In der 2. Klasse Steinfeld hat sich FC St. Egyden/Steinfeld beim ATSV Wöllersdorf-Steinabrückl mit 4:3 durchgesetzt. Lange sah es nach einer klaren Sache für die Gäste aus, die bis zur 85. Minute auf 4:1 stellten. Trainer Erich Röcher sprach von einer „aggressiveren, bissigeren Mannschaft“, ärgerte sich aber auch darüber, dass es nach der klaren Führung durch zwei späte Gegentore noch einmal unnötig knapp wurde.

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Aus Sicht von Röcher war der Auftritt seiner Mannschaft vor allem in der Anfangsphase genauso, wie er ihn sehen wollte. Nach zwei Niederlagen sei es wichtig gewesen, wieder ein Zeichen zu setzen, und genau das habe sein Team getan. „Wir waren sehr, sehr gut. Wir sind gut in die Partie hineingestartet“, sagte der Trainer. Schon in der 7. Minute ging St. Egyden in Führung, nachdem laut Röcher eine „wunderschöne Kombination“ über Istvan Bagi und Ronald Takacs den Treffer einleitete, den Ronald Takacs zum 0:1 abschloss. Wöllersdorf war zwar nicht völlig aus dem Spiel, Röcher sprach von einer eher ausgeglichenen ersten Hälfte, sah seine Mannschaft aber als das gefährlichere Team. Mit dem 0:1 zur Pause hatten sich die Gäste aus seiner Sicht eine gute Ausgangslage erarbeitet, weil sie kompakt standen und im Zentrum viele Bälle gewinnen konnten.
Nach der Pause legte St. Egyden zunächst nach und schob das Spiel in jene Richtung, die sich der Trainer gewünscht hatte. In der 55. Minute erhöhte Martin Biegler auf 0:2, vorbereitet mit einem starken Pass von Timon Schnabl, wie Röcher erklärte. Für ihn war das eine Phase, in der seine Mannschaft das Spiel auf ihrer Seite hatte: „Wir waren verdient 2:0 in Führung.“ Als Naziru Ahamadu in der 65. Minute für Wöllersdorf auf 1:2 verkürzte, drohte die Partie noch einmal enger zu werden. St. Egyden antwortete aber genau richtig. Zunächst traf Timon Schnabl in der 73. Minute mit einem Schuss aus 16 Metern ins kurze Eck zum 1:3, ehe in der 85. Minute Tobias Winkler uneigennützig für Istvan Bagi auflegte, der zum 1:4 vollendete. Röcher sah das Spiel damit eigentlich entschieden: „Die Partie war bei 4:1 für uns entschieden, und wir hätten eigentlich früher den Deckel draufmachen können.“
Dass es am Ende trotzdem noch einmal spannend wurde, passte dem St. Egydener Trainer überhaupt nicht. Marcel Zipfelmayer verkürzte in der 90. Minute auf 2:4, in der Nachspielzeit stellte Samir Azizur noch auf 3:4. Am Sieg änderte das nichts mehr, zufrieden war Röcher mit dieser Schlussphase aber nicht. „Wir hätten uns das Leben leichter machen können“ und „Die unnötigen Gegentore ärgern mich ein bisschen“, sagte er offen. Sein Hauptpunkt: Vorne müsse St. Egyden die Situationen im letzten Drittel konsequenter fertig spielen, hinten brauche es mehr Sauberkeit. „Wir haben viele Balleroberungen im Zentrum gehabt, haben das dann aber nicht so richtig fertig gespielt. Da müssen wir konsequenter werden.“ Gleichzeitig stellte Röcher klar, dass Wöllersdorf spielerisch Lösungen gesucht habe und offensiv gefährlich sein könne. Diskussionsstoff gab es für ihn trotzdem, vor allem bei Abseitsentscheidungen ohne Linienrichter. Zudem sagte er: „Für mich war das in der ersten Hälfte eine klare Rote Karte.“ Unterm Strich bleiben für St. Egyden aber drei verdiente Punkte, mit denen St. Egyden nach neun Runden bei 18 Zählern hält und den Anschluss in der Spitzengruppe wahrt.