In der 2. Klasse Thayatal hat USC W4 Bau Mallersbach die SG Sigmundsherberg/Klein-Meiseldorf mit 4:1 geschlagen, obwohl die Gäste trotz früher Roter Karte lange voll dagegenhielten. Trainer Roland Eder sah seine Mannschaft vor der Pause sogar im Vorteil. Erst der Ausgleich kurz vor dem Seitenwechsel und die immer deutlicher spürbare Überzahl brachten das Spiel laut seiner Einschätzung auf die Seite der Gastgeber.

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Für die Gäste begann der Nachmittag mit einem heftigen Einschnitt. Eder sprach von einer „zurecht gegebenen roten Karte wegen einer Notbremse“ schon in der achten Minute, betonte aber ebenso, dass man das vor der Pause kaum gesehen habe. „In der ersten Halbzeit ist nicht aufgefallen, dass wir einen Mann weniger waren“, sagte der Trainer. Seine Mannschaft hielt nicht nur dagegen, sie ging in der 34. Minute sogar in Führung, als Tim Schleinzer das 0:1 erzielte. Dazu kam laut Eder noch die große Chance auf das 0:2, bei der Michal Niederle nur die Latte traf. Gerade dieser Abschnitt war für den Trainer ein Beleg dafür, dass seine Elf auch in Unterzahl mutig blieb und spielerisch Lösungen fand.
Gerade deshalb wog der Ausgleich vor dem Seitenwechsel aus Sicht der SG schwer. Philipp Parth stellte in der 45. Minute auf 1:1 und nahm den Gästen damit jenen Vorsprung, den sie sich in Unterzahl erarbeitet hatten. Eder formulierte es deutlich: „Bei der Chance zum 2:0, als wir auf die Latte geschossen haben, kassierten wir kurz vor der Pause den 1:1-Ausgleich. Das war ein Rückschlag für uns.“ Trotzdem wollte er seiner Mannschaft bis dorthin wenig vorwerfen. Er sprach sogar von leichtem spielerischem Übergewicht und hielt fest, dass die Partie bis in die zweite Halbzeit hinein „spielerisch ausgeglichen“ gewesen sei. Dass man mit zehn Mann zur Pause nicht hinten lag, sondern sich ein offenes Spiel erarbeitet hatte, war aus seiner Sicht ein ganz wesentlicher Punkt dieses Nachmittags.
Nach dem Wechsel drehte sich das Spiel dann aber klar in Richtung Mallersbach. In der 55. Minute brachte Radek Bihari die Gastgeber erstmals in Führung, nur zwei Minuten später legte Pavel Humpola das 3:1 nach. Spätestens jetzt wirkte sich die Unterzahl immer stärker aus, ehe Bihari in der 80. Minute mit seinem zweiten Treffer den Endstand fixierte. Eder sah genau darin den entscheidenden Punkt: „Verloren gegangen kann man nicht sagen, weil wir zu zehnt sehr gut weitergekämpft haben. Aber Mallersbach konnte in der zweiten Halbzeit durch ihre schnellen, guten Stürmer die Angriffe besser ausspielen.“ Damit deckte sich auch seine Einschätzung zur Entwicklung der Partie, denn ab einem gewissen Zeitpunkt waren die Räume für die Heimelf immer deutlicher zu sehen.
Trotz der klaren Niederlage überwog beim SG-Trainer nicht nur der Blick auf das Ergebnis. „Positiv ist, dass wir auch nach der roten Karte in der ersten Halbzeit spielerisch gute Aktionen nach vorne liefern konnten“, sagte Eder. Dazu kam seine Einschätzung, dass die Rote ab der „60., 70. Minute doch mehr zu spüren“ gewesen sei und der Gegner am Ende seine Möglichkeiten besser ausspielte. Im Ton blieb der Trainer sachlich, nannte die Rote Karte unstrittig und sprach Mallersbach Respekt aus. Für seine eigene Mannschaft sieht er dennoch keinen Grund, den eingeschlagenen Weg infrage zu stellen. „Wir sind gerade ein bisschen auf einem Aufwärtstrend und lassen uns davon nicht abbringen. Nächste Woche gibt es schon die nächste Chance auf den nächsten Sieg.“ In der Tabelle bleibt die SG nach Runde sieben damit bei sechs Punkten, der Blick des Trainers geht aber schon wieder klar nach vorne.