In der 2. Klasse Thayatal hat der TSV Irnfritz das Heimspiel gegen USV Pleissing/Waschbach mit 2:0 gewonnen. Nach einem zähen und weitgehend ausgeglichenen ersten Durchgang legte die Mannschaft von Trainer Peter Bauer nach der Pause deutlich zu, traf durch Michael Winkler und Jacob Kainz und belohnte sich für eine wesentlich aggressivere zweite Hälfte. Genau darin sah Bauer später auch den entscheidenden Unterschied.

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Der Beginn war aus Sicht von Peter Bauer noch weit entfernt von dem, was sich der TSV Irnfritz vorgenommen hatte. "Die erste Hälfte war relativ ausgeglichen, ein Spiel, das sich zum größten Teil im Mittelfeld abgespielt hat", sagte der Trainer nach dem Schlusspfiff. Dazu passte auch, dass klare Torchancen zunächst Mangelware blieben. Die erste richtig gute Möglichkeit gehörte sogar dem USV Pleissing/Waschbach, doch der Tormann des TSV Irnfritz hielt stark und bewahrte seine Mannschaft vor einem Rückstand. Bauer machte danach auch keinen Hehl daraus, dass ihm der Auftritt bis zur Pause nicht gefiel. "Wir wollten eigentlich aggressiv von der ersten Minute an hoch attackieren, Ballgewinne erzielen und so zu vielen Torchancen kommen. Das haben wir nicht wirklich gemacht", sagte er. Statt früh Druck aufzubauen, ließ der TSV Irnfritz den Gegner nach Bauers Einschätzung zu oft in der hinteren Reihe spielen, attackierte zu spät und hatte dazu noch etliche Pass- und Annahmefehler im eigenen Spiel. So blieb es bis zum Seitenwechsel beim 0:0, das gut zum eher zerfahrenen ersten Abschnitt passte.
Was in den ersten 45 Minuten gefehlt hatte, brachte der TSV Irnfritz nach der Pause laut Bauer viel besser auf den Platz. "In der Pause haben wir das klar angesprochen und sind in der zweiten Hälfte viel stärker rausgekommen", erklärte der Trainer. Vor allem das hohe Anlaufen und die Ballgewinne weiter vorne machten nun den Unterschied. Bauer sprach davon, dass seine Mannschaft "viel höhere Ballgewinne" hatte und sich daraus "sehr viele Torchancen" erarbeitete. Der Führungstreffer in der 56. Minute fiel dann vom Elfmeterpunkt. Bauer schilderte die Szene so: Nach einem Dribbling in den Strafraum sei ein Spieler des TSV Irnfritz mit der Hand zurückgezogen worden, der Unparteiische habe das "super gesehen" und sofort auf Strafstoß entschieden. Michael Winkler übernahm die Verantwortung und verwandelte sicher zum 1:0. Mit diesem Treffer war das Spiel für Bauer noch einmal klar in die gewünschte Richtung gekippt. Der TSV Irnfritz blieb das aktivere Team, setzte nach und legte in der 83. Minute nach. Nach einer Flanke in die Mitte hielt Jacob Kainz den Ball vor sich und schoss direkt zum 2:0 ein. Für Bauer war das nicht nur der zweite Treffer des Abends, sondern auch die logische Belohnung für einen Auftritt, der nach der Pause deutlich entschlossener geworden war. "Das war dann auch in der Höhe absolut verdient aufgrund der zweiten Hälfte", sagte der Trainer.
Auch wenn das Ergebnis am Ende klar ausfiel, war Bauer mit dem gesamten Auftritt nicht einfach rundum zufrieden. Gerade in der zweiten Hälfte sah er trotz Überlegenheit noch Luft nach oben. "Womit ich nicht zufrieden bin in der zweiten Hälfte, ist die Chancenverwertung. Die hätte viel besser sein müssen. Dann wäre der Sieg auch höher ausgefallen", sagte er. Gleichzeitig hob er hervor, dass der TSV Irnfritz die bekannte Spielweise des USV Pleissing/Waschbach ordentlich verteidigte. "Man kennt die Spielweise. Das ist eine sehr körperliche Mannschaft, die über die Zweikämpfe kommt, über lange Bälle. Das haben wir alles sehr gut wegverteidigt", meinte Bauer. Abgesehen von der ersten großen Möglichkeit des USV Pleissing/Waschbach habe seine Mannschaft dabei wenig zugelassen. Auch die Leistung des Schiedsrichters bewertete der Trainer positiv und zurückhaltend zugleich: "Es war ein sehr junger Schiedsrichter. Meiner Meinung nach hat er das über das ganze Spiel gesehen sehr gut gemacht." Unterm Strich blieb für Bauer eine klare Erkenntnis: "Der entscheidende Unterschied war, dass wir das erste Tor gemacht haben und dem Gegner dann sehr viele Probleme bereitet haben, weil wir viel aggressiver waren." Mit vier Punkten aus zwei Spielen steht der TSV Irnfritz damit in der Spitzengruppe der 2. Klasse Thayatal. Entscheidend für die nächsten Aufgaben wird sein, jene Intensität, die diesmal erst nach der Pause kam, künftig früher auf den Platz zu bringen.