Spielberichte

„Fatale Entscheidungen vom Schiedsrichter“ – Zillingdorf verliert nach 2:2 noch 2:4

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SV Zillingdorf
SVg. Pottendorf

In der 2. Klasse Steinfeld hat SV Zillingdorf das wichtige Duell mit SVg. Pottendorf nach einem zwischenzeitlichen 2:2 noch mit 2:4 verloren. Trainer Lukas Hammer sah den Schiedsrichter als großen Widerstand für Zillingdorfs Spiel und den Wendepunkt im Strafstoß zum 2:3, sprach aber auch offen an, dass seine Mannschaft in Überzahl zu wenig aus dem Spiel gemacht und in der Schlussphase mehrere gute Möglichkeiten auf den neuerlichen Ausgleich liegen gelassen hat.

Verschiedene Fußballtore auf einem Trainingsplatz

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay

Frühe Hypothek nach 14 Minuten

Für Zillingdorf begann die Partie denkbar ungünstig. Anton Geljic brachte die Gäste schon in der 3. Minute in Führung, Matija Belcar legte in der 14. Minute das 0:2 nach. Hammer hatte sich für dieses Spiel deutlich mehr erwartet und machte auch die Bedeutung der Begegnung klar. „Wir haben uns viel vorgenommen. Es war für uns ein wichtiges Spiel, ein direkter Gegner da unten“, sagte der Trainer. Besonders der Start wurmte ihn, weil er den frühen Elfmeterpfiff vor dem ersten Gegentor überhaupt nicht nachvollziehen konnte. „Kein Mensch am Sportplatz kann sich erklären, wie das ein Elfmeter war. Unser Tormann kommt super raus und blockt ganz klar den Ball und dann kommt der Pfiff. Niemand hat sich ausgekannt. Da hast du es eh schon jede Woche schwer und es läuft nicht viel für uns und dann startest du so ins Spiel“, meinte Hammer. Trotzdem kam seine Mannschaft zurück. Zillingdorf investierte laut dem Trainer viel, kämpfte sich in die Partie und verkürzte durch Leon Auer in der 28. Minute auf 1:2. Mit diesem Spielstand ging es auch in die Pause.

Ausgleich vor der Pause, wurde auf Abseits entschieden

Vor dem Seitenwechsel geling dem Gastgeber sogar ein Treffer, welcher aber nicht gezählt hat. ,,Abseitsentscheidung bei unserem Tor auch sehr fraglich" meinte Hammer. Nach dem Seitenwechsel schien das Spiel zunächst tatsächlich in Richtung der Gastgeber zu kippen. Leon Arno Auer erzielte in der 47. Minute das 2:2, und genau diese Phase beschrieb Hammer als die beste seiner Mannschaft. „Wir kommen aus der Pause gut raus, machen sofort den 2:2-Ausgleich und waren eigentlich gut in Fahrt“, sagte er. Der Zillingdorf-Coach sprach auch davon, dass sein Team in dieser Phase in Überzahl gewesen sei, nachdem es zuvor eine Gelb-Rote Karte gegen die Gäste gegeben habe. Umso mehr störte ihn, dass seine Mannschaft daraus zu wenig machte. „In der Phase, wo man in Überzahl war, muss schon mehr rausschauen“, hielt Hammer fest. Statt weiter Druck zu machen, zog sich Zillingdorf nach seiner Einschätzung eher zurück. Pottendorf blieb trotz Unterzahl im Spiel, was Hammer dem Gegner ausdrücklich anrechnete: „Sie haben halt die drei Elfmeter verwandelt und den Vorteil für sich genutzt und sich nach der roten Karte nicht aufgegeben und es uns trotzdem schwer gemacht.“ In der 75. Minute brachte Geljic die Gäste dann wieder 3:2 in Führung. Für Hammer war genau das der Knackpunkt: „Der Elfmeter zum 2:3 war sicher der entscheidende Moment, weil er uns noch einmal einen Knick gegeben hat. Der gegnerische Stürmer will schießen und tritt in den Rasen und der Schiedsrichter zeigt auf den Punkt. Unglaublich“

Am Drücker, aber ohne drittes Tor

Dass Zillingdorf nach dem 2:3 nicht mehr zurückkam, lag aus Sicht des Trainers nicht nur an den Entscheidungen des Unparteiischen. Hammer sagte selbst, dass seine Mannschaft auch danach noch genug Möglichkeiten hatte, um zumindest zum Ausgleich zu kommen. „Trotzdem hast du noch gute Chancen“, sagte er und verwies auf mehrere Gelegenheiten in der zweiten Halbzeit. Nach seiner Schilderung hatte der Pottendorfer Tormann in dieser Phase zwei oder drei starke Paraden, dazu blieb auch eine große Möglichkeit vor dem leeren Tor ungenutzt. Genau dort sah Hammer einen weiteren Grund für die Niederlage. „Am Ende war's einfach so, dass wir unsere Chancen nicht genützt haben“, meinte er. Zillingdorf war nach seiner Darstellung in dieser Phase zwar am Drücker, belohnte sich aber nicht mehr.

Rot in der Nachspielzeit, Geljic macht alles klar

In der Nachspielzeit wurde es dann noch einmal hektisch. Daniel Kubik sah bei Zillingdorf in der 90.+3. Minute die Rote Karte, eine Minute später machte Geljic mit seinem dritten Treffer an diesem Nachmittag den 4:2-Endstand für Pottendorf fix. Hammer ordnete auch diese Schlussphase in jene Reihe von Entscheidungen ein, die seine Mannschaft aus seiner Sicht besonders hart getroffen hätten. Er schilderte eine Szene rund um seinen Tormann und konnte auch die Entscheidung vor dem letzten Gegentor nicht nachvollziehen. Bei aller Kritik am Schiedsrichter versuchte er aber zumindest einen Teil der Verantwortung im eigenen Lager zu lassen. „Natürlich kann man nicht alles auf den Schiedsrichter schieben, aber er hat uns das schon sehr erschwert. 3 Elfmeter in einem Spiel gegen uns und keinen kann man sich erklären ist schon hart. Auch in der ersten Halbzeit 5 gelbe Karten in den ersten 30 Minuten zu geben gegen uns, wobei der Gegner mindestens genau so viele Fouls macht und da wird nichts mit Gelb bestraft, da hatte ich schon ein ungutes Gefühl. In meinem doch noch jungem Alter, hab ich schon viele Fußballspiele gesehen, aber so eine Schiedsrichterleistung blieb mir bis jetzt erspart. Man fühlt sich auch irgendwo hintergangen“, sagte Hammer. Unterm Strich bleibt für Zillingdorf damit eine Niederlage in einem direkten Duell in der unteren Tabellenhälfte, in dem nach dem 2:2 und den ausgelassenen Chancen nach der Pause durchaus mehr möglich gewesen wäre.

2. Klasse Steinfeld: Zillingdorf : Pottendorf - 2:4 (1:2)

  • 94
    Anton Geljic 2:4
  • 75
    Anton Geljic 2:3
  • 47
    Leon Arno Auer 2:2
  • 28
    Tobias Fröhlich 1:2
  • 14
    Matija Belcar 0:2
  • 3
    Anton Geljic 0:1