In der 2. Klasse Thayatal hat SVU Langau in Runde sieben zuhause gegen SV Pulkau mit 2:0 gewonnen und damit genau das auf den Platz gebracht, was Patrick Reiß nach dem Schlusspfiff hervorhob: eine geschlossene Mannschaftsleistung. Der Sektionsleiter sprach von einer „perfekten mannschaftlichen Leistung“ und sah den Unterschied vor allem im größeren Siegeswillen. Dass Pulkau mehr Spielanteile hatte, änderte an diesem Heimerfolg nichts.
Der Spielverlauf war aus Langauer Sicht früh in die richtige Richtung gelenkt. Schon in der 8. Minute brachte Michal Rysavy die Gastgeber mit 1:0 in Führung, und genau dieses frühe Tor passte zu dem Bild, das Reiß nach dem Schlusspfiff zeichnete. Langau überließ dem Gegner zwar über weite Strecken mehr vom Ball, blieb aber in der Ordnung und ließ sich nicht aus der Ruhe bringen. Bis zur Pause hielt die Führung nicht nur, sie wirkte auch stabil. Mit dem 1:0 ging es in die Halbzeit, weil die Heimischen hinten sehr kompakt arbeiteten. Reiß formulierte es deutlich: „Langau hatte eine sehr gute Defensivleistung.“ Damit war die Basis für diesen Abend gelegt.
Auffällig war dabei vor allem, wie geschlossen die Mannschaft auftrat. Reiß sprach nicht von einzelnen Spielern, sondern immer wieder vom Kollektiv, und genau darin sah er den entscheidenden Punkt. „Jeder hat für den anderen gearbeitet und jeder Fehler wurde durch den anderen ausgebessert“, sagte der Langauer Sektionsleiter. Diese Einschätzung passt auch dazu, wie er den Auftritt insgesamt bewertete: „Es war eine perfekte mannschaftliche Leistung.“ Pulkau kam nach seiner Wahrnehmung zwar zu mehr Spielanteilen, doch echte Durchschlagskraft entwickelte der Gast nur selten. Reiß zählte „maximal vier Torchancen“ für den Gegner – mehr ließ Langau nach seiner Darstellung über die gesamte Partie nicht zu.
Dass aus vergleichsweise wenigen Möglichkeiten zwei Treffer wurden, gefiel Reiß besonders. Er betonte, dass Langau seine Angriffe zielstrebig zu Ende spielte und die Tore nicht zufällig fielen. „Die zwei Tore sind jeweils nach Kontern erzielt worden und wurden perfekt zu Ende gespielt“, sagte er. Nach der frühen Führung durch Rysavy blieb dieses Muster bestehen. Langau verteidigte konzentriert und wartete auf die Situationen, in denen es schnell nach vorne gehen konnte. In der 61. Minute machte Adam Svoboda daraus das 2:0, und mit diesem zweiten Treffer bekam die starke Defensivarbeit zusätzliches Gewicht. Aus wenigen Chancen machte Langau das Maximum.
So stand am Ende ein Heimsieg, den Reiß vor allem über Einsatz und Geschlossenheit erklärte. Für ihn lag der Unterschied zwischen beiden Teams nicht in langen Ballbesitzphasen, sondern in der Haltung seiner Mannschaft. „Der Wille, zu siegen“, antwortete er auf die Frage nach dem entscheidenden Unterschied und schob nach: „Langau wollte den Sieg einfach mehr.“ Genau so lässt sich dieses 2:0 auch zusammenfassen: Langau musste nicht dauernd das Spiel machen, um die Partie auf seine Seite zu ziehen. Die Heimischen verteidigten konsequent, nutzten ihre Chancen und belohnten sich mit einem Erfolg, der aus Sicht des Sektionsleiters auf einer echten Top-Mannschaftsleistung beruhte.