Deutliches Heim-Statement in der 2. Klasse Thayatal: Der TSV Irnfritz setzt sich gegen den UFC Drosendorf mit 4:0 durch. Nach einer zähen Anfangsphase brachte ein Doppelschlag vor und direkt nach der Pause die Partie klar auf Heimkurs. Trainer Peter Bauer sprach von einem „anderen Match“ in Hälfte zwei, in dem seine Elf schneller, flacher und aggressiver agierte. Entscheidend war für ihn das späte 2:0 vor dem Seitenwechsel, das Irnfritz den Weg zum souveränen Erfolg ebnete.

Image by Jörg Struwe from Pixabay
Peter Bauer machte keinen Hehl daraus, dass seine Mannschaft mit angezogener Handbremse startete. „Wir sind nicht gut in die Partie gekommen, die ersten 20 Minuten haben wir die Matchvorgabe nicht umgesetzt“, sagte der Irnfritz-Trainer. In Minute 35 fiel dennoch das 1:0. Im Ticker wird der Treffer als Eigentor von Stefan Reischütz geführt, Bauer beschrieb die Szene hingegen als Flanke und anschließenden Kopfball seines Mittelstürmers. Unabhängig von der Entstehung tat der Führungstreffer dem Heimteam gut, die ganz große Sicherheit war aber noch nicht da. Umso wichtiger war das 2:0 kurz vor der Pause: „Ein super Weitschuss von Kainz, unhaltbar – das war sehr wichtig.“ Mit diesem Polster ging Irnfritz spürbar befreiter in die Kabine und hatte die bessere Ausgangslage für den zweiten Durchgang.
Aus der Pause kam Irnfritz wie verwandelt. „Zweite Hälfte war es ein ganz anderes Match. Wir haben schneller gespielt, waren aggressiver und haben flach kombiniert“, erklärte Bauer. Der Plan griff sofort, denn unmittelbar nach Wiederbeginn stellte Vojtech Preucil in der 46. Minute auf 3:0. Der Trainer ordnete den Treffer einem Drosendorfer Fehlpass in der Abwehr zu: „Das 3:0 ist durch einen Fehlpass in der Abwehr entstanden.“ Mit zunehmender Kontrolle erarbeitete sich Irnfritz weitere Möglichkeiten – und blieb konsequent. „Die Tore waren dann nur eine Frage der Zeit“, so Bauer, der in der 76. Minute den Schlusspunkt durch Michael Winkler sah. Weil Irnfritz das Spiel nun klar diktierte, Chancen herausspielte und verwertete, passte am Ende nicht nur die Art, sondern auch die Höhe des 4:0. „Das Ergebnis ist auch in der Höhe verdient“, betonte der Coach.
Im Gegnerbild war für Bauer vieles erwartbar. „Man kennt Drosendorf: Sie kommen nicht unbedingt übers Fußballspielen, sondern über die Physis, mit vielen großen, körperlich starken Spielern.“ In Hälfte eins spielte Irnfritz ihnen das noch zu sehr in die Karten: „Wir haben mit hohen Bällen agiert – genau das, worauf Drosendorf wartet.“ Die Korrektur nach der Pause war folgerichtig: „Man muss sie in Bewegung bringen. Flach und schnell – dann hat Drosendorf Probleme.“ In der Tabelle steht Irnfritz mit 53 Punkten auf Rang vier, Drosendorf hält bei 38 Zählern auf Platz zehn. Der klare Heimsieg festigt die Position der Bauer-Elf; die Leistung nach der Pause liefert Rückenwind für die nächsten Aufgaben. „Der Unterschied war heute einfach: Wir nutzen die Chancen vor der Pause – und kommen danach viel besser raus.“