Für Peter Bauer und den TSV Irnfritz war der Freitagabend in der 2. Klasse Thayatal gegen den SV Ravelsbach vor allem die Bestätigung eines klaren Plans und einer intakten Teamstimmung. Der Coach ordnete den deutlichen Auftritt nüchtern ein, sprach von langen Phasen klarer Überlegenheit, aber auch von zwei kurzen Durchhängern – in jeder Halbzeit rund 15 Minuten –, in denen Ravelsbach mehr vom Spiel hatte. Zugleich stellte Bauer das konsequente Anlaufen und das klare Chancenplus heraus. Besonders positiv: der Lauf seines neuen Mittelstürmers und starke Paraden seines Keepers. Und abseits des Rasens? Ein nahezu kompletter Kader, hohe Trainingsbeteiligung und spürbar gute Laune – Zutaten, die Irnfritz in die nächsten Wochen tragen sollen.

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Bauer zeichnete einen stringenten Verlaufsbogen: ein starker Start, eine kürzere Phase mit abgegebenem Zugriff und die entscheidenden Nadelstiche vor dem Seitenwechsel. Wörtlich hielt er fest: "Wir sind mit einer 4:0-Führung in die Halbzeitpause gegangen." Nach dem Wiederanpfiff kam Irnfritz schwach aus der Kabine: "Wir sind nach der Pause leider richtig schlecht gestartet." Ravelsbach nutzte diese Phase zum Anschlusstreffer zum 4:1 durch Maurice Lukestik, ehe Irnfritz wieder anzog. Bauers Fazit zum Schlussteil: "Ein paar Minuten nach dem Gegentor haben wir uns wieder gefangen, waren bis zum Ende die bestimmende Mannschaft und haben – leider – sehr viele gute Chancen liegen lassen."
Taktisch hatte Irnfritz eine klare Idee gegen Ravelsbachs Aufbau: "Wir haben sie den ersten Pass rausspielen lassen und dann sofort mit mehreren Spielern unter Druck gesetzt. Genau das hat funktioniert. Wir haben sie zu Fehlern gezwungen." Trotz des deutlichen Chancenplus zeigte der Trainer Respekt für den Gegner: "Das ist eine sehr junge Mannschaft, aber eine, die Fußball spielen will." Dieses mutige Anlaufen gegen einen ballspielenden Kontrahenten legte den Grundstein für zahlreiche Ballgewinne in aussichtsreichen Zonen – und die 4:0-Pausenführung.
Personell setzte es prominente Schlaglichter. Der neue Mittelstürmer stand im Zentrum der Lobeshymnen: "Mann des Spiels war – wie letzte Woche – Vojtech Preucil. Er hat drei Tore geschossen, hat in der Rückrunde in drei Spielen acht Treffer. Er kann nicht nur treffen, sondern hat auch per Eckball ein Tor vorbereitet. Wir sind mit ihm wirklich sehr zufrieden." Auf dem Spielbericht traf Preucil zum 1:0, 2:0 und 4:0; noch vor der Pause markierte Michael Winkler das 3:0. Nach der Pause legten Christian Arthaber und David Vacek nach, für Ravelsbach netzte Maurice Lukestik – der Endstand lautete 6:1. Hinten hielt Christoph Hummel in heiklen Momenten souverän: "Von Ravelsbach kann ich mich nur an zwei wirklich gute Chancen erinnern – einen Freistoß und einen Kopfball unseres Innenverteidigers aufs eigene Tor. Beides hat unser Tormann Christoph Hummel sehr gut gehalten."
Auch die Kaderlage beflügelt: "Bis auf Lukas Speneder, der beruflich zu tun hatte, hatten wir einen vollständigen Kader. Wir haben inklusive Reserve jedes Wochenende mindestens 28 Spieler. Das ist top. Wir haben eine sehr hohe Trainingsbeteiligung. Die Stimmung ist derzeit sehr gut und das werden wir in die nächste Runde mitnehmen."