In der 2. Klasse Steinfeld hat der ATSV Wöllersdorf-Steinabrückl einen klaren 4:0-Heimsieg gegen SV Winzendorf gefeiert. Trainer Rene Manz sah dabei eine Partie, die lange enger war, als es das Ergebnis vermuten lässt, ehe seine Mannschaft nach der Pause entscheidend zulegte.

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Der Start verlief für Wöllersdorf ergebnistechnisch ideal, denn schon in der 9. Minute brachte Adam Mihalik die Gastgeber mit 1:0 in Führung. Trotzdem war das Spiel damit noch lange nicht entschieden. Manz beschrieb die erste Hälfte als offen und durchaus umkämpft: „Die erste Halbzeit war eigentlich ziemlich ausgeglichen, wobei wir vielleicht ein bissl mehr Chancen gehabt haben.“ Gerade dieser Satz erklärt den Verlauf gut, denn Wöllersdorf hatte aus seiner Sicht leichte Vorteile, musste aber gleichzeitig arbeiten, um das Spiel unter Kontrolle zu halten. Der Trainer sprach deshalb auch von einer „kämpferisch guten Leistung“ seiner Mannschaft. Über den Gegner sagte Manz, Winzendorf sei in der ersten Halbzeit „sehr aggressiv“ aufgetreten, spielerisch habe er sich aber „ein bissl stärker“ erwartet. Zur Pause stand es 1:0, und auch das ordnete der Wöllersdorf-Coach ehrlich ein. Aus seiner Sicht hätte Winzendorf in Hälfte eins einen Elfmeter bekommen können, der wohl zum Ausgleich geführt hätte.
Was vor der Pause noch eng war, kippte nach dem Seitenwechsel endgültig auf die Seite der Heimischen. In der 67. Minute erhöhte Michal Ulrich auf 2:0, und genau dieses Tor stellte Manz als Schlüsselszene des Abends heraus. „Das zweite Tor hat das Spiel entschieden“, sagte er klar. Der Trainer schilderte die Entstehung als „gewonnenen Zweikampf“ und als echten „Kraftakt“, mit dem Ulrich den Vorsprung ausbaute. Für Wöllersdorf war das der Moment, in dem aus einer umkämpften Partie ein klarer Heimsieg wurde. Nur drei Minuten später legte Amer Duran das 3:0 nach, in der 78. Minute stellte Adam Mihalik mit seinem zweiten Treffer des Abends auf 4:0. Manz meinte sogar, seine Mannschaft hätte nach dem 2:0 „wahrscheinlich noch mehr als vier Tore machen können“. Auch in Hälfte zwei sah er noch eine strittige Szene, diesmal aus Sicht seiner Mannschaft, weil Wöllersdorf nach seiner Meinung selbst einen Elfmeter hätte bekommen können.
Vor allem eines wollte Manz über die gesamten 90 Minuten sehen, und genau das bekam er diesmal auch eher als in den vergangenen Wochen. „Die letzten Spiele waren wir spielerisch ein bissl stärker“, sagte er, fügte aber sofort an, dass diesmal vor allem der Einsatz und die körperliche Stabilität den Unterschied gemacht hätten. Seine Mannschaft sei in der zweiten Halbzeit diesmal nicht eingebrochen und habe kräftemäßig über 90 Minuten mithalten können. Gerade daran habe man zuletzt gearbeitet. Ganz fertig ist die Entwicklung für Manz aber noch nicht. Er fordert weiterhin mehr Entschlossenheit in manchen Situationen, mehr Konsequenz in den Zweikämpfen und vor allem weniger unkonzentrierte Phasen. Deshalb fiel sein Fazit zufrieden, aber nicht selbstzufrieden aus: „Die Mannschaft ist wieder auf einem guten Weg.“ Und ebenso klar schob er nach: Wenn es gelingt, den Einsatz wirklich über die gesamten 90 Minuten auf den Platz zu bringen, „dann sehe ich uns auf einem guten Weg“.