In der 2. Klasse Steinfeld hat sich der SV Zillingdorf am Sonntag mit einem 2:2 gegen SG Ortmann/Oed-Waldegg II begnügen müssen. Trainer Lukas Hammer sah dabei eine schwache erste Halbzeit seiner Mannschaft, nach der Pause aber eine klare Steigerung. Vor allem in Unterzahl gefiel ihm die Reaktion: Aus seiner Sicht war es ein Spiel, in dem beide Seiten den Sieg auf dem Fuß hatten.

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Der Start sprach zunächst für die Gastgeber, zumindest was das Ergebnis betraf. Nach elf Minuten brachte Leon Arno Auer Zillingdorf mit 1:0 in Führung. Hammer erklärte die Szene so: „Unser 1:0 war gut umgeschaltet. Nach dem Ballgewinn haben wir gut nach vorne umgeschaltet.“ Die frühe Führung gab aber nicht die Richtung für die gesamte erste Hälfte vor. Vielmehr sah der Zillingdorfer Trainer gerade gegen den Ball große Probleme. „In der ersten Halbzeit haben wir wenig Zugriff bekommen. Das war von uns eigentlich eine der schwächeren Partien bis jetzt“, sagte Hammer. Dass Danijel Popovic schon in der 17. Minute zum 1:1 ausglich, passte deshalb aus seiner Sicht ins Bild.
Zur Pause stand es 1:1, und Hammer zog die Konsequenzen. „In der zweiten Halbzeit haben wir umgestellt und mehr Zugriff gekriegt“, sagte er. Trotzdem gerieten die Hausherren unmittelbar nach Wiederbeginn wieder in Rückstand. Emilian Popovic traf in der 47. Minute zum 1:2 für die Gäste, ein Treffer, den Hammer als unglücklich einordnete: „Da haben sie ein bisschen Ballglück gehabt.“ Zillingdorf brauchte danach eine Antwort und bekam sie in der 70. Minute durch Auer, der mit seinem zweiten Treffer des Tages das 2:2 herstellte. Auch diesen Ausgleich hob der Trainer ausdrücklich hervor: „Unser 2:2 war schön rausgespielt und vor dem Tor gut aufgelegt.“
Gerade weil seine Mannschaft an diesem Tag nicht ihre eigentliche Stärke auf den Platz brachte, bewertete Hammer den Punkt nicht nur über das nackte Ergebnis. „Wir haben wenig Ballbesitz gehabt, und das ist eigentlich unsere Stärke“, sagte der Zillingdorfer Trainer. Umso mehr gefiel ihm, wie sein Team in Unterzahl weitermachte. Zillingdorf blieb in der Schlussphase gefährlich. „Die letzten zehn Minuten hat man nicht wirklich gemerkt, dass wir einen weniger sind. Wir haben da noch drei, vier gute Chancen gehabt“, meinte Hammer. Deshalb blieb bei ihm das Gefühl, dass sogar noch mehr möglich gewesen wäre, obwohl er das Remis unterm Strich akzeptierte.
Passend zum offenen Verlauf ordnete Hammer das 2:2 nüchtern ein. „Ich würde sagen, das Unentschieden geht in Ordnung. Beide Mannschaften hätten auch als Sieger vom Platz gehen können“, sagte er und brachte die Partie mit einem Satz auf den Punkt: „Das Spiel ist auf der Kippe gestanden.“ Gleichzeitig fand er auch anerkennende Worte für den Gegner. „Ortmann/Oed-Waldegg war in der ersten Halbzeit spielerisch sehr gut. Wenn sie so weiterspielen, werden sie noch einige Gegner überraschen.“ Für Zillingdorf bleibt nach drei Runden zwar erst der zweite Punkt, doch Hammer sieht seine neu zusammengestellte Mannschaft weiter „auf einem guten Weg“: „Einiges funktioniert schon gut, einiges müssen wir noch lernen.“