Zum Auftakt der 2. Klasse Thayatal hat SV Pulkau zuhause gegen SG Röschitz/Sitzendorf/Roggendorf-K.J. eine klare 0:5-Niederlage hinnehmen müssen. Schon zur Pause lag SV Pulkau 0:2 zurück, nach dem Seitenwechsel wurde es noch deutlicher. Obmann Robert Hahn redete die Leistung nicht klein und fand nach dem Schlusspfiff einen klaren Befund: „Wir haben überhaupt keinen Zugriff auf das Spiel gehabt.“

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Dass der Auftakt in die neue Saison so deutlich ausfiel, hatte aus Sicht von Robert Hahn schon früh seinen Anfang. In Minute 15 brachte Niklas Thomas Anglmayer die SG Röschitz/Sitzendorf/Roggendorf-K.J. mit 1:0 in Führung, und SV Pulkau lief der Partie damit von Beginn an nach. Hahn beschrieb diese Szene offen und ohne Beschönigung: „Beim ersten Tor hat die Innenverteidigung schlecht ausgesehen. Der Stürmer ist am Fünfer alleine zum Schuss gekommen.“ Kurz vor der Pause erhöhte Thomas Winter auf 0:2. Auch dieses Tor war für den Obmann bezeichnend und passte für ihn ins Bild des ersten Durchgangs. Mit dem 0:2 zur Halbzeit war die Richtung der Partie damit schon sehr klar vorgegeben.
Wer auf eine Reaktion von SV Pulkau nach dem Seitenwechsel gehofft hatte, sah sich rasch enttäuscht. Markus Quirtner stellte in Minute 51 auf 0:3, und damit wurde die ohnehin schwierige Aufgabe für SV Pulkau noch schwerer. In der Schlussphase legte Antonin Jakes das 0:4 nach, ehe Thomas Winter in Minute 87 noch einmal traf und den 0:5-Endstand herstellte. Robert Hahn sprach deshalb von einer „sehr schlechten Leistung unserer Mannschaft“ und sah die Gründe nicht in einzelnen Phasen, sondern im gesamten Auftritt. „Der entscheidende Moment für diese Niederlage war ein kollektives Versagen der Mannschaft. Wir haben schlecht gespielt, uns wenig bewegt und sehr viele Eigenfehler gemacht“, sagte er. Ausdrücklich ausnehmen wollte er nur Lukas Schölm, der SV Pulkau „mit einigen Paraden noch vor einer höheren Niederlage bewahrt hat“.
Was aus Sicht von Robert Hahn den Unterschied zwischen den beiden Mannschaften ausmachte, formulierte er ebenso deutlich wie den eigenen Ärger über den Auftritt von SV Pulkau. „Der Gegner war beweglicher, hat schnell umgeschaltet und dann staubtrocken abgeschlossen“, sagte der Obmann über die SG Röschitz/Sitzendorf/Roggendorf-K.J. Später fasste er es noch kürzer zusammen: „Die SG Röschitz/Sitzendorf/Roggendorf-K.J. war giftiger, spritziger und laufbereiter.“ Diskussionsstoff gab es für ihn nur bei einer Szene in der zweiten Halbzeit, die er anders bewertet hätte. Den Schiedsrichter insgesamt wollte Hahn aber nicht kritisieren. „Sonst war es grundsätzlich eine gute Leistung des Schiedsrichters“, meinte er. Unterm Strich blieb für ihn deshalb keine Ausrede: „Der Einsatz war nicht da. Die Laufbereitschaft war nicht da. Deshalb haben wir auch verdient verloren.“ Für SV Pulkau ist nach diesem Fehlstart in der 2. Klasse Thayatal nun vor allem gefragt, dass die Antwort im nächsten Spiel deutlich anders ausfällt.