In der 2. Klasse Steinfeld musste sich der SV Zillingdorf dem SC Lichtenwörth mit 1:3 geschlagen geben. Trainer Lukas Hammer sprach nach einem hitzigen Spiel von einer Partie, in der seine Mannschaft vieles ordentlich gemacht habe, sich aber zu selten dafür belohnte. Vor allem der Elfmeter zum 1:2 sei aus seiner Sicht jener Moment gewesen, an dem die Begegnung kippte.

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Hammer hatte seine Mannschaft über weite Strecken ordentlich im Spiel gesehen, vor allem in der Anfangsphase. "Wir sind gut in die Partie gestartet, haben viel Druck ausgeübt und gute Möglichkeiten vorgefunden, leider zu wenig daraus gemacht", sagte der Zillingdorfer Trainer. Er schilderte eine erste wirklich gute Chance nach einem Freistoß, bei dem ein Kopfball nur an die Latte ging. Gerade weil die Gastgeber in dieser Phase mehr vom Spiel hatten und Lichtenwörth nach Hammers Eindruck beim Herausspielen unter Druck stand, ärgerte ihn das 0:1 umso mehr. In Minute 33 brachte ein unglückliches Eigentor von Niklas Siklosi die Gäste in Führung. Zillingdorf brauchte aber nicht lange, um zu antworten. Nach einem Standard gelang in Minute 39 der Ausgleich durch Leon Arno Auer, mit dem es auch bei einem insgesamt offenen, aber emotional geführten Spiel mit 1:1 in die Pause ging.
Auch nach dem Seitenwechsel sah Hammer seine Elf zunächst gut im Spiel. "Mit dem Elfmeter war die Partie dann ein bisschen gedreht. Der Elfmeter war wahrscheinlich der Knackpunkt", meinte Hammer. Diskutieren könne man aus seiner Sicht nur darüber, ob das Vergehen wirklich im Strafraum gewesen sei. "Ein Foul war es schon, ob er im Sechzehner war oder nicht, das ist die andere Frage." Fakt war, dass Pascal Grasmuck in Minute 61 auf 2:1 für Lichtenwörth stellte. Dazu kam laut Hammer noch eine Gelb-Rote Karte gegen Zillingdorf, womit die Partie endgültig eine neue Richtung bekam.
Was Hammer seiner Mannschaft trotz der Niederlage ausdrücklich zugutehielt, war die Reaktion auf diesen Rückschlag. "Fakt ist aber, dass man die restliche Spielzeit in Unterzahl nicht wirklich gemerkt hat", sagte er. Zillingdorf blieb nach seiner Schilderung im Spiel, kämpfte weiter und ließ sich vom Rückstand nicht brechen. "Wir haben weiter gekämpft, weiter an uns geglaubt, uns reingeworfen, jeder hat gekämpft", so Hammer. Er war sogar der Meinung, dass seine Mannschaft bis zu diesem Moment mehr Zugriff gehabt habe als der Gegner. In einer hektischen Schlussphase wurde dann auch Lichtenwörth dezimiert, als Kürsat Acarbas in Minute 88 die Rote Karte sah. Hammer verwies außerdem auf eine Szene kurz vor Schluss, in der ein Zillingdorfer Treffer wegen Abseits nicht zählte. Ob diese Entscheidung richtig gewesen sei, wollte er nicht bewerten, er machte aber klar, dass seine Mannschaft bis zuletzt auf den Ausgleich drängte. Statt eines offenen Endspurts sorgte Michael Bayer in Minute 90 mit dem 1:3 für die endgültige Entscheidung.
So groß der Ärger über die verpasste Chance auch war, Hammer versuchte die Partie dennoch einzuordnen. Ein Remis wäre aus seiner Sicht verdient gewesen, weil seine Mannschaft auch in Unterzahl nicht eingebrochen sei und Lichtenwörth für ihn nicht klar besser gewesen sei. Deutlich sprach er auch über die Entwicklung seiner jungen Elf. "Wir sind noch in einer Lernphase", sagte er. Gerade mit Ball nach vorne machen wir aus den vorhandenen Möglichkeiten zu wenig. "Uns fehlt einfach noch die Routine."