Nach dem Auswärtsspiel bei USV Weitersfeld ordnete Sascha Sprung, Sportlicher Leiter des SV Raiffeisen Union Japons, die Lage seines Teams in der 2. Klasse Thayatal ein. Seine Bilanz fiel selbstkritisch aus: Nicht fehlende Qualität, sondern zu viele Eigenfehler prägten den Auftritt – Fehler, die der Gegner konsequent bestrafte. Den Ballbesitz sah er über weite Strecken als weitgehend ausgeglichen mit leichten Vorteilen für Weitersfeld; in den direkten Duellen fehlte oft der berühmte Tick. Taktisch blieb vieles hinter den Erwartungen, bei Standardsituationen setzte es auffallend viele Gegentore. Gleichzeitig betonte er, dass es durchaus Möglichkeiten gab, wieder heranzukommen.

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"Wir waren eigentlich nicht schlechter. Wir haben ziemlich viele Eigenfehler gemacht, und Weitersfeld hat das ausgenutzt." Diese Einordnung zog sich wie ein roter Faden durch seine Analyse und erklärt die Schlüsselmomente des Spiels aus Japons-Sicht.
"Weitersfeld hatte ein bisschen mehr Chancen, aber wir hatten Möglichkeiten zum Anschlusstreffer – es wäre interessant gewesen zu sehen, wie es dann weiterläuft." Spät gelang immerhin noch der Ehrentreffer: In der 90. Minute verkürzte Tobias Fichtner auf 1:7.
"Die taktische Vorgabe hat eher nicht funktioniert." Bei ruhenden Bällen offenbarte sich zudem eine besondere Schwachstelle: "Wir haben ziemlich viele Standardtore kassiert." Im direkten Duell sah er Phasen auf Augenhöhe, aber auch entscheidende Nuancen zugunsten der Hausherren: "Teilweise auf Augenhöhe, aber Weitersfeld war oft einen Tick früher am Ball." Für die nächsten Wochen bleibt der Blick nach innen: "Zu verbessern gibt es einiges, aber was genau kann ich jetzt noch nicht sagen. Da muss ich länger drüber nachdenken."