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„Ausschlaggebend war das schnelle Tor nach der Halbzeit“: Lanzenkirchen dreht wildes Spiel noch klar

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ATSV Wöllersdorf
Lanzenkirchen

In der 2. Klasse Steinfeld entwickelte sich zwischen dem ATSV Wöllersdorf-Steinabrückl und dem SC Lanzenkirchen ein offener Schlagabtausch, den die Gäste nach 3:4-Pausenführung am Ende klar mit 8:3 für sich entschieden. Sportlicher Leiter Gerhard Deibl machte vor allem das frühe 5:3 nach dem Wechsel als Knackpunkt aus. „Da hatten wir dann alles im Griff“, sagte er nach einer Partie mit wilder erster Hälfte und deutlicherem Bild nach der Pause.

Gestapelte Bälle auf Rasen

Foto von Pedram Raz auf Unsplash

Führung, Rückschläge und die Wende vor der Pause

Die Partie brauchte kaum Anlaufzeit. Lanzenkirchen ging in der 8. Minute durch Baran Tiskaya in Führung, doch Wöllersdorf antwortete sofort. Adama Saidy stellte nur zwei Minuten später auf 1:1, Amer Duran drehte das Spiel in der 14. Minute auf 2:1. Dass die Gäste dabei nicht den Faden verloren, hob Deibl besonders hervor. „Unsere junge Mannschaft hat nicht aufgesteckt, sondern weiter nach vorne gearbeitet“, sagte er. Sandro Mikic glich in der 25. Minute zum 2:2 aus, ehe Wöllersdorf durch Saidy mit dem 3:2 noch einmal vorlegte. Lanzenkirchen reagierte aber erneut sofort: Mikic traf in der 31. Minute zum 3:3, kurz vor der Pause brachte Maximilian Hanisch die Gäste mit dem 4:3 endgültig wieder auf Kurs. Für Deibl war genau diese Phase entscheidend: „Ende der ersten Halbzeit hatten wir das Gefühl, dass wir die Oberhand bekommen und die Partie in unsere Richtung kippt.“

Tiskaya legt nach, Senft und Kaya machen es deutlich

Nach dem Seitenwechsel bekam diese Einschätzung schnell Rückenwind. Schon in der 51. Minute stellte Tiskaya mit seinem zweiten Treffer auf 5:3, und genau dieses Tor rückte Deibl nach dem Spiel in den Mittelpunkt. „Ausschlaggebend war das schnelle Tor nach der Halbzeit. Da hatten wir dann alles im Griff“, sagte der Sportliche Leiter. Die weiteren Tore fielen zwar erst später, im Spiel selbst hatte Lanzenkirchen aber schon früh nach der Pause klar mehr vom Spiel. Deibl schilderte, dass seine Mannschaft körperlich besser beisammen gewesen sei und Wöllersdorf nach dem 3:5 kaum noch ins Spiel kommen ließ. Später machten Kevin Senft mit seinen Treffern in der 77. und 87. Minute sowie Sinan Kaya in der Nachspielzeit das 8:3 endgültig deutlich. Aus einer wilden ersten Halbzeit wurde damit ein klarer Auswärtssieg.

Geschlossenheit und Laufleistung als Basis

Deibl führte den Erfolg vor allem auf Eigenschaften zurück, die im Unterhaus oft den Unterschied machen. „Die Geschlossenheit, die Laufleistung und der Wille zu gewinnen“ seien die größte Stärke seiner Mannschaft gewesen, sagte er. Gleichzeitig sparte er nicht mit Respekt für den Gegner. Wöllersdorf sei in der ersten Halbzeit „sehr stark“ gewesen und habe „sehr gute Einzelspieler“ gehabt, erst nach der Pause habe Lanzenkirchen diese Qualitäten besser aus dem Spiel genommen. Auch sonst blieb der Funktionär sachlich: Er sprach von einer fairen Partie, nennenswerte strittige Szenen habe es nicht gegeben, die Leistung des Schiedsrichters sei in Ordnung gewesen. Viel weiter wollte Deibl trotz des klaren Ergebnisses nicht ausholen. „Man schaut von Spiel zu Spiel“, sagte er. Nach dem torreichen Abend und mit Platz eins in der Tabelle hat Lanzenkirchen dafür jedenfalls eine starke Ausgangsposition.

2. Klasse Steinfeld: Wöllersdorf : Lanzenkirchen - 3:8 (3:4)

  • 92
    Sinan Kaya 3:8
  • 87
    Kevin Senft 3:7
  • 77
    Kevin Senft 3:6
  • 51
    Baran Tiskaya 3:5
  • 41
    Maximilian Hanisch 3:4
  • 31
    Sandro Mikic 3:3
  • 28
    Adama Saidy 3:2
  • 25
    Sandro Mikic 2:2
  • 14
    Amer Duran 2:1
  • 10
    Adama Saidy 1:1
  • 8
    Baran Tiskaya 0:1