In der 2. Klasse Thayatal hat UFC Drosendorf die Saison mit 41 Punkten auf Rang zehn beendet. Für den sportlichen Leiter Tobias Poindl ist das aber nur ein Teil der Geschichte. Er sieht eine Mannschaft, bei der das Kollektiv funktioniert hat, die in mehreren Bereichen aber noch Luft nach oben hat. Vor allem im Zusammenspiel, in der Chancenproduktion und in der Arbeit gegen den Ball soll nun der nächste Schritt folgen.

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Der Blick zurück fällt beim UFC Drosendorf durchaus nüchtern, aber nicht negativ aus. Tobias Poindl hebt vor allem das hervor, was im Unterhaus oft die Grundlage für eine stabile Saison ist. „Generell hat bei uns das Kollektiv gut funktioniert, also die Mannschaftsleistung“, sagt der sportliche Leiter. Genau dieses Bild passt auch zum Saisonverlauf. UFC Drosendorf bewegte sich über weite Strecken im Bereich zwischen Rang acht und Rang zehn, fiel also nicht in unruhige Tabellenzonen zurück, schaffte aber auch nicht mehr den Sprung nach vorne. Nach 30 Runden standen schließlich 41 Punkte und Platz zehn. Auch die letzten Wochen der Saison zeigten noch einmal diese Mischung aus ordentlichen Phasen und Rückschlägen: Dem 1:1 gegen SV Ravelsbach folgte ein 0:4 gegen TSV Irnfritz, danach ein klares 3:0 gegen SVU Langau, ehe es gegen USV Kühnring mit 3:4 und gegen SV Pulkau mit 1:2 wieder knappe Niederlagen setzte.
Gerade deshalb redet Poindl die Situation auch nicht schön, sondern spricht sehr konkret an, wo UFC Drosendorf ansetzen will. „Wir müssen noch intensiver in die Abläufe hineinkommen und noch eingespielter werden“, sagt er. Dahinter steckt der Wunsch, nicht nur ordentlich mitzuspielen, sondern sich aus dem eigenen Spiel heraus noch mehr zu erarbeiten. Poindl formuliert das ebenfalls klar: „Wir wollen uns mehr Chancen erarbeiten und dann auch kaltschnäuziger vorm Tor werden, damit wir mehr Tore erzielen.“ Dazu kommt für ihn ein zweiter Punkt, der genauso wichtig ist. „Gleichzeitig müssen wir gegen den Ball noch griffiger und aggressiver werden“, sagt er. Entscheidend ist für ihn dabei die mannschaftliche Geschlossenheit. „Wir brauchen diese Kompaktheit, bei der wirklich alle gemeinsam arbeiten.“ Damit beschreibt er ziemlich genau den Weg, den der Verein jetzt gehen will: Die Basis stimmt, aber in den entscheidenden Momenten soll UFC Drosendorf geschlossener, klarer und wirkungsvoller auftreten.
Auch personell gibt es beim UFC Drosendorf einige Veränderungen. Von Lukas Drapak und Lukas Suchy hat sich der Verein getrennt, dazu beendet in der zweiten Mannschaft ein Spieler seine Laufbahn, um sich stärker seiner Trainertätigkeit zu widmen. Auf der anderen Seite sollen mehrere Zugänge neue Möglichkeiten bringen. Mit Valentin Spiegl und Lorenz Prkna kommen zwei sehr junge Spieler dazu, die laut Poindl sowohl in der Reserve als auch in der Kampfmannschaft eine Bereicherung sein sollen. Dazu wurde mit Michael Prokes ein Stürmer verpflichtet, der bisher in Brunn/Wild gespielt hat. Mit Onsi Fouli kommt ein Akteur vom USV Gaweinstal, den Poindl als „universell einsetzbar“ beschreibt, also mit Optionen in der Innenverteidigung oder im zentralen Mittelfeld. Für die Offensive holte UFC Drosendorf außerdem Omar El-Gaur von Bisamberg, der laut Poindl flexibel einsetzbar ist. Die Richtung ist damit klar: Der Kader soll breiter, variabler und im Idealfall auch torgefährlicher werden.
Nicht alles wird beim UFC Drosendorf neu aufgestellt, im Gegenteil. „Das Trainerteam bleibt gleich“, sagt Poindl und betont damit die gewünschte Kontinuität. Diese Ruhe passt auch zum Vereinsumfeld, in dem in den vergangenen Wochen einiges los war. Das 60-Jahr-Jubiläum wurde mit einem Kabarettabend und einem Jubiläumsheurigen begangen, dazu kamen weitere Veranstaltungen wie die Sonnwendfeier. Am 17. Juli steht noch die Outbreak-Party auf dem Programm. Sportlich schaut Poindl auch über den eigenen Tellerrand hinaus. Besonders positiv aufgefallen sind ihm USV Geras und TSV Irnfritz mit „guten, konstanten Leistungen“, ganz oben hebt er aber SV Manhartsberg hervor: „82 Punkte nach 30 Spielen, das ist schon eine überragende Bilanz.“ Einen einzelnen Spieler aus den eigenen Reihen will er dagegen bewusst nicht herausheben. Auch das passt zur Linie, die sich durch seine gesamte Einschätzung zieht. UFC Drosendorf versteht sich als Mannschaft, will als Kollektiv den nächsten Schritt machen und sieht genau darin den Hebel für die kommende Saison.