In der 2. Klasse Steinfeld hat SC Lichtenwörth am Samstag gegen SV Winzendorf mit 4:1 gewonnen und damit in Runde acht einen Heimsieg eingefahren. Für Winzendorf-Trainer Mario Modad war dabei nicht ein einzelner Moment ausschlaggebend, sondern ein Spiel, in dem seine Mannschaft nie richtig hineinfand. „Wir haben unser gewohntes Spiel einfach nicht umsetzen können“, sagte er nach der Partie.

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Dass Winzendorf an diesem Nachmittag von Anfang an hinter den eigenen Möglichkeiten blieb, sprach Modad sehr deutlich an. „Wir haben leider keinen guten Zugriff auf das Spiel bekommen“, sagte der Trainer, und genau das zog sich aus seiner Sicht durch die gesamten 90 Minuten. Dazu kam, dass seine Mannschaft „von Anfang bis zum Schluss nicht den Fußball gezeigt“ habe, den sie in dieser Saison schon zeigen konnte. Lichtenwörth nutzte diese Phase in der 31. Minute zur Führung, als Michael Bayer das 1:0 erzielte. Bei diesem Stand ging es auch in die Pause. Einen einzelnen Knackpunkt wollte Modad trotz des frühen Rückstands nicht herausheben. „Einen Knackpunkt herauszunehmen, ist schwer. Wir haben einfach unser Spiel nicht umsetzen können und sind deswegen auch in so ein Ergebnis reingerutscht“, erklärte er.
Nach dem Seitenwechsel blieb Winzendorf zunächst im Spiel, ohne dabei aber wirklich in den eigenen Rhythmus zu kommen. Modad schilderte auch diese Phase nüchtern: „Nach dem 1:0 haben wir versucht, uns mehr in die Offensive zu wagen, was uns aber auch nicht gut gelungen ist.“ Als Marcel Hödl in der 77. Minute das 2:0 für Lichtenwörth machte, wurde die Aufgabe noch schwerer. Trotzdem kam Winzendorf noch einmal zurück, weil Lukas Jansa in der 84. Minute auf 2:1 verkürzte. Damit war die Partie zumindest für kurze Zeit wieder offen. Modad machte aber auch klar, was danach passierte: „Dann sind wir mit offenem Visier auf Teufel komm raus nach vorne gestürmt und haben uns im Gegenzug noch zwei Konter eingefangen.“ Genau so fiel dann auch die Entscheidung. Michael Bayer traf in der 89. Minute zum 3:1, in der Nachspielzeit setzte Emanuel Obakpolor mit dem 4:1 den Schlusspunkt.
Warum seine Mannschaft an diesem Tag nicht mehr herausholen konnte, machte der Winzendorf-Coach an mehreren Punkten fest. Ein zentrales Thema war für ihn der Spielaufbau. „Wir haben im Spielaufbau einfach nicht die Ruhe und Stabilität gehabt, die wir sonst gehabt haben“, sagte Modad. Noch klarer wurde er beim Blick auf das Offensivspiel: „Wir waren in der Offensive einfach komplett zahnlos.“ Für ihn war das in Summe zu viel, um gegen eine Mannschaft wie Lichtenwörth bestehen zu können. Gleichzeitig wollte er nicht alles schlechtreden. Gerade defensiv habe es auch ordentliche Phasen gegeben. „Unsere Defensive war phasenweise überragend, vor allem unsere jungen Außenverteidiger. Es haben einfach gewisse Spieler wirklich performt“, sagte Modad. Im gesamten Mannschaftsverbund sei es diesmal aber nicht gelungen, das Niveau über die ganze Partie hinweg zu halten. Wenn einige Spieler nicht an die gewohnten Leistungen anknüpfen könnten, werde es eben schwer.
Diskussionsstoff lieferte aus Sicht des Winzendorf-Trainers außerdem die Szene vor dem ersten Gegentor. Modad bewertete die Entscheidung klar. „Der Strafstoß zum 1:0 war absolut kein Foul“, sagte er. Auch mit der Linie des Schiedsrichters war er nicht einverstanden und sprach von „gewissen Regelunsicherheiten“, die er im Lauf der Partie gesehen habe. Dennoch lag für ihn der Hauptgrund für die Niederlage nicht nur in dieser einen Entscheidung. Entscheidend blieb, dass Winzendorf nie richtig in sein Spiel kam und sich offensiv zu selten durchsetzen konnte. Während Lichtenwörth nach acht Runden mit 18 Punkten im Spitzenfeld der Liga bleibt, steht Winzendorf bei acht Zählern auf Rang acht. Für die Gäste war das 1:4 damit eine deutliche Erinnerung daran, dass mehr Ruhe im Aufbau und mehr Durchschlagskraft nach vorne nötig sind, wenn man wieder den Fußball zeigen will, von dem Modad nach der Partie gesprochen hat.