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„Gefehlt haben nur die Tore“ – Admira Wr. Neustadt holt nach 0:2 in Lichtenwörth noch ein 2:2

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SC Lichtenwörth
Admira Wr. N.

Im Spitzenspiel der 2. Klasse Steinfeld hat SC Lichtenwörth gegen SV Admira Wr. Neustadt ein 2:2 aus der Hand gegeben. Aus Sicht von Admira-Trainer Lukas Grandl fühlte sich der Punkt zwar spät, aber verdient an. Vor allem, weil seine Mannschaft nach einem 0:2 nicht aufsteckte, spielerisch viel richtig machte und sich laut Grandl vor allem eines ankreiden musste: die mangelhafte Chancenverwertung.

Gestapelte Bälle auf Rasen

Foto von Pedram Raz auf Unsplash

Admira belohnt sich vor der Pause nicht

Grandl erlebte von Beginn an eine Partie mit offenem Visier. „Von der ersten Minute an war es sehr intensiv. Beide Mannschaften sind sehr offensiv in das Spiel hineingestartet“, sagte der Admira-Coach. Seine Elf habe schon vor der Pause drei oder vier gute Möglichkeiten vorgefunden und sich für eine starke Anfangsphase nicht belohnt. Stattdessen ging Lichtenwörth in der 12. Minute nach einem Strafstoß durch Pascal Grasmuck mit 1:0 in Führung. Für Grandl war genau das einer der Knackpunkte eines ersten Durchgangs, in dem seine Mannschaft aus seiner Sicht deutlich mehr hätte mitnehmen müssen. „In Wahrheit müssten wir in der Pause 3:1 führen“, meinte er. Tatsächlich stand aber ein 0:1 zur Halbzeit.

Nach dem 0:2 blieb die Partie offen

Auch nach dem Seitenwechsel blieb Admira im Spiel, musste aber den nächsten Rückschlag hinnehmen. Als Lichtenwörth in der 52. Minute durch Michael Bayer auf 2:0 stellte, schien der Nachmittag endgültig in Richtung der Gastgeber zu kippen. Grandl sah das anders, weil seine Mannschaft spielerisch weiter dranblieb und nach dem zweiten Gegentor noch offensiver wurde. „Wir haben einige Umstellungen in der Formation vorgenommen“, erklärte er. Der Aufwand wurde in der 72. Minute belohnt, als Nikola Frljuzec per Elfmeter auf 2:1 verkürzte. Danach war die Partie laut Grandl „sehr offen“, mit wenig Geplänkel im Mittelfeld und vielen weiten Bällen. Dass beide Teams jeweils einen Strafstoß bekamen, ordnete der Trainer nüchtern ein: „Beide Elfmeter waren sehr hart, aber nachdem beide Mannschaften einen bekommen haben, geht das in Ordnung.“

Der Ausgleich als Lohn für eine starke Leistung

Was den Trainer trotz der beiden Rückstände positiv stimmte, war vor allem die Art, wie seine Mannschaft Fußball spielte. „Sehr gut hat die Passsicherheit funktioniert, vor allem im Mittelfeld“, sagte Grandl. Immer wieder sei Admira mit Seitenverlagerungen in gefährliche Zonen gekommen, dazu habe man Lichtenwörth über weite Strecken recht wenig zugelassen. Den Gegner habe er genauso erlebt, wie er ihn erwartet habe: schnell über die Außenbahnen und mit Michael Bayer als gefährlichem Mann im Zentrum. Gerade deshalb fiel seine Bilanz am Ende klar aus. „Ausschlaggebend war sicher, dass wir unsere Chancen einfach nicht genutzt haben“, sagte Grandl. Der Satz „Gefehlt haben einfach nur die Tore“ brachte seine Sicht auf dieses Spiel ohnehin am besten auf den Punkt.

Mit dem Schlusspfiff doch noch der verdiente Punkt

Der Lohn für das ständige Anlaufen kam schließlich ganz spät. In der tiefen Nachspielzeit erzielte Fatih Adigüzel noch das 2:2 und rettete den Gästen damit einen Punkt, den Grandl als „mehr als verdient“ einstufte. Besonders weil eine Niederlage aus seiner Sicht weder zur kämpferischen noch zur spielerischen Leistung gepasst hätte. „Die Szene am Schluss war sehr wichtig für uns, auch für die Moral in der Mannschaft“, sagte er über den späten Ausgleich. In der Tabelle bleiben damit beide Teams nach vier Runden bei acht Punkten eng beisammen. Für Admira ist das Remis in Lichtenwörth deshalb mehr als nur ein später Zähler: Es ist auch die Bestätigung, dass die Leistung gestimmt hat, auch wenn vor dem Tor noch Luft nach oben bleibt.

2. Klasse Steinfeld: Lichtenwörth : Admira Wr. N. - 2:2 (1:0)

  • 96
    Fatih Adigüzel 2:2
  • 72
    Nikola Frljuzec 2:1
  • 52
    Michael Bayer 2:0
  • 12
    Pascal Grasmuck 1:0