In der 2. Klasse Thayatal hat TSV Irnfritz das Spitzenspiel gegen SG Röschitz/Sitzendorf/Roggendorf-K.J. mit 1:0 gewonnen und damit die Tabellenführung erobert. Nach einem gerechten 0:0 zur Pause kamen die Gäste zunächst besser aus der Kabine, ehe David Vacek mit einem sehenswerten Weitschuss den Unterschied machte. Trainer Peter Bauer sah damit genau das bestätigt, was er in diesem engen Duell erwartet hatte: „Wer das 1:0 macht, wird das Spiel gewinnen.“

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Für Bauer war von Beginn an klar, dass dieses Duell hält, was die Tabelle versprochen hatte. „Das war ein echtes Spitzenspiel. Es hat der Erste gegen den Zweiten gespielt“, sagte der Irnfritz-Trainer nach dem Schlusspfiff. Gerade die ersten 45 Minuten beschrieb er als intensiv und von hohem Tempo geprägt. Beide Mannschaften kamen zu guten Möglichkeiten, ohne sich dabei entscheidend abzusetzen. „Beide Mannschaften haben jeweils ein bis zwei sehr gute Torchancen vorgefunden“, so Bauer. Deshalb passte für ihn auch das Pausenergebnis: „Mit einem gerechten 0:0 sind wir in die Kabine gegangen.“ Genau dieser Verlauf unterstrich, wie eng die Partie war. Keiner schenkte dem anderen etwas, beide Teams arbeiteten sauber gegen den Ball, und schon vor der Pause war zu sehen, dass dieses Spiel wohl nicht viele Tore zulassen würde.
Nach dem Seitenwechsel musste Irnfritz zunächst eine Phase überstehen, in der die Gäste mehr vom Spiel hatten. Bauer sprach offen an, dass seine Mannschaft da nicht gut genug aus der Kabine gekommen war. „Röschitz ist besser aus der Kabine gekommen. Wir waren zu passiv und haben ihnen zu sehr den Ball überlassen“, sagte er. Gleichzeitig betonte er aber auch, dass aus diesem Übergewicht lange zu wenig Gefahr entstand. Erst nach rund fünfzehn bis zwanzig Minuten kippte das Spiel wieder mehr zu den Gastgebern. „Dann haben wir das Kommando wieder übernommen“, meinte Bauer, und genau in diese Phase fiel der einzige Treffer des Abends. In der 62. Minute nutzte David Vacek nach einem hohen Ballgewinn die Situation stark aus. Bauer schilderte die Szene so: „David Vacek hat gesehen, dass der Tormann ein bisschen zu weit vor dem Tor steht, und hat das mit einem wunderschönen Weitschuss ausgenutzt.“ Damit war das 1:0 erzielt, und in einem Spiel dieser Art wog dieses Tor besonders schwer.
Dass dieses knappe Ergebnis am Ende hielt, führte der Irnfritz-Coach vor allem auf die mannschaftliche Defensivleistung zurück. „Heute war ganz klar die Defensive unsere größte Stärke, beziehungsweise die Arbeit gegen den Ball und die Arbeit als Mannschaft“, sagte Bauer. Gerade gegen einen Gegner, den er enorm hoch einschätzte, war das für ihn der entscheidende Punkt. „Wir haben gewusst, da kommt die bisher beste Mannschaft in der Liga. Wir haben uns aber richtig gut darauf eingestellt.“ Irnfritz stand eng an den Gegenspielern, baute immer wieder Druck auf und ließ Röschitz aus Bauers Sicht nicht in jene Abschlusssituationen kommen, die diese Mannschaft sonst so gefährlich machen. „Wir haben ihnen nicht so viel Platz gelassen, damit sie die richtigen Entscheidungen finden konnten“, erklärte er. Dazu kam, dass beide Defensivreihen insgesamt sehr stabil arbeiteten. Bauer hatte deshalb auch nie das Gefühl, dass die Partie seiner Mannschaft entgleiten würde: „Ich habe das ganze Spiel nie Angst gehabt, dass wir das Match verlieren werden.“
Ganz durch war die Sache trotz Führung freilich nicht, und auch das sprach Bauer deutlich an. Röschitz kam noch zu einer sehr guten Möglichkeit per Kopfball, die Irnfritz entschärfen konnte. Auf der anderen Seite boten sich den Gastgebern in der Schlussphase Konterchancen, mit denen sie das Spiel früher hätten entscheiden können. „Wir hätten es uns ein bisschen leichter machen können“, sagte Bauer, der vor allem in der Offensive noch Reserven sah. „Die Passqualität hat nicht zu hundert Prozent gepasst, und wir hätten einzelne Situationen besser ausspielen können.“ Viel mehr wollte der Trainer nach diesem Abend aber gar nicht kritisieren. Zu wichtig war der Sieg gegen den Tabellenführer, zu geschlossen der Auftritt seiner Mannschaft. „Grundsätzlich war das eine top Mannschaftsleistung von allen Spielern“, sagte Bauer. Mit dem 1:0 erobert Irnfritz nach zehn Runden mit 26 Punkten die Spitze vor Röschitz mit 24 Zählern. Und genau solche engen Spiele sind es, die in einem Titelrennen oft lange nachwirken.