Trotz des klaren Resultats beließ es Gergela nicht nur bei Lob. Er nannte auch Punkte, in denen sich die Mannschaft noch verbessern müsse. „Definitiv Verbesserungspotenzial gibt es im vertikalen Spiel, sowohl im Aufbau als auch in der Rückwärtsbewegung“, sagte er, und schob gleich nach, dass es natürlich „immer einiges zu verbessern gibt“. Diese Einordnung passt zu einem Team, das nach drei Runden mit sieben Punkten ganz vorne in der Tabelle der 2. Klasse Steinfeld steht und den Start in die neue Saison insgesamt positiv bewertet. Gergela erinnerte daran, dass es im Vorjahr ebenfalls einen hohen Auftaktsieg gegen Piesting gegeben hatte, danach aber zu wenige Punkte folgten. Umso wichtiger ist ihm nun, dass die Mannschaft den Schwung mitnimmt, ohne sich zu viel darauf einzubilden. „Wir freuen uns, dass wir gut in die neue Saison gestartet sind“, sagte er. Die Stimmung sei gut, der Trainer habe die Mannschaft gut eingestellt, und nun gelte es, „von Spiel zu Spiel“ zu schauen und fokussiert zu bleiben.

2. Klasse Steinfeld: Piesting : Lichtenwörth - 1:5 (0:3)

  • 89
    Moritz Lehn 1:5
  • 57
    Sefa Havan 0:5
  • 54
    Erwin Hujdurovic 0:4
  • 32
    Michael Bayer 0:3
  • 24
    Sefa Havan 0:2
  • 8
    Marcel Hödl 0:1