In der 2. Klasse Steinfeld hat sich SC Lanzenkirchen beim SC Piesting mit 4:2 durchgesetzt, doch der Tabellenführer bekam mehr Widerstand als viele erwartet hatten. Sportlicher Leiter Gerhard Deibl sprach nach dem Duell des Ersten gegen den Letzten von einem beherzten Gegner und sah den Knackpunkt nach der Pause: Da kam sein Team mit klarem Ziel aus der Kabine und zog das Spiel auf seine Seite.

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Gerhard Deibl machte gleich klar, dass die Aufgabe auf dem Papier einfacher ausgesehen hatte, als sie sich dann tatsächlich entwickelte. „Es war bekanntlich das Spiel Erster gegen Letzter, und man ging davon aus, dass wir das Spiel gewinnen. Doch Piesting kämpfte beherzt“, sagte der sportliche Leiter der Gäste. In der 12. Minute ging Lanzenkirchen dennoch in Führung, weil Sandro Mikic zum 0:1 traf. Danach kippte die Partie aber keineswegs in Richtung eines klaren Auswärtssiegs. Deibl schilderte, dass Piesting ab etwa der 20. Minute besser ins Spiel fand, mutiger wurde und sich diesen Aufwand in der 29. Minute mit dem 1:1 durch Dominik Bichler belohnte. Mehr noch: „Vor der Pause war Piesting sogar näher an der Führung als wir“, ordnete Deibl die offene erste Hälfte ein.
Gerade deshalb bekam die Pause für die Gäste besonderes Gewicht. Deibl nannte den Beginn des zweiten Durchgangs sogar den entscheidenden Moment des Spiels: „Wir sind nach der Pause aus der Kabine gekommen und wollten die drei Punkte mitnehmen.“ Lanzenkirchen übernahm nun wieder mehr Kontrolle und stellte die Weichen innerhalb weniger Minuten. Zuerst traf Liam Herbek in der 61. Minute zum 1:2, sechs Minuten später legte Manuel Kulcsar das 1:3 nach. Ganz erledigt war die Sache aber noch nicht, weil Caner Degirmenci praktisch im Gegenzug auf 2:3 verkürzte und Piesting damit noch einmal Hoffnung gab. Erst als Maximilian Hanisch in der 80. Minute auf 2:4 stellte, war es aus Sicht der Gäste entschieden. Deibl formulierte es schlicht: „Nach dem 4:2 war der Deckel drauf.“
Im Rückblick hob Deibl weniger einzelne Aktionen als vielmehr die Haltung seiner Mannschaft hervor. Auf die Frage, was bei Lanzenkirchen gut funktioniert habe, nannte er vor allem eines: „Den Willen, die drei Punkte mitnehmen zu wollen.“ Auch die Entstehung der Treffer ordnete er bodenständig ein. Es sei ein kampfbetontes Spiel auf beiden Seiten gewesen, „und die Tore wurden über Umschaltspiele, gute Einzelaktionen und Willen erzielt“. Gleichzeitig verteilte er Respekt an den Gegner. „Piesting hat sich sicher nicht präsentiert wie der Letzte, sondern eher wie eine Mittelfeldmannschaft. Nur konnten wir unsere Momente ausnutzen“, sagte Deibl. Dazu passte sein Lob für den Unparteiischen: „Der Schiedsrichter hat eine starke Leistung hingelegt. Es war kein einfaches Spiel, es wurde relativ hart gespielt, aber trotzdem fair.“ Für Lanzenkirchen stehen damit nach acht Runden 20 Punkte und weiter Platz eins zu Buche.