In der 2. Klasse Thayatal hat sich SV Pulkau nach einer wechselhaften ersten Saisonhälfte noch bis auf Rang drei vorgeschoben. Obmann Robert Hahn blickt deshalb nicht ohne Zufriedenheit zurück, bleibt in seiner Einordnung aber bodenständig. Im Herbst passten die Ergebnisse oft nicht, im Frühjahr wurde Pulkau deutlich stabiler, fuhr viele Siege ein und belohnte sich am Ende mit einem dritten Platz, der vor einigen Monaten noch längst nicht absehbar war.

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Robert Hahn beschreibt die abgelaufene Saison sehr offen und ohne große Ausschmückung. "Die erste Saisonhälfte war eher durchwachsen. Da haben die Ergebnisse nicht so gepasst. Dafür war die zweite Saisonhälfte um einiges besser", sagt der Obmann. Genau diese Entwicklung spiegelt sich auch in den Zahlen wider. SV Pulkau lag im Verlauf der Saison noch im hinteren Mittelfeld, arbeitete sich aber Schritt für Schritt nach vorne und stand nach 30 Runden mit 62 Punkten auf Rang drei. Besonders die Schlussphase war stark. Aus den letzten fünf Spielen holte Pulkau vier Siege, gewann gegen Röschitz/Sitzendorf/Roggendorf-K.J. mit 4:1, beim USC Mallersbach mit 4:2, gegen SV Union Japons mit 2:0 und beim UFC Drosendorf mit 2:1. Dazwischen stand nur die 1:2-Niederlage gegen Meister SV Manhartsberg. Hahn fasst diese Aufholjagd knapp, aber treffend zusammen: "Gott sei Dank konnten wir viele Siege einfahren und uns dadurch in der Tabelle noch auf den dritten Platz verbessern."
Was bei vielen Vereinen im Sommer fast schon automatisch dazugehört, fällt in Pulkau diesmal auffallend ruhig aus. Hahn kann bei der Kaderfrage einen Satz sagen, den im Unterhaus nicht jeder Funktionär so formulieren kann: "Es hat kein einziger Spieler den Verein verlassen. Alle sind geblieben, alle wollten bleiben." Das ist eine klare Ansage und gleichzeitig ein Hinweis darauf, wie sehr man auf den vorhandenen Kader vertraut. Große Baustellen sieht der Verein damit offenbar nicht. Dazu kommt mit Alessandro Aguiari nur ein Neuzugang, wobei Hahn auch das ohne große Überhöhung einordnet: "Es gibt nur einen Neuzugang. Das ist Alessandro Aguiari, der nach einer Leihe wieder zu uns zurückkommt und das Reserveteam verstärken wird." Pulkau setzt damit nicht auf einen großen Umbruch, sondern auf Zusammenhalt, Eingespieltheit und die Hoffnung, dass die Mannschaft genau dort weitermacht, wo sie in der starken zweiten Saisonhälfte aufgehört hat.
Wenn Hahn über einzelne Spieler spricht, dann hebt er vor allem einen Namen hervor: Alexander Hahn. Der Offensivspieler wurde vereinsintern zum Spieler der Saison gewählt und lieferte mit 18 Treffern eine Zahl, die in jeder Liga auffällt. "Das ist schon eine imponierende Leistung", sagt Robert Hahn über das Pulkauer Eigengewächs. Auch abseits des Rasens setzt der Verein auf Stabilität. "Es gibt keine Veränderung, auch nicht bei den Funktionären. Es bleibt alles beim Alten", erklärt der Obmann. Erst im Frühjahr stehen beim SV Pulkau Neuwahlen an. Kurzfristig richtet sich der Blick aber auch auf das Vereinsleben neben dem Meisterschaftsbetrieb. Beim Ferienspiel des Klubs haben sich laut Hahn rund 40 Kinder angemeldet. Dazu kommen zwei angeschlagene Spieler, die zum Saisonstart wieder fit sein sollten. Den Blick über die eigene Mannschaft hinaus verliert man in Pulkau ebenfalls nicht. Hahn zollt dem Titelträger Respekt und sagt über SV Manhartsberg: "Die Leistung von diesem Verein war schon beeindruckend. Manhartsberg ist verdient Meister geworden."