In der 2. Klasse Thayatal hat der USV Kühnring am Freitagabend gegen SVU Langau genau das gezeigt, was Trainer Robert Wenninger zuletzt vermisst hatte. Die Gastgeber waren von Beginn an aktiver, übernahmen früh das Kommando und setzten sich am Ende klar mit 6:0 durch. Nach einer 2:0-Pausenführung legte Kühnring direkt nach dem Seitenwechsel nach und ließ den Gästen über neunzig Minuten kaum Raum.

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Schon in seiner ersten Einordnung machte Wenninger deutlich, dass der Auftritt seiner Mannschaft von Beginn an in die richtige Richtung ging. "Man hat relativ schnell gemerkt, dass wir besser gestartet sind und aktiver waren. Wir haben relativ schnell das Kommando übernommen", sagte der Kühnringer Trainer. Diese Überlegenheit stand zunächst noch nicht auf der Anzeigetafel, bekam dann aber in Minute 30 ihren ersten klaren Ausdruck, als Adam Novotny das 1:0 erzielte. Kühnring blieb danach am Drücker und legte noch vor der Pause nach. Wieder war es Novotny, der in der 38. Minute traf und damit aus der spielerischen Überlegenheit auch einen verdienten 2:0-Vorsprung machte.
Für Wenninger war vor allem das erste Tor jener Punkt, an dem die Partie noch deutlicher in eine Richtung lief. "Nach dem 1:0 haben wir noch mehr Selbstvertrauen gehabt, haben sehr gut den Ball laufen lassen", erklärte er. Besonders das 2:0 blieb ihm hängen, weil es für ihn eine Aktion war, die seine Mannschaft in den vergangenen Wochen vermissen ließ. "Das war endlich wieder einmal eine Aktion, wo wir sehr, sehr gut gespielt haben. Das war wirklich eine Traumaktion", sagte der Trainer. Nach dem Seitenwechsel machte Kühnring dann sofort dort weiter, wo es aufgehört hatte. Stefan Stastny-Pfaller erhöhte in der 51. Minute auf 3:0, drei Minuten später stellte Vojtech Suchomel auf 4:0, ehe Istvan Varga in Minute 60 und noch einmal Suchomel in der 62. Minute den klaren Endstand herstellten.
Gerade diese Phase nach der Pause passte genau zu jener Erklärung, mit der Wenninger den Auftritt seiner Mannschaft insgesamt zusammenfasste. Kühnring war diesmal nicht nur vor dem Tor konsequent, sondern vor allem in vielen Grundtugenden deutlich wacher als in den Wochen davor. "Wir waren viel aktiver, wir waren präsenter, wir waren lauffreudiger, wir waren spielerisch viel freudiger und haben den Ball wirklich gut laufen lassen", sagte er. Für den Coach war das mehr als nur ein klarer Sieg, weil er darin einen Schritt in die Richtung sah, in die seine Mannschaft will. Gleichzeitig betonte Wenninger, dass auch die Vorbereitung auf den Gegner aufgegangen sei. Man habe Langau gut eingeschätzt und die eigenen Spieler gut eingestellt, deshalb seien die Gäste "eigentlich nicht wirklich ins Spiel gekommen".
Trotz des klaren Ergebnisses wollte Wenninger den Abend nicht einfach als erledigt abhaken. "Zufrieden darf man nie sein und man muss immer versuchen, im nächsten Spiel einen draufzulegen", sagte er. Auch bei einem 6:0 sehe er noch Bereiche, in denen Kühnring über die gesamte Spielzeit noch aktiver werden und sich in einzelnen Situationen noch besser verhalten könne. Einige dieser Punkte seien bereits in der Halbzeit angesprochen worden, das wolle man in der kommenden Woche weiter bearbeiten, um im nächsten Spiel vielleicht noch weniger zuzulassen. Rund um die Spielleitung sah der Trainer keine Szene, die das Ergebnis beeinflusst hätte. Gestört hat ihn nur die Verzögerung vor dem Anpfiff wegen ähnlicher Dressfarben. Im Spiel selbst aber, stellte Wenninger klar, habe es "nichts Entscheidendes" gegeben. Für Kühnring bleibt damit vor allem ein Abend, an dem vieles von dem aufging, was zuletzt gefehlt hatte.