In der 2. Klasse Steinfeld hat sich FC St. Egyden/Steinfeld am Samstag gegen SV Admira Wr. Neustadt mit 1:3 geschlagen geben müssen. Für Admira-Trainer Lukas Grandl lag der Unterschied vor allem in der Breite seines Kaders und in der spielerischen Qualität. Seine Mannschaft startete stark, antwortete auf den schnellen Ausgleich sofort und brachte den Vorsprung nach der Pause mit einer kontrollierten Leistung ins Ziel.

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Die Gäste waren von Beginn an gut im Spiel und wollten auf dem kleinen Platz sofort die Richtung vorgeben. Grandl beschrieb diese Anfangsphase so: „Wir sind sehr gut ins Match reingestartet, haben ein, zwei Halbschancen gehabt und mit Nikola eine Topchance mit einem Lattenschuss.“ Schon da war für den Admira-Coach sichtbar, dass seine Mannschaft nicht nur über Kampf kommen wollte, sondern auch spielerische Lösungen suchte. Nach 40 Minuten fiel dann die Führung: Über die rechte Seite wurde der Angriff laut Grandl „schön rausgespielt“, Enes Yüksel kam zum Abschluss, der Tormann von St. Egyden parierte stark, doch Marcel Schmidt verwertete den Abpraller zum 0:1. Die Antwort der Gastgeber folgte allerdings sofort. Nur eine Minute später kam St. Egyden nach einem Out-Einwurf zum 1:1 durch Liviu Kulman. Grandl sprach hier von „einer kleinen Unachtsamkeit“, hob aber vor allem hervor, wie seine Mannschaft danach reagierte. „Wir haben dann eigentlich eine sehr gute Reaktion gezeigt“, sagte er. Noch vor der Pause stellte Mehmet Tunc mit einem direkt verwandelten Freistoß auf 1:2, und aus Sicht des Admira-Trainers ging dieser Vorsprung auch in Ordnung.
Nach dem Seitenwechsel änderte sich am Grundbild der Partie nicht viel, auch wenn die Admira nicht mehr ganz so früh attackierte wie noch vor der Pause. Grandl erklärte, seine Mannschaft habe in dieser Phase bewusst auf den richtigen Umschaltmoment gewartet: „In der zweiten Halbzeit haben wir ein bissl auf einen Umschaltmoment gewartet.“ Genau so entstand dann auch das 1:3 in Minute 69. Laut Grandl kam der Pass von Matija Boskovic, Nikola Frljuzec blieb vor dem Tor ruhig und verwertete „eiskalt“. Damit war das Spiel in eine Richtung gekippt, aus der die Gäste es nicht mehr hergaben. St. Egyden versuchte in der Folge viel mit hohen Bällen, was für Grandl keine Überraschung war. „Wir haben gewusst, was auf uns zukommt“, sagte er, und genau auf diese Variante habe sich seine Mannschaft eingestellt. Admira stand ein wenig tiefer, gab hinter der letzten Linie kaum Räume her und verteidigte diese Bälle gut weg. Grandl meinte sogar, dass im Konter „am Schluss noch das eine oder andere Tor“ möglich gewesen wäre, weil seine Mannschaft immer wieder in gute Situationen kam.
Besonders zufrieden war der Admira-Coach mit der Art und Weise, wie seine Mannschaft die Partie aufgezogen hat. Gerade auf einem engen Platz wie in St. Egyden sei das nicht selbstverständlich gewesen. „Was man heute hervorheben muss, war das Fußballerische“, sagte Grandl. „Auf dem Platz in St. Egyden, der sehr klein und eng ist, haben wir wirklich spielerische Lösungen gefunden, mit Seitenverlagerungen und Eins-gegen-eins-Aktionen.“ Dazu kam für ihn ein Punkt, der über den Spieltag hinaus Bedeutung hat. „Heute hat man gesehen, was wir für Qualität im Kader haben“, sagte Grandl und verwies darauf, dass erstmals keine verletzten Spieler gefehlt hätten. Gerade diese Breite habe sich bemerkbar gemacht. Ganz ohne Kritik wollte er den Auftritt aber nicht stehen lassen. „Es hat immer wieder Phasen gegeben, in denen wir dem Gegner zu wenig Druck gemacht und im Zentrum ein bissl zu viel Platz gegeben haben“, meinte der Trainer. Insgesamt überwog aber klar die Zufriedenheit. Auch mit der Leitung des Unparteiischen war er „im Großen und Ganzen“ einverstanden. Unter dem Strich blieb für ihn deshalb eine einfache Bewertung: „Die fußballerische Qualität auf unserer Seite hat das Spiel schon in unsere Richtung gelenkt.“ Mit dem 3:1-Auswärtssieg hält die Admira nach acht Runden bei 18 Punkten und bleibt in der 2. Klasse Steinfeld ganz vorne dabei.