Nach einer Saison, die für die SG Sigmundsherberg/Klein-Meiseldorf in der 2. Klasse Thayatal auf Rang 16 mit zwei Punkten endete, richtet Trainer Roland Eder den Blick bewusst nach vorne. Die Tabelle spricht eine klare Sprache, der Ton im Verein aber ist nicht nur von Ernüchterung geprägt. Eder spricht von kleiner werdendem Abstand, einer intakten Mannschaft und viel Motivation im Training.

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Wer nur auf die Schlussphase schaut, sieht bei der SG Sigmundsherberg/Klein-Meiseldorf eine harte Bilanz. Auf das 1:3 gegen USV Brunn/Wild folgten ein 0:3 gegen USV Geras, ein 0:6 gegen USV Weitersfeld und ein 2:8 gegen USV Pleißing/Waschbach, ehe zum Abschluss mit dem 1:1 gegen SV Ravelsbach noch ein Punkt gelang. Roland Eder will den Rückblick trotzdem nicht allein auf diese Resultate reduzieren. „Wir konnten den Abstand gegenüber dem Herbst zu den anderen Mannschaften deutlich verringern, und das wird uns auch in der neuen Saison wieder gelingen“, sagt der Trainer. Noch wichtiger ist für ihn, wie seine Gruppe intern arbeitet. „Die Mannschaft hält super zusammen, ist sehr motiviert bei den Trainings, und das stimmt mich sehr positiv“, so Eder. Genau in dieser Mischung aus Ehrlichkeit und Zuversicht liegt seine Sicht auf die vergangenen Monate.
Im Sommer gibt es bei der SG Sigmundsherberg/Klein-Meiseldorf einige Veränderungen, die Eder klar anspricht. Im defensiven Mittelfeld steht Martin Surala nicht mehr zur Verfügung, dazu haben laut Trainer zwei Ergänzungsspieler aus der Reserve den Verein verlassen. Auf der Zugangsseite nennt Eder mit Michael Niederle einen Spieler fürs offensive Mittelfeld, der vom SV Kirchberg am Walde kommt. Außerdem wechseln vier junge Spieler aus Eggenburg leihweise zur SG. Dazu kündigt der Trainer noch eine weitere Verstärkung für die Offensive an, ohne schon einen Namen zu nennen. „In der Offensive haben wir einen Spieler mit großer Torgefahr hinzugewinnen können, aber der Name wird erst später bekannt gegeben“, sagt Eder. Fix ist auch, dass Jakob Fischer nach seiner Leihe dauerhaft bleibt, während Michael Aguiari, der den Verein sehr gut unterstützt hat, nach dem Ende seiner Leihe wieder zurückkehrt. „Auch hier möchte ich Michi nochmal danken für seine positive Art und die Unterstützung in einer nicht einfachen Phase zu Saisonbeginn“, sagt Eder abschließend.
Ein wichtiger Punkt für die Planung ist auch die personelle Lage. Vor allem in der Defensive gibt es für Eder eine gute Nachricht, weil Matthias Fraberger nach einer langen Zwangspause wieder zurückkehrt. „Mit Matthias Fraberger haben wir einen unserer Stamm-Innenverteidiger nahezu die ganze Rückrunde verletzungsbedingt nicht einsetzen können, aber er ist nahezu bei hundert Prozent und wird wieder spielen können“, erklärt der Trainer. Dem steht allerdings ein schwerer Ausfall gegenüber. Stefan Schmöger hat sich laut Eder bereits im zweiten Spiel der Rückrunde das Kreuzband gerissen und wird noch länger fehlen. „Auf ihn werden wir wohl noch mindestens ein halbes Jahr verzichten müssen“, sagt Eder. Gerade für eine Mannschaft, die in der vergangenen Saison immer wieder unter Druck geraten ist, sind solche Personalien natürlich mehr als nur Randnotizen.
Dass Eder trotz der schwierigen Saison nicht nur Probleme aufzählt, hängt auch mit den jungen Spielern zusammen, die in den vergangenen Monaten aufgezeigt haben. Besonders hebt er David Seidl hervor. „David Seidl kann man hier auf jeden Fall nennen. Er verbessert sich immer weiter und gibt im Training 100 %", sagt der Trainer. Auch Simon Schmöger und Michael Seidl, beide erst 15 Jahre alt, haben bei ihm Eindruck hinterlassen. „Sie haben bereits starke Einsätze in der Kampfmannschaft verbuchen können, sind sehr motiviert im Training und klopfen schon kräftig an die Kampfmannschaft an“, so Eder. Gleichzeitig weiß er, dass die Liga auch heuer unangenehm bleiben wird. Vor allem SV Pulkau und TSV Irnfritz nennt er als Mannschaften, die „schwer zu knacken sein“ werden. Der Ausblick bei der SG Sigmundsherberg/Klein-Meiseldorf ist damit klar: keine großen Sprüche, aber ein Kader, der zusammenhält, gezielt ergänzt wird und mit jungen Spielern neuen Schwung bekommen soll.