Spielberichte

„Wir haben die ganze Zeit dran geglaubt“ – Japons dreht in Kühnring das 0:1 und 1:2 noch zum Sieg

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USV Kühnring
SV Union Japons

In der 2. Klasse Thayatal hat sich USV Kühnring gegen SV Raiffeisen Union Japons lange als möglicher Sieger präsentiert, am Ende nahmen aber die Gäste einen 3:2-Erfolg mit. Für Trainer Andreas Wallner lag der Unterschied vor allem im Glauben an die Wende. Japons blieb auch nach zwei Rückständen dran und drehte die Partie in der Schlussphase noch komplett.

Torwart in grüner Dress hockend

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay

Japons beginnt stärker, Kühnring trifft vor der Pause

Wallner hatte für den Auswärtsauftritt eigentlich einen eher vorsichtigen Beginn vorgesehen. „Wir wollten eigentlich etwas abwartend in die Partie starten, weil sie schnelle offensive Spieler haben“, sagte der Trainer. Auf dem Platz entwickelte sich das aber zunächst anders. Japons war in der Anfangsphase das aktivere Team und hatte laut Wallner in der ersten Viertelstunde sogar die klareren Möglichkeiten. „Wir waren die erste Viertelstunde die bessere Mannschaft“, sagte er und verwies auch auf eine große Chance, als seine Mannschaft alleine auf den Tormann zulief, das 1:0 aber nicht machte. Danach wurde die Partie offener und ausgeglichener. Kurz vor der Pause nutzte Kühnring diese Phase zur Führung, als Adam Novotny in der 38. Minute das 1:0 erzielte. Damit ging es auch in die Kabinen, und Wallner gab offen zu, dass seine Mannschaft sogar noch Glück hatte, nicht schon vor dem Seitenwechsel höher in Rückstand zu geraten.

Nach dem 1:2 bleibt Japons dran und schlägt spät zu

Nach dem Seitenwechsel fand Japons die passende Antwort. In der 60. Minute stellte Rene Ehrentraut auf 1:1, und damit war die Partie wieder völlig offen. Lange hielt dieses Gleichgewicht aber nicht, weil Adam Novotny in der 72. Minute noch einmal für Kühnring vorlegte und das 2:1 machte. Genau in dieser Phase sah Wallner aber den entscheidenden Unterschied bei seiner Mannschaft. „Die Mannschaft hat nicht aufgegeben, jeder hat daran geglaubt, dass wir uns diese drei Punkte holen können“, sagte er. Der Wendepunkt kam aus seiner Sicht in Minute 83. Jakub Göth traf per Freistoß von der linken Strafraumgrenze zum 2:2, bei dem dem Tormann laut Wallner die Sicht verstellt war. „Das war ganz wichtig“, sagte der Japons-Coach über diesen Treffer. Danach blieb seine Mannschaft am Drücker. In der Nachspielzeit fiel dann tatsächlich noch der Siegtreffer: Jan Kolarik machte in der 93. Minute das 3:2 und vollendete damit die späte Wende.

Wallner sieht Fortschritte gegen den Ball und Tempo nach vorne

Neben dem Ergebnis hob Wallner vor allem hervor, dass seine Mannschaft im Vergleich zur Vorwoche in der Defensive einen Schritt nach vorne gemacht habe. „Heute waren wir in der Defensive deutlich besser als in der Vorwoche. Wir haben wirklich kontrolliert gespielt, die Gegner gut übergeben und gut in Schach gehalten“, sagte er. Gerade gegen einen Gegner wie Kühnring, den er als sehr schnell auf den Flügeln und im Sturm beschrieb, war das für ihn ein wichtiger Punkt. Auch im Umschalten sah der Trainer vieles, was funktioniert hat. „Auch das Kombinationsspiel beziehungsweise das schnelle Umschaltspiel hat gut funktioniert“, meinte Wallner. Ganz ohne Kritik blieb sein Auftritt aber nicht. Bei den Passwegen, bei einzelnen Laufbewegungen und im Defensivverhalten der Flügelspieler sieht er weiterhin Arbeit. Wallner sprach deshalb von einem guten Spiel, aber nicht von einem Auftritt ohne offene Baustellen.

Ein Spiel auf Augenhöhe mit dem besseren Ende für die Gäste

Dass Kühnring über weite Strecken unangenehm zu bespielen war, stellte Wallner gar nicht in Abrede. „Es war wirklich ein Spiel auf Augenhöhe, wo beide Mannschaften gewinnen hätten können“, sagte er. Gleichzeitig blieb er bei seiner Einschätzung, dass der Auswärtssieg am Ende dennoch verdient war. „Meiner Meinung nach war unser Sieg völlig verdient“, betonte der Trainer und begründete das mit der Zahl und Qualität der Möglichkeiten. Für ihn lag der Unterschied darin, „dass wir die besseren Torchancen und mehr Torchancen hatten und diese dann zum Schluss auch noch verwertet haben“. Dazu kam für Wallner der Glaube an die eigene Wende. „Wir wollten das vielleicht mehr erzwingen und hatten mehr Selbstvertrauen“, sagte er. Mit dem 3:2 hält Japons nach zehn Spielen bei 20 Punkten und bleibt damit Dritter, während Kühnring mit 14 Zählern auf Rang sechs steht.

2. Klasse Thayatal: Kühnring : SVU Japons - 2:3 (1:0)

  • 93
    Jan Kolarik 2:3
  • 83
    Jakub Göth 2:2
  • 72
    Adam Novotny 2:1
  • 60
    Rene Ehrentraut 1:1
  • 38
    Adam Novotny 1:0