In der 2. Klasse Steinfeld musste sich der ESV HW Wr. Neustadt am Freitagabend unter Flutlicht und toller Kulissen dem SC Theresienfeld mit 1:4 geschlagen geben, auch wenn das Resultat aus Sicht von Trainer Tim Komfort deutlicher ausfiel, als sich die Partie für ihn über weite Strecken anfühlte. „Wir waren dem Ausgleich näher als der Gegner dem Sieg“, sagte der ESV-Coach, der vor allem die passive erste Hälfte und individuelle Fehler als Gründe nannte.

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Der Start in die Partie verlief für die Gastgeber nicht nach Maß, weil Theresienfeld schon in der 13. Minute durch Muharem Hujdurovic auf 1:0 stellte. Wr. Neustadt fand aber zunächst noch die passende Antwort und kam in Minute 22 durch Hugo Kyselica zum 1:1. Gerade diese Phase macht die Einschätzung von Komfort verständlich, weil aus seiner Sicht mehr möglich gewesen wäre. „In der ersten Hälfte haben wir trotz des 1:1 zu passiv agiert. Damit haben wir den Gegner stark gemacht und ins Spiel geholt“, sagte der Trainer. Kurz vor der Pause folgte dann der Moment, der aus seiner Sicht besonders weh tat. „Der Elfmeter kurz vor Ende der ersten Halbzeit war berechtigt und für uns ein gewisser Nackenschlag.“ Das 1:2 durch Semih Kaya in der 43. Minute brachte Theresienfeld die Partie zur Halbzeit wieder auf seine Seite.
Was der Trainer seiner Mannschaft ausdrücklich zugutehielt, war die Reaktion nach dem Seitenwechsel. „Wir sind in der zweiten Halbzeit mit viel Elan, Leidenschaft und Power ins Spiel gegangen“, sagte er, und genau dort setzte seine Analyse auch an. Der ESV wurde aktiver, blieb länger in der gegnerischen Hälfte und suchte den Weg zurück in die Partie. „Mit Fortdauer haben wir den Gegner in die eigene Hälfte gedrückt“, so der Trainer. Der große Haken aus Sicht der Wiener Neustädter: „Wir haben trotz guten Chancen den Ausgleich liegen lassen.“ Weil dieses 2:2 ausblieb, blieb Theresienfeld vorne. Komfort fasste es knapp, aber deutlich zusammen: „Entscheidend war, dass wir uns in der zweiten Halbzeit nicht belohnt haben.“ Damit blieb die Partie aus Sicht der Heimischen lange offen, ohne dass sie den Ertrag aus ihrer stärkeren Phase ziehen konnten.
Die Entscheidung fiel erst ganz am Ende, als Wr. Neustadt im Risiko keine Wende mehr schaffte. In der 90. Minute erhöhte Fatih Özdemir auf 3:1 für die Gäste, zwei Minuten später führte ein Eigentor von Hamza Duratovic zum 1:4-Endstand. Dass das Ergebnis damit noch klarer wurde, ändert für Komfort wenig an seiner Hauptanalyse. „Uns hat nur ein weiteres Tor zum nächsten Schritt gefehlt“ und haben dadurch das Unentschieden oder sogar den Sieg liegen lassen“, sagte er. Gleichzeitig verteilte er Lob an seine Mannschaft: „Ein Kompliment an die Jungs für die zweiten 45 Minuten. Wir haben alles reingeworfen und nicht aufgegeben!“ Die vielen Zuschauer kamen bei einer intensiv geführten und spannenden Partie voll auf ihre kosten. Den Gegner ordnete er ebenfalls ein: „Theresienfeld ist generell eine starke Mannschaft. Sie waren physisch sehr gut und haben speziell in der zweiten Halbzeit alles wegverteidigt.“ Diskussionen gab es für ihn höchstens über „ein paar fragwürdige Abseitsentscheidungen“, insgesamt aber, betonte Komfort, habe der Schiedsrichter „das Spiel sehr gut geleitet“. Für die nächsten Wochen gab der Trainer schließlich eine klare Richtung vor: „Jetzt gilt es, den Rückschlag wegzustecken, die individuellen Fehler abzustellen und konzentriert weiterzuarbeiten“.