Spielberichte

„Der Anschlusstreffer vor der Halbzeit war der wichtigste Moment“ – Pottendorf dreht 0:2 in ein 4:2

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SVg. Pottendorf
SC Lichtenwörth

In der 2. Klasse Steinfeld hat die SVg. Pottendorf am Samstag gegen den SC Lichtenwörth einen 1:2-Pausenrückstand noch in einen 4:2-Heimsieg gedreht. Trainer Sandro Baumgartner machte vor allem den Anschlusstreffer kurz vor der Pause und den deutlich besseren Wiederbeginn seiner Mannschaft als Schlüssel für den Umschwung aus. „Da haben wir wirklich Gas gegeben und gezeigt, wo wir hingehören“, sagte er nach dem Spiel.

Eckball - Blick von der Eckfahne auf den fliegenden Ball und die Beine des Spielers

Image by Sepp from Pixabay

Lichtenwörth erwischt den besseren Start

Pottendorf brauchte einige Zeit, um in diese Partie hineinzufinden. Baumgartner sah seine Mannschaft in der ersten Halbzeit klar im Nachteil und formulierte das ohne große Umschweife. „Lichtenwörth war in der ersten Halbzeit klar aggressiver und schneller am Ball“, sagte der Trainer. Dazu kam aus seiner Sicht, dass die Gäste das Spiel unbedingt gewinnen wollten und in vielen Situationen wacher waren. Das zeigte sich auch am Spielstand. Emanuel Obakpolor brachte Lichtenwörth in der 14. Minute mit 1:0 in Führung, Michael Bayer legte in der 37. Minute das 2:0 nach. Baumgartner sprach bei beiden Gegentreffern von Fehlern der eigenen Mannschaft. Beim ersten Tor sei ein eigener Fehler vorausgegangen, beim zweiten habe sein Team „geschlafen“. Umso bedeutender war aus seiner Sicht das 1:2 durch Mark Knezevic in der 40. Minute. „Der wichtigste Moment war der Anschlusstreffer vor der Halbzeit“, betonte der Pottendorf-Coach, weil seine Mannschaft damit trotz einer schwächeren ersten Hälfte in Schlagdistanz blieb.

Nach der Pause kippt das Spiel

Was Pottendorf vor dem Seitenwechsel gefehlt hatte, war nach Wiederbeginn deutlich zu sehen. Baumgartner sprach davon, dass seine Mannschaft besser aus der Kabine gekommen sei als der Gegner. „Wir hatten mehr Ballanteile, waren aggressiver am Ball und sind besser in die Zweikämpfe gekommen“, sagte er. Diese veränderte zweite Halbzeit spiegelte sich dann auch am Ergebnis wider. Anton Geljic erzielte in der 60. Minute den Ausgleich zum 2:2, danach blieb Pottendorf am Drücker. In der 70. Minute fiel dann jenes Tor, das Baumgartner besonders hervorhob. Josip Komarac traf zum 3:2, und der Trainer schwärmte von einem „richtig schönen Tor“. Er schilderte die Aktion so: Ivan Mijac spielte einen Lupfer über die Abwehr, Komarac lief hinein und setzte den Halbvolley ins Kreuzeck. „Das war ein super Spielzug von der Mitte raus“, sagte Baumgartner. Den Schlusspunkt setzte Mirko Parlov in der 80. Minute mit dem 4:2. Für den Pottendorf-Trainer war damit auch die Bewertung klar: „Dadurch war es für uns ein verdienter Sieg.“

Stabiler hinten, besser im Zusammenspiel nach vorne

Baumgartner machte die Wende nicht nur an den vier Toren fest, sondern vor allem an den Veränderungen im Spiel seiner Mannschaft. „Richtig gut funktioniert hat vor allem in der zweiten Halbzeit die Abwehr und das Zusammenspiel in die Offensive“, sagte er. Genau dort sah er den Unterschied zwischen den beiden Spielhälften. Während Lichtenwörth vor der Pause oft einen Schritt früher am Ball gewesen sei, habe Pottendorf den Gegner nach dem Seitenwechsel deutlich besser kontrolliert. Auch den Gästen stellte er trotz der Niederlage ein ordentliches Zeugnis aus. Vor allem im ersten Durchgang sei Lichtenwörth sehr aggressiv gewesen, insgesamt sprach er von „einer soliden Leistung“. Diskussionsstoff gab es nach seiner Einschätzung dennoch. Baumgartner meinte, es habe einige Aktionen gegeben, bei denen Karten gezeigt worden seien, die nicht nötig gewesen wären. Gleichzeitig räumte er offen ein, dass es auch Situationen gegeben habe, „wo er eigentlich einige Spieler klar mit Rot vom Platz stellen hätte müssen, auch von unserer Mannschaft“. Der Trainer ordnete das aber ruhig ein und hielt fest, dass man solche Entscheidungen hinnehmen müsse.

Heimsieg nach Rückstand als klares Zeichen der Reaktion

Für Pottendorf war dieser Nachmittag damit vor allem deshalb wertvoll, weil die Mannschaft nach einem 0:2 gegen einen Gegner aus der Spitzengruppe nicht auseinanderfiel. Lichtenwörth war als Tabellendritter angereist und hatte die Partie zunächst in die gewünschte Richtung gelenkt, doch der Anschlusstreffer kurz vor der Pause änderte den Verlauf spürbar. Baumgartner sah genau dort den Punkt, an dem sein Team im Spiel blieb und in der Folge die Partie an sich ziehen konnte. Seine Aussagen nach dem Schlusspfiff gingen daher klar in eine Richtung: Die erste Hälfte war nicht gut genug, die zweite dafür umso mehr. Dass Pottendorf nach der Pause mit mehr Ball, mehr Zweikampfstärke und einer stabileren Defensive zurückkam, machte aus einem schwierigen Beginn am Ende einen Heimsieg, den der Trainer ausdrücklich als verdient bezeichnete.

2. Klasse Steinfeld: Pottendorf : Lichtenwörth - 4:2 (1:2)

  • 80
    Mirko Parlov 4:2
  • 70
    Josip Komarac 3:2
  • 60
    Anton Geljic 2:2
  • 40
    Mark Knezevic 1:2
  • 37
    Michael Bayer 0:2
  • 14
    Emanuel Obakpolor 0:1