Spielberichte

„Der Ausgleich war der Knackpunkt“ – SG Sigmundsherberg/Klein-Meiseldorf dreht 0:1 noch in ein 2:1

Sigmundsherberg/Klein-Meiseldorf
USV Geras

In der 2. Klasse Thayatal hat SG Sigmundsherberg/Klein-Meiseldorf zum Auftakt gegen USV Geras einen 0:1-Rückstand noch in einen 2:1-Heimsieg gedreht. Lange sah es nach einer engen, zähen Partie aus, ehe Jakub Bastyr die Schlussphase mit zwei Treffern entschied. Für Sektionsleiter Markus Koch war vor allem der Ausgleich der Moment, der das Spiel endgültig auf die Seite der Gastgeber kippen ließ.

Mehrere Paar Trainingsschuhe stehen am Spielfeldrand neben der Bande

Foto: Harald Dostal/fodo.media

Kaum Höhepunkte vor der Pause, dann das unglückliche 0:1

Markus Koch schilderte einen Saisonauftakt, der lange nur schwer in Gang kam. „Die erste Spielhälfte war eher arm an Highlights. USV Geras war etwas besser im Spiel, wir haben aber in der Defensive sehr gut dagegengehalten“, sagte der Sektionsleiter von SG Sigmundsherberg/Klein-Meiseldorf. Genau so verliefen die ersten 45 Minuten auch: USV Geras hatte etwas mehr vom Spiel, ohne daraus Zählbares zu machen, während SG Sigmundsherberg/Klein-Meiseldorf die Partie offen hielt und wenig zuließ. Die auffälligste Szene vor der Pause war ein Treffer von USV Geras, der wegen Abseits aberkannt wurde. Koch betonte ausdrücklich, dass diese Entscheidung „zu Recht“ gefallen sei. So ging es mit einem 0:0 in die Kabinen. Nach dem Seitenwechsel erwischte USV Geras dann den besseren Start und ging in der 67. Minute nach einer scharfen Hereingabe, die von Thomas Gepp ins eigene Tor abgefälscht wurde, mit 1:0 in Führung.

Bastyr bringt die Wende, der Ausgleich setzt neue Kräfte frei

Gerade die Minuten nach dem Rückstand waren aus Sicht von Markus Koch entscheidend für den weiteren Verlauf. „Wichtig war sicher, dass wir nach dem 1:0 nicht gleich das zweite Tor kassiert haben. Sonst wäre das Spiel wahrscheinlich entschieden gewesen“, sagte er. USV Geras hatte in dieser Phase seine beste Zeit, ließ SG Sigmundsherberg/Klein-Meiseldorf aber am Leben. Rund zehn Minuten vor Schluss kam dann jener Moment, den Koch mehrfach als eigentlichen Knackpunkt bezeichnete. In der 84. Minute war Jakub Bastyr zur Stelle und traf zum 1:1. „Da haben wir diese berühmte zweite Luft bekommen“, erklärte Koch. Mit dem Ausgleich änderte sich das Spiel spürbar. SG Sigmundsherberg/Klein-Meiseldorf hatte wieder den Glauben an den Sieg, während USV Geras den bis dahin erarbeiteten Vorsprung plötzlich verteidigen musste und den Schwung der vorherigen Phase nicht mehr ganz halten konnte.

Offene Schlussphase, Siegtreffer und viel Lob für die Tugenden

Die Partie war damit noch lange nicht entschieden, sondern ging in eine ganz offene Schlussphase. Koch sprach davon, dass USV Geras noch einmal gefährlich wurde und dass der Tormann von SG Sigmundsherberg/Klein-Meiseldorf seine Mannschaft im Spiel hielt. Gleichzeitig blieb SG Sigmundsherberg/Klein-Meiseldorf aber dran und nutzte den Rückenwind des Ausgleichs. In der 90. Minute folgte dann der Treffer, der den Abend endgültig entschied: Jakub Bastyr traf zum 2:1 und machte damit seinen Doppelpack perfekt. „Die Disziplin, die Laufbereitschaft, der Einsatz und der Wille, etwas Zählbares mitzunehmen, haben zum Erfolg geführt“, sagte Koch. Er ordnete die Begegnung insgesamt als Spiel auf Augenhöhe ein, auch wenn er bei den Chancen leichte Vorteile für USV Geras sah. Umso mehr freute sich SG Sigmundsherberg/Klein-Meiseldorf über einen Auftaktsieg, der nach dem Rückstand alles andere als selbstverständlich war und erst in den letzten Minuten über die Linie gebracht wurde.

2. Klasse Thayatal: Sigmundsherberg/Klein-Meiseldorf : Geras - 2:1 (0:0)

  • 90
    Jakub Bastyr 2:1
  • 84
    Jakub Bastyr 1:1
  • 67
    Eigentor durch Thomas Gepp 0:1