In der 2. Klasse Thayatal hat sich UFC Drosendorf am Samstag gegen USV Brunn/Wild mit 2:0 durchgesetzt. Zur Pause stand es noch 0:0, ehe Stepan Rybnicek und Michal Prokes nach dem Seitenwechsel trafen. Trainer Thomas Kauer sprach danach von einem nervösen Auftritt, vielen ausgelassenen Chancen und einem Sieg, den sich seine Mannschaft lange schwerer machte, als es nötig gewesen wäre.

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Von Beginn an war Drosendorf zwar die aktivere Mannschaft, richtig ruhig wirkte der Auftritt nach Kauers Einschätzung aber nie. „Es war vom Anpfiff weg fast über die gesamte Spielzeit ein sehr nervöses und fehleranfälliges Spiel unsererseits“, sagte der Trainer. Gerade deshalb wollte er den 0:0-Pausenstand nicht als Ausdruck fehlender Möglichkeiten verstanden wissen. Seine Mannschaft erarbeitete sich nach seiner Darstellung schon vor dem Wechsel eine Menge Chancen, ließ diese aber liegen und hielt die Partie damit selbst offen. Dazu kam, dass Brunn/Wild „sehr gut eingestellt“ gewesen sei und „taktisch diszipliniert das Möglichste getan“ habe. Für Kauer war das einer der Hauptgründe, warum sein Team zwar das Spiel machen wollte und auch mehr vom Geschehen hatte, sich dafür aber lange nicht belohnte.
Die Entscheidung fiel erst nach der Pause, als Drosendorf das lange angekündigte Übergewicht endlich auch auf die Anzeigetafel brachte. In der 52. Minute traf Stepan Rybnicek zum 1:0. Kauer beschrieb die Szene als Kombination, die der Torschütze „eiskalt abschloss“. Weil die Gastgeber ihre vielen Möglichkeiten davor nicht genutzt hatten, blieb die Partie aus seiner Sicht trotzdem noch heikel. Kauer erinnerte daran, dass Brunn/Wild beim Stand von 0:0 sogar ein Tor aberkannt bekam und bei 1:0 ebenfalls zu einer großen Chance kam. Umso wichtiger war das 2:0 in der 74. Minute durch Michal Prokes, der laut seinem Trainer zunächst am Tormann scheiterte und dann im Nachsetzen ins Eck vollendete. Selbst danach war noch nicht alles vorbei, denn Kauer sprach zusätzlich von einem Lattenschuss in der 80. Minute und weiteren Chancen, mit denen Drosendorf das Spiel schon viel früher hätte entscheiden müssen.
Am meisten zufrieden war Kauer trotz aller Kritik mit dem Verhalten gegen den Ball. „Die Defensive hat sehr gut funktioniert“, sagte er, und genau darin lag für ihn ein wesentlicher Grund, warum am Ende hinten die Null stand. Deutlich kritischer fiel seine Analyse des Spielaufbaus aus. Drosendorf habe im Passspiel an Genauigkeit vermissen lassen und in manchen Situationen nicht die richtigen Entscheidungen getroffen. „Da haben wir noch großen Bedarf“, meinte der Trainer offen. Gleichzeitig war für ihn aber auch klar, dass seine Mannschaft das Offensivspiel suchte und den Gegner damit unter Druck setzte. „Wir haben schon versucht, das Spiel zu gestalten und haben natürlich auch das Spiel gemacht“, sagte Kauer. Dass der Sieg trotz der eigenen Fehler bei Drosendorf blieb, leitete er aus der klaren Chancenüberzahl ab. Auch über einzelne Abseitsentscheidungen gab es Gesprächsstoff, doch daraus wollte der Trainer kein großes Thema machen: „Im Großen und Ganzen war die Schiedsrichterleistung einiges besser als unsere.“ Nach fünf Runden hält Drosendorf damit bei sechs Punkten, während Brunn/Wild weiter auf den ersten vollen Erfolg warten muss.