Zum Auftakt der 2. Klasse Thayatal hat TSV Irnfritz beim USV Weitersfeld ein 2:2 aus der Hand gegeben. Nach einer starken ersten halben Stunde, einer verdienten Pausenführung und dem späteren 2:0 schien die Mannschaft von Trainer Peter Bauer auf Kurs. Am Ende blieb aber nur ein Punkt, weil Weitersfeld in der Schlussphase zurückkam und in der 95. Minute per Elfmeter noch ausglich.

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Peter Bauer ärgerte sich nach dem Schlusspfiff vor allem über das, was seine Mannschaft vor der Pause liegen ließ. „Wir sind sehr gut in das Spiel gestartet, waren die ersten 30 Minuten feldüberlegen und haben da auch schon das Tor zur 1:0-Führung erzielt, was zu dem Zeitpunkt absolut verdient war“, sagte der Trainer von TSV Irnfritz. In diese starke Phase fiel auch das 0:1 in der 24. Minute durch Patrick Amon. Bauer sprach von einem „echten Traumtor“ seines Linksverteidigers, der sich normalerweise nicht durch besondere Torgefahr auszeichne. Für TSV Irnfritz war das die verdiente Belohnung, weil der Gast den Gegner laufen ließ, ballsicher auftrat, kaum Fehler im Spielaufbau machte und weit vorne Bälle eroberte. Nur in den letzten zehn Minuten vor der Pause wurde TSV Irnfritz laut Bauer etwas zu passiv, ohne dass sich am 0:1-Halbzeitstand noch etwas änderte.
Nach dem Seitenwechsel veränderte sich die Partie dann aber deutlich. Peter Bauer hatte den USV Weitersfeld nun aktiver gesehen und meinte: „Weitersfeld ist stärker aus der Pause rausgekommen.“ Ganz gekippt war das Spiel aus seiner Sicht zunächst trotzdem nicht, weil die ersten zwanzig Minuten der zweiten Halbzeit noch relativ ausgeglichen verliefen. Umso wichtiger war für TSV Irnfritz das 0:2 in der 69. Minute durch Lukas Speneder. Doch genau nach diesem Treffer verlor der Gast den Zugriff. „Wir haben dann ein bissl den Faden verloren, keine zweiten Bälle mehr gewonnen und die wichtigen Zweikämpfe nicht mehr gewonnen“, sagte Bauer. Dazu kam eine Umstellung in der Abwehr, die im Rückblick ebenfalls ihren Teil dazu beitrug, dass die Ordnung verloren ging. USV Weitersfeld nutzte das aus, kam durch Christoph Kanka in der 76. Minute auf 1:2 heran und rettete sich schließlich tief in der Nachspielzeit noch zum Punkt. Jindrich Stransky verwandelte in der 95. Minute den Elfmeter zum 2:2.
Gerade dieser Verlauf ärgerte den Trainer von TSV Irnfritz besonders, weil er die Ursache nicht nur in der hektischen Schlussphase sah. Für ihn lag der Knackpunkt schon viel früher, nämlich in der starken Anfangsphase, als seine Mannschaft aus der Überlegenheit zu wenig machte. „Wir hätten unsere Feldüberlegenheit in mehr Tore ummünzen müssen. Zur Pause hätten wir auch schon 2:0 oder 3:0 führen können, dann wäre das Spiel wahrscheinlich gelaufen gewesen“, sagte Peter Bauer. Dass es trotz der vergebenen Möglichkeiten bis zur 69. Minute noch für eine 2:0-Führung reichte, machte die Sache aus seiner Sicht nicht besser. „Eine 2:0-Führung darf man nicht aus der Hand geben“, hielt er fest. Gleichzeitig ordnete er das Ergebnis aber auch nüchtern ein. Das Remis sei am Ende „kein unverdientes Unentschieden“ gewesen. Vor allem bei der Chancenverwertung sieht Bauer bei TSV Irnfritz noch Luft nach oben.
Interessant war für Bauer auch, wie sich der USV Weitersfeld über die 90 Minuten präsentierte. „Ich war überrascht, dass sie in der ersten Hälfte sehr, sehr passiv waren. Sie haben uns eigentlich das Spiel komplett überlassen“, sagte der Trainer von TSV Irnfritz. Nach der Pause sei der Gegner dann aber besser ins Spiel gekommen. Besonders der schnelle und trickreiche Stürmer mit der Nummer zehn sei über die gesamte Spielzeit ein Thema gewesen. In der entscheidenden Szene kurz vor dem Schlusspfiff habe man die Situation nur mehr mit einem Foul lösen können. Auch deshalb gab es für Bauer beim Ausgleich keine Diskussion. „Der Elfmeter war zu hundert Prozent einer“, sagte er klar. Über den Schiedsrichter insgesamt wollte er dennoch nicht hadern, zumal laut Bauer in einigen strittigen Situationen zuvor eher TSV Irnfritz profitiert hatte. So bleibt zum Start vor allem die Erkenntnis, dass eine starke erste halbe Stunde alleine nicht reicht, wenn danach Ordnung, Zweikampfführung und Kontrolle verloren gehen.