In der 2. Klasse Thayatal hat UFC Drosendorf am Sonntag mit 2:0 gegen SG Röschitz/Sitzendorf/Roggendorf-K.J. gewonnen und sich für eine disziplinierte Leistung belohnt. Trainer Thomas Kauer sprach nach dem Heimsieg von einer taktisch sauberen und kämpferisch starken Vorstellung, in der seine Mannschaft die Chancen früh nutzte und dem favorisierten Gegner nur wenig klare Möglichkeiten ließ. Genau darin sah er den Grund dafür, dass der Erfolg am Ende verdient war.

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Die Partie nahm für Drosendorf früh eine Richtung, die dem Heimteam in die Karten spielte. Tobias Poindl erzielte bereits in der 6. Minute das 1:0, und für Kauer war dieser Treffer weit mehr als nur eine Führung. "Das 1:0 hat einen Ruck durch unsere Mannschaft ausgelöst", sagte der Trainer. Von außen sei gut zu sehen gewesen, dass der Ball nicht als Flanke gedacht war, sondern als Abschluss. "Es war ein schöner hoher Schuss ins lange Eck, da hatte der Tormann keine Chance." Drosendorf blieb danach bei seinem Plan, hielt die Ordnung und legte in der 24. Minute nach. Michal Prokes traf nach einem Corner per Volleyschuss zum 2:0, für Kauer "ein Tor, das man nicht alle Tage sieht".
Dass die Gastgeber zur Pause schon 2:0 vorne lagen, nahm dem Spiel aber nicht jede Spannung. Kauer betonte ausdrücklich, dass das Ergebnis den Auftritt der Gäste nicht kleiner machen dürfe, als er tatsächlich war. "Der Gegner war stärker, als viele es im Nachhinein aufgrund des Ergebnisses sehen werden", sagte er. Röschitz kam zu seinen Momenten, unter anderem zu einem Stangenschuss, und versuchte besonders nach der Pause alles, um doch noch ins Spiel zurückzufinden. Drosendorf ließ sich davon jedoch nicht aus der Ruhe bringen, verteidigte viele Standards sauber weg und überstand auch einen weiteren gefährlichen Abschluss an die Latte. Auf der anderen Seite bot sich beim Stand von 2:0 noch ein Konter, den die Hausherren nicht zum vorentscheidenden dritten Tor nutzen konnten.
Gerade in dieser Phase gefiel Kauer vor allem, wie geschlossen seine Mannschaft arbeitete. "Die größte Stärke war heute wirklich das Kollektiv", erklärte der Drosendorf-Trainer. Er hob zwar das Defensivverhalten, die Abwehrreihe und die beiden Sechser besonders hervor, schob aber sofort nach, dass die Leistung nur deshalb so wertvoll war, weil alle mitzogen. "Bis zum Stürmer haben wir miteinander verteidigt." Genau dieses Gesamtpaket aus Ordnung, Laufarbeit und Zweikampfverhalten gab ihm schon in der ersten Hälfte das Gefühl, dass an diesem Tag etwas möglich sein würde. Das frühe 1:0 sei wichtig gewesen, das 2:0 habe das Vertrauen noch einmal verstärkt. Wenn seine Mannschaft die taktische Disziplin und die kämpferische Herangehensweise halte, so Kauer, "werden wir heute dieses Spiel gewinnen".
Unterm Strich blieb für Drosendorf also nicht nur ein sauberer 2:0-Heimsieg, sondern auch eine Bestätigung des eingeschlagenen Weges. Kauer sprach von einer "ansprechenden Leistung", weil seine Mannschaft nicht nur die Tore machte, sondern dem Gegner über weite Strecken wenig Raum im Strafraum gab. Ganz fertig sieht er sein Team damit aber noch nicht. "Wir müssen in manchen Phasen noch ruhiger und mit mehr Übersicht herangehen", sagte er nach dem Spiel. Genau deshalb soll dieser Erfolg nun mehr sein als nur ein gutes Ergebnis gegen einen starken Gegner. Der Trainer hofft, dass das getankte Selbstvertrauen in den kommenden Spielen hilft, die nötige Ruhe am Ball noch besser auf den Platz zu bringen.