Im Duell des SV Pulkau mit dem USV Geras in der 2. Klasse Thayatal ordnete Lukas Bühler den Auswärtssieg als verdient ein: "Wir waren die spielbestimmendere Mannschaft." Er schilderte eine starke erste Hälfte mit hohem Druck und nur wenigen gegnerischen Chancen – folgerichtig ging Geras mit 3:1 in die Pause. Nach dem Seitenwechsel kam Pulkau besser ins Spiel, später agierten die Gastgeber nach einem Ausschluss in Unterzahl; dennoch blieb Geras im Umschalten jederzeit gefährlich. Bühler wirkte zufrieden, betonte aber den nüchternen Blick auf Details – von der Ballverteilung über die Zweikampfführung bis zu Standards – und sprach insgesamt von einem fair geführten Duell.

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Besonders die Anfangsphase gefiel dem Coach: "Wir haben in der ersten Halbzeit sehr viel richtig gemacht, Pulkau nur zu zwei, drei Chancen kommen lassen und vorne viel Druck erzeugt – über 90 Minuten gesehen war der Sieg verdient." Auf dem Platz passte vieles zusammen: Michal Votoupal stellte früh auf 1:0, Edvard Vasiljev legte zum 2:0 nach. Der SV Pulkau meldete sich durch Mario Mattes mit dem 2:1 zurück, doch noch vor dem Seitenwechsel erhöhte René Haslinger auf 3:1. Auch nach der Pause, so der Trainer, blieb seine Elf "immer im Konter gefährlich" und suchte konsequent die Tiefe.
Zum Kräfteverhältnis am Ball sagte Bühler: "In der ersten Halbzeit waren wir klar die ballbesitzstärkere Mannschaft." Nach der Pause habe Pulkau zunächst mehr Spielanteile gehabt, "aber dann waren auch wir wieder sehr präsent – auch nach dem Ausschluss." Beide Teams hätten Fußball spielen wollen, trotz eines auf einer Seite tiefen Platzes. Zum Unparteiischen meinte er: "Im Großen und Ganzen hat der Schiri das sehr gut gemacht und körperbetont spielen lassen." Pulkau verkürzte zwischenzeitlich auf 3:2 (Alexander Hahn), Alexander Hahn sah später Gelb-Rot, ehe Franz Raab in der Schlussphase zum 4:2-Endstand traf.
Bei ruhenden Bällen sah Bühler keinen Schlüssel zum Spiel: "Die Standards waren heute nicht entscheidend. Wir wussten, dass der Gegner zuletzt nach ruhenden Bällen gefährlich war, waren aber gut darauf eingestellt und haben das sauber wegverteidigt. Unsere eigenen Standards waren nicht überragend – insgesamt entstand auf beiden Seiten wenig Gefahr." Personell musste er dennoch reagieren: "Wir haben leider einen Spieler auswechseln müssen. Taktisch nichts Grundlegendes, aber Positionen und Personal haben wir verschoben." Den Blick richtete er rasch nach vorne: "Jetzt wartet der Tabellenführer – sicher die Mannschaft der Liga. Wenn wir dagegenhalten, haben wir auch dort eine Chance zu bestehen."