Zum Auftakt in der 2. Klasse Thayatal hat der USV Kühnring gegen die SG Burgschleinitz/Straning nach einer 3:0-Führung nur 3:3 gespielt. Trainer Robert Wenninger sprach danach von einem Abend mit zwei Gesichtern: Nach einem passiven Beginn übernahm seine Mannschaft klar das Kommando, ehe sie die Partie nach der Pause noch aus der Hand gab.

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Wenninger hatte das Spiel seiner Mannschaft zunächst zwiespältig gesehen, weil der Einstieg überhaupt nicht nach seinem Geschmack war. „Die ersten zwanzig Minuten haben wir nicht so ganz reingefunden. Da waren wir zu passiv und noch nicht bereit genug für das erste Saisonspiel“, sagte der Trainer. Erst rund um die Trinkpause kam der USV Kühnring besser hinein, fand zu seinem Spiel und wurde deutlich aktiver. Für Wenninger war das der Punkt, an dem seine Mannschaft die Partie an sich zog. In der 33. Minute brachte Vojtech Suchomel den USV Kühnring in Führung, nur zwei Minuten später legte Stefan Stastny-Pfaller das 2:0 nach. „Nach der Trinkpause war es deutlich besser, wir haben uns mehr Chancen erarbeitet und waren klar besser“, so Wenninger, der den Pausenstand deshalb auch als verdient einstufte.
Auch nach dem Seitenwechsel schien zunächst alles in die richtige Richtung zu laufen. Vojtech Suchomel erhöhte in der 49. Minute auf 3:0, und aus Sicht von Wenninger sprach zu diesem Zeitpunkt wenig dafür, dass die Partie noch einmal offen werden würde. „In der zweiten Halbzeit sind wir dann auch sehr gut gestartet, haben gleich das 3:0 gemacht“, sagte er. Umso größer war danach das Unverständnis beim Kühnringer Trainer. Manuel Schnabel verkürzte in der 56. Minute auf 3:1, einen Treffer, den Wenninger als Schuss oder Flanke beschrieb – „man weiß es nicht so genau“ –, der aber genau passte. Danach sei bei seiner Mannschaft die Verunsicherung spürbar geworden. Tobias Sachata machte in der 74. Minute das 3:2, nachdem der USV Kühnring laut Wenninger „nach einem eigenen Ballbesitz und einem Fehlpass im gegnerischen Strafraum in den Konter“ gelaufen sei. Nur zwei Minuten später glich Jonas Braunsteiner zum 3:3 aus. „Beim 3:3 ist es dann ein Fehler von der Innenverteidigung, und das darf so nicht passieren“, sagte Wenninger. Vor allem habe seine Mannschaft in dieser Phase nicht gut genug abgesichert und sei zu offen gewesen.
Dass der USV Kühnring am Ende nur mit einem Punkt dastand, erklärte Wenninger nicht nur mit den eigenen Fehlern, auch wenn er die Hauptverantwortung klar bei seiner Mannschaft sah. „Entscheidend war trotzdem in der zweiten Halbzeit, dass wir nach dem 3:0 vielleicht auch eine Spur zu offensiv agiert haben“, meinte er. Zusätzlich sprach er zwei Situationen an, die aus seiner Sicht gegen den USV Kühnring liefen: ein vermeintliches 4:1, das wegen Abseits aber nicht zählte, sowie ein mögliches Handspiel im Strafraum von SG Burgschleinitz/Straning in der 90. Minute. „Wenn wir das 4:1 machen, ist die Partie eigentlich zu Ende“, sagte Wenninger. Trotzdem wollte er sich nicht hinter diesen Entscheidungen verstecken. „Ein Quäntchen Glück“ habe gefehlt, dazu „im letzten Abschnitt die nötige Cleverness“. Gerade daraus müsse seine Mannschaft nun lernen, denn über weite Strecken hatte der Trainer mit dem Auftritt durchaus etwas anfangen können: „Wir haben phasenweise wirklich gut Fußball gespielt.“ Umso mehr dürfte das 3:3 schmerzen, weil aus einem kontrollierten Abend noch ein unnötig offener Start in die neue Saison wurde.