Im Spitzenspiel der 2. Klasse Steinfeld hat der SC Lanzenkirchen gegen FC St. Egyden/Steinfeld einen 3:0-Heimsieg gefeiert und eine lange enge Partie erst nach der Pause klar auf seine Seite gezogen. Sportlicher Leiter Gerhard Deibl sah zunächst viel Ordnung und wenig Chancen, ehe sein Team offensiv zulegte. Entscheidend war für ihn der Moment nach dem 1:0, als das Spiel spürbar in Richtung der Gastgeber lief.

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay
Wer auf ein offenes Spiel von der ersten Minute an gehofft hatte, musste sich zunächst gedulden. Deibl beschrieb eine erste Halbzeit, in der beide Mannschaften vor allem auf Sicherheit bedacht waren. „Beide Mannschaften standen in der ersten Halbzeit defensiv sehr kompakt und ließen wenige Chancen zu“, sagte der Sportliche Leiter. Ganz ohne Abschlüsse blieb es aber nicht. Schon in der zweiten Minute zog Sandro Mikic aus rund 20 Metern ab und setzte den Ball knapp über die Latte. Im ersten Drittel der Halbzeit hatte dann auch St. Egyden eine große Möglichkeit, die Felix Heger vereitelte. Kurz vor der Pause bot sich Mikic noch eine weitere gute Gelegenheit, doch aus sieben, acht Metern schoss er über das leere Tor. So ging es mit einem torlosen 0:0 in die Kabinen.
Nach dem Seitenwechsel änderte sich das Bild deutlich. „In der zweiten Halbzeit war das Abtasten vorbei und beide Mannschaften agierten offensiver“, sagte Deibl. Aus Sicht der Gastgeber lag genau dort der Schlüssel zum Erfolg. Sandro Mikic brach in der 54. Minute den Bann und brachte Lanzenkirchen mit 1:0 in Führung. Nur drei Minuten später legte Kevin Senft das 2:0 nach, und dieser schnelle Doppelschlag stellte die Partie auf die Seite der Heimelf. Auf die Frage, wann er gespürt habe, dass das Spiel kippt, antwortete Deibl klar: „Nach dem ersten Tor ist die Partie in unsere Richtung gekippt.“ Den Schlusspunkt setzte erneut Mikic, der in der 81. Minute auch noch das 3:0 erzielte und damit seine starke zweite Halbzeit abrundete.
Für Deibl war der Sieg nicht nur wegen der drei Tore verdient, sondern vor allem wegen der Art, wie seine Mannschaft das Spiel angelegt hatte. „Ausschlaggebend war in der zweiten Halbzeit, dass wir besser in die Offensive gekommen sind“, erklärte er. Gleichzeitig hob er die Arbeit gegen den Ball hervor und wurde dabei sehr konkret: „Wir sind defensiv sehr gut gestanden, waren im Mittelfeld kompakt, hatten viele Balleroberungen und dann ein schnelles Umschaltspiel.“ Gerade gegen einen Gegner, der laut Deibl „auch unbedingt Punkte mitnehmen“ wollte, sei das besonders wichtig gewesen. Dazu kam, dass die Partie trotz ihrer Bedeutung ohne große Aufreger über die Bühne ging. „Es war für ein Spitzenspiel eine sehr faire Partie. Es gab keine strittigen Situationen“, sagte Deibl.
Mit dem 3:0 festigte Lanzenkirchen nach sieben Runden die Tabellenführung in der 2. Klasse Steinfeld und hält nun bei 17 Punkten. Im Lager der Gastgeber wurde der Erfolg trotzdem nicht überhöht. Deibl machte deutlich, dass der klare Endstand kein Freibrief für Selbstzufriedenheit ist. „Man muss sich von Spiel zu Spiel steigern“, sagte er. Gleichzeitig ordnete er die Partie als das ein, was sie für ihn war: „Es war das erwartete Spiel um Platz eins vor circa 500 Zuschauern und die Mannschaft hat dem Druck standgehalten.“ Genau deshalb hatte dieser Sieg für Lanzenkirchen mehr Gewicht als ein gewöhnlicher Heimerfolg. Nach einer engen ersten Hälfte legte die Mannschaft rechtzeitig zu und belohnte sich mit einem Ergebnis, das vor allem auf einer starken zweiten Halbzeit aufbaute.