In der 2. Klasse Steinfeld hat sich Pottendorf nach einem frühen 0:2 noch ein 2:2 gesichert. „Eigentlich hätten wir gewinnen müssen“, sagte Trainer Sandro Baumgartner nach einer Partie, in der Pottendorf trotz Rückstands mutig blieb und sich noch vor der Pause zurückkämpfte.

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Für Baumgartner war der Beginn trotz des Zwischenstands kein schlechter Auftritt seiner Mannschaft. „Wir haben gut gespielt. Wir hatten viel Ballbesitz, haben hoch angepresst“, sagte der Pottendorf-Trainer und beschrieb damit eine Anfangsphase, in der seine Elf das Spiel an sich ziehen wollte. Die Gäste standen nach seiner Wahrnehmung tief und lauerten auf Konter – und genau damit kamen sie früh zum Erfolg. Adnan Tepecik brachte ESV HW Wr. Neustadt in der 14. Minute mit 1:0 in Führung, nur drei Minuten später legte Slobodan Gojanovic das 2:0 nach. Pottendorf ließ sich davon aber nicht aus dem Konzept bringen. Die Gastgeber hielten dagegen, spielten weiter nach vorne und wurden noch vor der Pause belohnt. Matija Belcar verkürzte in der 26. Minute auf 1:2, Ilir Zimberi glich in der 40. Minute zum 2:2 aus. Mit diesem Spielstand ging es auch in die Kabinen.
Gerade weil seine Mannschaft nach dem frühen 0:2 nicht einbrach, sondern das Spiel wieder offen machte, sah Baumgartner die Hausherren am Ende näher am Sieg. „Näher am Sieg war auf alle Fälle unsere Mannschaft. Obwohl wir 0:2 im Rückstand waren, haben wir trotzdem mutig nach vorne gespielt. Wir haben gut kombiniert“, sagte er. Nach dem 2:2 zur Pause fielen keine weiteren Tore mehr, aus Sicht des Trainers lag das aber nicht daran, dass Pottendorf zu wenig unternommen hätte. Das Problem sah er klar im Abschluss. „Der Abschluss vorm Tor ist bei uns momentan nicht sehr gut. Im Training funktioniert das sehr gut, im Match leider noch nicht so“, erklärte Baumgartner. Er sprach von einigen guten Möglichkeiten und brachte das Hauptthema des Nachmittags noch einmal deutlich auf den Punkt: „Wir schießen daneben, wir schießen den Torwart an. Am Torabschluss scheitert es bei uns aktuell.“
An einer Szene störte sich Baumgartner zwar, insgesamt überwog für ihn aber das positive Gesamtbild. „Im Großen und Ganzen war es eine saubere, stabile Leistung unserer Mannschaft“, sagte er und stellte den Punkt in einen größeren Zusammenhang. Pottendorf habe zuletzt eine schwierige Phase durchgemacht, arbeite sich nun aber als Gruppe heraus. „Wir hatten eine sehr schlechte Tiefphase. Wir kämpfen uns da jetzt gemeinsam alle raus“, betonte Baumgartner. Jeder haue sich für den anderen rein, genau das mache ihn stolz. Auch über den Gegner verlor er kein schlechtes Wort: Wiener Neustadt sei ein sehr fairer Gegner mit gutem Trainerteam. Für die Pottendorfer bleibt damit ein Remis, das nach frühem 0:2 Charakter zeigte, den Trainer wegen der liegengelassenen Möglichkeiten aber trotzdem nicht ganz losließ.