Spielberichte

„Zur Pause hätten wir 2:0 führen müssen“ – Japons gibt Sieg gegen Weitersfeld spät noch aus der Hand

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SV Union Japons
USV Weitersfeld

In der 2. Klasse Thayatal hat die SV Raiffeisen Union Japons im Heimspiel gegen den USV Weitersfeld ein 2:2 geholt, obwohl laut Trainer Andreas Wallner deutlich mehr möglich gewesen wäre. Japons führte zur Pause 1:0, legte nach dem Ausgleich noch einmal vor und kassierte erst in der 89. Minute das 2:2. In einem schnellen und sehr fairen Spiel lag der Knackpunkt für Wallner klar in der Chancenverwertung seiner Mannschaft.

Ersatzspieler auf der Bank am Spielfeldrand

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay

Nach schwierigem Beginn kam Japons immer besser ins Spiel

Wallner hatte nach dem Schlusspfiff einen klaren Einstieg in seine Analyse. „Weitersfeld hat sehr stark begonnen und uns die ersten zehn Minuten unter Druck gesetzt“, sagte der Japons-Coach. Gerade diese Anfangsphase gefiel ihm auf Seiten seiner Mannschaft nicht, weil vieles nicht so funktionierte, wie es vor dem Spiel besprochen worden war. „Da sind wir nicht gut gestanden, waren nicht so eingeteilt, wie wir das besprochen haben“, meinte er offen. Danach entwickelte sich aber eine ausgeglichene Partie mit viel Tempo. Wallner sprach von einem Spiel „auf Augenhöhe“ und von einer ersten Halbzeit mit vielen Chancen auf beiden Seiten. Den ersten Treffer setzte Japons schon in der 13. Minute, als Rene Ehrentraut zum 1:0 traf. Für die Gastgeber war das ein wichtiger Moment. „Das 1:0 hat uns viel Kraft gegeben“, erklärte Wallner, der danach seine Mannschaft klar im Vorteil sah. Über eine Viertelstunde bis zwanzig Minuten habe Japons die Oberhand gehabt, zudem wurde ein mögliches 2:0 wegen Abseits aberkannt. Für den Trainer war deshalb auch klar: „Wir hätten zumindest zur Halbzeit 2:0 führen müssen.“

Nach dem Ausgleich blieb das Spiel offen, am Ende fiel das 2:2 spät

Was Wallner nach der Pause störte, war weniger der Spielansatz als vielmehr die fehlende Belohnung vor dem Tor. Er lobte, dass seine Mannschaft immer wieder sauber in die Umschaltsituationen kam. „Wir haben schnelle, präzise Konter gefahren, schön rausgespielt, immer wieder mit langen Bällen gearbeitet und dadurch gute Chancen herausgespielt“, sagte er. Nur der letzte Schritt fehlte. „Leider hat eben der Abschluss gefehlt beziehungsweise der Ball wollte einfach nicht ins Tor.“ So blieb Weitersfeld in Reichweite und nutzte das in der 59. Minute, als Andreas Gschweicher zum 1:1 traf. Wallner sprach in diesem Zusammenhang von einem „Traumschuss“. Japons ließ sich dadurch aber nicht sofort aus der Partie bringen und ging in der 71. Minute erneut in Führung, diesmal durch Matthias Ebner. Die Gastgeber blieben also lange im Rennen um drei Punkte, konnten den Vorsprung aber nicht über die Zeit bringen. In der 89. Minute stellte Lukas Hofer auf 2:2 und nahm Japons damit einen Sieg, den Wallner über weite Strecken für möglich hielt. Seine Sicht auf den Verlauf fasste er deutlich zusammen: „Wenn man die Torchancen nicht macht, statt 2:0 oder sogar 3:0 in Führung zu sein, bekommt man dann eben das 1:1.“

Erfahrung von der Bank machte für Wallner den Unterschied

Auch beim Blick auf den Gegner fand Wallner klare und faire Worte. „Weitersfeld war wirklich ein sehr starker Gegner. Viele gute Spieler“, sagte er. Vor allem den Beginn des Gegners hob er hervor, später habe Japons aber besser Zugriff bekommen. „Die Nummer zehn haben wir nach zehn, fünfzehn Minuten relativ gut in den Griff bekommen“, meinte der Trainer. Dennoch sah er einen wichtigen Vorteil auf Seiten der Gäste, und zwar nicht in einzelnen Zufällen, sondern in der Kaderstruktur. Nach dem 1:1 und in der weiteren zweiten Hälfte habe Weitersfeld durch Wechsel noch einmal zugelegt. „Weitersfeld konnte zwei starke Spieler einwechseln. Dadurch wurden sie einfach besser“, sagte Wallner. Genau da machte er auch den Unterschied zwischen beiden Mannschaften fest. Japons habe viele junge Spieler, „die das schon sehr gut machen, aber denen die Erfahrung fehlt“. Weitersfeld dagegen habe „viel Erfahrung auf der Bank“ gehabt und dadurch im Verlauf der zweiten Halbzeit mehr Oberhand gewonnen. Dass Japons trotzdem weiter auf Konter setzte und noch zum 2:1 kam, passte für Wallner ins Bild eines Spiels, in dem seine Mannschaft vieles richtig machte, sich aber nicht entscheidend absetzen konnte.

Ein Punkt aus einem fairen Spiel, aber aus Japons-Sicht bleibt viel liegen

Bemerkenswert war für Wallner, dass die Partie trotz hohem Tempo sauber blieb. „Der Schiedsrichter war eins A. Da gibt es überhaupt nichts zu bekritteln“, sagte er. Auch sonst habe es keine Aufreger gegeben. „Es war kein robustes Spiel, sondern ein sehr faires Spiel von beiden Seiten, wo wirklich versucht worden ist, Fußball zu spielen.“ Diese Einordnung passt zu einem Abend, an dem nicht Diskussionen, sondern das Sportliche im Vordergrund stand. Für Japons bleibt nach dem 2:2 trotzdem ein Ergebnis, das sich eher nach zwei verlorenen als nach einem gewonnenen Punkt anfühlt. Nach sieben Runden liegt Weitersfeld mit 15 Punkten weiter vor Japons, das auf 14 Zähler kommt. Gerade deshalb wiegt Wallners Kernaussage schwer: Die Gastgeber waren lange dran, hatten ihre Phasen und ihre Möglichkeiten, aber sie haben es verpasst, das Spiel früh genug auf ihre Seite zu ziehen.

2. Klasse Thayatal: SVU Japons : Weitersfeld - 2:2 (1:0)

  • 89
    Lukas Hofer 2:2
  • 71
    Matthias Ebner 2:1
  • 59
    Andreas Gschweicher 1:1
  • 13
    Rene Ehrentraut 1:0