Spielberichte

„Im Nachhinein ist es für uns ein glückliches Unentschieden“ – SVU Langau rettet in der Nachspielzeit das 4:4

Burgschleinitz/Straning
SVU Langau

In der 2. Klasse Thayatal hat SVU Langau am Samstag bei der SG Burgschleinitz/Straning nach einem offenen Schlagabtausch ein 4:4 mitgenommen. Weil Milan Biedrava erst in der Nachspielzeit ausglich, sprach Sektionsleiter Patrick Reiß hinterher von einem „glücklichen Unentschieden“. Zugleich erklärte er, warum die Partie so wild verlief: viele Chancen auf beiden Seiten, gute Moral, aber auch etliche Fehler in beiden Abwehrreihen.

Zwei Fußballspieler im Zweikampf

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Frühe Führung, dann kippte das Spiel hin und her

Der Beginn passte aus Sicht von SVU Langau noch gut ins Bild. Schon in der 7. Minute brachte Adam Svoboda die Gäste mit 1:0 in Führung, und genau dieses Tor blieb Patrick Reiß besonders in Erinnerung. „Das 1:0 war eine sehr schöne Aktion mit einer tollen Vorlage von Vaclav Zapletal“, sagte der Sektionsleiter nach dem Spiel. Langau hatte damit früh den passenden Start, schaffte es in dieser Phase aber nicht, den Vorsprung auszubauen. Reiß sprach das klar an: „Da haben wir es dann leider verabsäumt, das zweite Tor nachzulegen.“ Stattdessen kam die SG Burgschleinitz/Straning zurück, glich in der 35. Minute durch Jonas Braunsteiner aus und drehte die Partie vier Minuten später durch Jan Benes sogar auf 2:1. Noch vor der Pause schlug Langau aber zurück, wieder war Adam Svoboda zur Stelle und stellte in der ersten Minute der Nachspielzeit der ersten Hälfte auf 2:2. Damit war schon nach 45 Minuten klar, dass das kein gewöhnliches 2.-Klasse-Spiel werden würde. Reiß brachte es mit einem Satz auf den Punkt: „Das Spiel war sehr ereignisreich. Das Ergebnis hätte natürlich auch gut und gerne 7:7 ausgehen können, anhand der Chancen, die auf beiden Seiten vorhanden waren.“

Nach der Pause blieb die Partie bis ganz zum Schluss offen

Auch nach dem Seitenwechsel riss der Schlagabtausch nicht ab. Zunächst erwischte SVU Langau wieder den besseren Moment und ging in der 52. Minute durch Michal Rysavy mit 3:2 in Führung. Doch auch diese Führung hielt nicht lange, weil Marek Prikry nur sieben Minuten später zum 3:3 traf. Dass sich keine Mannschaft wirklich absetzen konnte, passte für Reiß zur gesamten Spielanlage. „Es sind sich zwei Mannschaften gegenübergestanden, die ziemlich auf Augenhöhe waren“, sagte er. Die entscheidende Szene aus Sicht der Gäste sah der Langauer Funktionär dann kurz vor dem 4:3. „Das Spiel war eigentlich bis zum Schluss auf Messers Schneide. Bevor der Führungstreffer zum 4:3 gefallen ist, hatten wir eine Riesenchance und haben dann im Gegenzug durch einen abgefälschten Schuss das 4:3 bekommen“, schilderte Reiß. Der Treffer von Lukas Schörg in der 85. Minute schien die Partie damit zugunsten der Heimischen zu entscheiden. Langau gab sich aber nicht geschlagen und kam in der 91. Minute doch noch zum Ausgleich, als Milan Biedrava zum 4:4 traf und den Gästen zumindest noch einen Punkt sicherte.

Viel Moral, aber auch klare Baustellen für die nächsten Wochen

So sehr sich SVU Langau über den späten Ausgleich freuen durfte, so offen sprach Patrick Reiß die Gründe an, warum aus dem wilden Spiel kein Sieg geworden ist. „Es war eine kämpferische, sehr gute Leistung“, sagte er zunächst und hob damit die Moral seiner Mannschaft hervor. Gleichzeitig legte er den Finger aber auch in die Wunde. „Bei beiden Abwehreihen ist sicher für die nächsten Wochen Verbesserungspotenzial. Da sind leider auf beiden Seiten viele Fehler passiert.“ Für die Gäste lag der Knackpunkt vor allem in der letzten Linie vor dem gegnerischen Tor. „Die letzte Entschlossenheit vor dem Tor, die Chancen auch zu Ende zu spielen“, habe laut Reiß gefehlt, um die Partie wirklich auf die eigene Seite zu ziehen. Deshalb fiel sein Gesamturteil trotz des späten Punktgewinns nüchtern aus: „Im Nachhinein betrachtet ist es für uns natürlich ein glückliches Unentschieden, da wir erst in der Nachspielzeit den Ausgleichstreffer erzielen konnten.“ Mit vier Punkten aus zwei Spielen steht SVU Langau nach Runde zwei dennoch im vorderen Bereich der Tabelle. Nach diesem 4:4 bleibt vor allem hängen, dass die Offensive immer wieder Antworten hatte, während die Arbeit gegen den Ball in den kommenden Wochen ein Thema bleiben wird.

2. Klasse Thayatal: Burgschleinitz/Straning : Langau - 4:4 (2:2)

  • 91
    Milan Biedrava 4:4
  • 85
    Lukas Schörg 4:3
  • 59
    Marek Prikry 3:3
  • 52
    Michal Rysavy 2:3
  • 46
    Adam Svoboda 2:2
  • 39
    Jan Benes 2:1
  • 35
    Jonas Braunsteiner 1:1
  • 7
    Adam Svoboda 0:1